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Auf dieser Seite: 8. Mai Feiertag 

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8. Mai: Tag der Befreiung

Antrag der Fraktionen von SPD, B´90/GRÜNE und DIE LINKE – Drucksache 17/538

8. Mai soll kein nationaler 
Gedenktag werden

Kiel (SHL / 19.05.) CDU und FDP haben sich dagegen ausgesprochen, den 8. Mai als nationalen Gedenktag zu erklären. Ein entsprechender Antrag von SPD, Grünen und Linken wurde abgelehnt. Einig waren sich alle Landtagsfraktionen in der Bedeutung des 8. Mai als Tag der Befreiung vom nationalsozialistischen Unrechtsregime.

Jürgen Weber (SPD) betonte die ambivalente Bedeutung des Datums. Der 8. Mai sei ein „sperriger Gedenktag", erinnere aber an die militärische Niederlage Deutschlands und müsse deswegen „Gedenktag für Frieden und Freiheit" sein. Luise Amtsberg hob hervor, dass am 8. Mai 1949 der Parlamentarische Rat das Grundgesetz beschlossen hatte. „Das Datum war nicht zufällig gewählt", so die Grünen-Politikerin. Das „sichtbare, gemeinsame Fundament unserer Demokratie" sei verbunden mit dem „Ende der schrecklichsten Gewaltherrschaft in der Geschichte".

CDU-Fraktionschef Christian von Boetticher betonte, dass der 8. Mai 1945 zwar ein Tag der Befreiung, aber nicht der „langfristigen Freiheit" sei. Ähnlich argumentierte der Fraktionsvorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki. Auch er verwies darauf, dass mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Menschen im Osten Deutschlands unter sowjetischer Besatzung nicht in Freiheit leben konnten.

Weitere Redner: Anke Spoorendonk (SSW), Ulrich Schippels (Linke), Innenminister Klaus Schlie (CDU)

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Hintergrund:
65 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft soll der 8. Mai zum nationalen Gedenktag erklärt und somit deutschlandweit offiziell als Tag der Befreiung vom NS-Regime gewürdigt werden. Das fordern SPD, Grüne und Linke im Landtag und rufen die Landesregierung auf, sich dafür im Bundesrat einzusetzen.

Die Oppositionsfraktionen verweisen zur Begründung auf die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU) aus Anlass des 40. Jahrestages des Kriegsendes im Jahr 1985. Er hatte darauf verwiesen, dass der 8. Mai 1945 auch „schwere Leiden für viele Menschen" gebracht habe – etwa für die Heimatvertriebenen. Notwendig sei es deshalb, die Bedeutung des Kriegsendes immer im Zusammenhang mit der Ursache für den Krieg, dem Machtantritt Hitlers am 30. Januar 1933, zu sehen.

In Mecklenburg-Vorpommern ist der 8. Mai bereits seit 2002 als „Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2. Weltkrieges" gesetzlicher Gedenktag.

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