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Auf dieser Seite: Abschiebung Kosovo

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Top 29:
Abschiebungen in das Kosovo aussetzen –
Roma und Ashkali dürfen nicht in eine unzumutbare Situation abgeschoben werden!

Antrag der Fraktionen von B´90/GRÜNE, SPD, LINKE 
und SSW – Drucksache 17/520
Änderungsantrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drucksache 17/559

Antrag für Abschiebestopp von 
Roma und Ashkali scheitert

Kiel (SHL/20.05.) Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos) sieht keine Chance, das Mitte April zwischen Deutschland und dem Kosovo unterzeichnete Rückübernahmeabkommen von Flüchtlingen über die Innenministerkonferenz der Länder wieder rückgängig zu machen. Das Papier regelt die Rückführung von Minderheiten in das Balkanland. Die Opposition hatte die Landesregierung aufgefordert, sich für einen Abschiebestopp von Roma und Ashkali einzusetzen. Im September 2009 lebten nach Angaben des Ministers in Schleswig-Holstein 18 Personen dieser Volksgruppen, die von einer Abschiebung ins Kosovo bedroht sind.

Die Bundesregierung habe die Situation im Kosovo vor der Unterzeichnung des Abkommens intensiv geprüft und sei zu der Auffassung gekommen, dass eine Rückführung möglich ist, meinte Emil Schmalfuß. Zudem werde es keine Massenrückführung, sondern eine stufenweise Ausreise der Betroffenen geben. Dieser Haltung schlossen sich CDU und FDP an.

Für die Opposition ist die Lage für die Minderheiten in dem Balkanstaat dagegen humanitär nicht hinnehmbar. „Diese Menschen leben in Baracken ohne Infrastruktur, Strom oder sanitärer Einrichtungen, manchmal sogar auf verseuchtem Boden", meinte Luise Amtsberg (Grüne). Wie SPD, Linke und SSW appellierte sie an die Landesregierung, das Thema angesichts der geringen Zahl an Betroffenen nicht unter den Teppich zu kehren.

Der Europa- und der Innen- und Rechtsausschuss werden sich weiter mit dem Thema beschäftigen.

Weitere Redner: Astrid Damerow (CDU), Rolf Fischer (SPD), Gerrit Koch (FDP), Ulrich Schippels (Linke), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Die Opposition fordert die Landesregierung auf, aus dem Kosovo geflohene Roma und Ashkali, eine albanisch sprechende ethnische Minderheit, nicht aus Schleswig-Holstein zurück in ihre Heimat abzuschieben. Dafür soll sich die Regierung auch auf der Innenministerkonferenz Ende Mai in Hamburg einsetzen.

Mitte April haben Deutschland und das Kosovo ein sogenanntes Rückübernahmeabkommen unterzeichnet, das die Abschiebung von Minderheiten zurück in das Balkanland legitimiert. SPD, Grüne, Linke und SSW bezeichnen die Abschiebung hingegen als „unverantwortliche Praxis". Übereinstimmend weisen die vier Oppositionsfraktionen darauf hin, dass die Angehörigen von Minderheiten im Kosovo „mit gefährlichen Diskriminierungen rechnen müssen".

Die Abschiebung ethnischer Minderheiten in das seit Februar 2008 unabhängige Kosovo wird auch von Flüchtlingsorganisationen kritisiert. Besonders die dortigen Roma-Lager seien in einem schlechten Zustand, die Lebensbedingungen eine „humanitäre Katastrophe".

In Deutschland leben über 10.000 Kosovo-Roma und Ashkali. In Schleswig-Holstein sind 18 Angehörige dieser Minderheiten, denen die Abschiebung droht.

 Berichtsanforderung

In einem Änderungsantrag erbittet die Koalition einen mündlichen Bericht der Landesregierung über den Stand hinsichtlich möglicher Abschiebungen.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
Zukunft der KiTas

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Versorgungslasten
(ohne Aussprache)
Dienstrechtl. Vorschriften
(ohne Aussprache)
Ärztl. Versorgung Inhaftierter
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Landes-Meldegesetz
(ohne Aussprache)
Rettungsdienste / Fahrberchtigung
(ohne Aussprache)
Sach-Anträge:
Rundfunkgebühren
Abschiebung Kosovo
8. Mai / Feiertag
Berichts-Anträge:
Bäderverordnung
(ohne Aussprache)
Justiz-Vollzugsanstalten
(ohne Aussprache)
Regierungsberichte:
Clearingstellen Flüchtlinge
Staatsangehörigkeitsrecht
Verfassungsschutz-Bericht
(ohne Aussprache)
sonstige Berichte:

Datenschutz-Bericht
(ohne Aussprache)

Petitionsausschuss-Bericht
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / Umwandlungsfrist
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Minderheitenschutz
Ausschuss-Empfehlungen
Mitbestimmung an Schulen und Hochschulen
(ohne Aussprache)
Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)
Schul-Obstprogramm
(ohne Aussprache)
Anträge:
Schule und Bundeswehr
Kooperationsverbot
Unterrichtsverpflichtung
für Lehrer
Hochschulpolitik / 
Uni Flensburg
Gastschulabkommen mit Hamburg
Mahlzeiten in KiTa und Schule
Regierungs-Berichte:

Bildungsfinanzierung

Migrantenkinder in KiTas
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Zukunft der KiTas

Anträge:
Situation des UK S-H
Ambulante Versorgung
Regierungs-Berichte:

Kinderschutz

Pflegeausbildung

Finanzsituation des UK S-H
Hausärzte

Arzneimittel-Entsorgung
(ohne Aussprache)

Schule und Arbeitswelt
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Ausschuss-Empfehlungen
Digitaler Tachograph
(ohne Aussprache)
Start ins Berufsleben
(ohne Aussprache)
Anträge:
Maritime Wirtschaft
Hilfen für Kleinbetriebe
Flughafen Lübeck
Regierungs-Bericht:

Situation des Handwerks

F i n a n z e n

2. Lesung:

Schuldenbremse
1. Lesung:
"Datatport"
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Ausschuss-Empfehlungen:
Freiw. Ökologisches Jahr
(ohne Aussprache)
Agrar- und Umweltpolitik
(ohne Aussprache)
Anträge:
Gentechnik
Klein-Windkraftanlagen
Ölförderung im Wattenmeer
Regierungs-Bericht:

GA Agrarstruktur und Küstenschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Ostseepolitik
Regierungs-Bericht:

Ostseepolitik