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Auf
dieser Seite: Grenzweg
- Partnerschaft Westpommern
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Top 15:
Gestaltung
"Deutsch-Deutscher Grenzweg"
Landtagsbeschluss vom 26. September 2003 - Drs. 15/2903
Bericht der Landesregierung |
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Top 25:
Gemeinsame Erklärung
des Landtages Schleswig-Holstein und der Sejmik der Wojewodschaft
Westpommern
Bericht und
Beschlussempfehlung des Europaausschusses
Neu: ohne Aussprache |
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Landtag
zieht gemeinsam
am "Grünen Band"
Kosten für
Deutsch-deutschen Grenzweg ein Problem
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Kiel (SHL). In großer
Einigkeit haben die Fraktionen am Donnerstag, 11. März 2004,
einmütig den Bau eines Rad- und Wanderwegs entlang der
ehemaligen innerdeutschen Grenze, dem so genannten "Grünen
Band", befürwortet. Für die rund 132 Kilometer entlang der früheren
innerdeutschen Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern würden laut
Bericht der Landesregierung Kosten von insgesamt 4,75
Millionen Euro entstehen. Hinzu kämen 100.000 Euro für Beschilderungen.
Hier sahen die Fraktionen das größte Problem.
"Das längste, fast unberührte Biotop-Verbundsystem
Europas muss erhalten bleiben", betonte Tourismusminister
Bernd Rohwer (SPD). Allerdings müssten die Initiativen von der
Kreisebene kommen, schränkte er ein. Die Landesregierung werde
jedoch Unterstützung leisten. Es sei eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an die Zeit deutsch-deutscher
Trennung zu erinnern.
Die SPD führte als Vorbilder den "Boston
Freedom Trail" und den "Berliner Mauerweg" an.
Das "Grüne Band" sei eine gute
Grundlage für einen deutsch-deutschen Grenzweg. Naturräume
müssten auch für Menschen erlebbar, betretbar und erfahrbar
sein, erklärten CDU und Grüne in Einklang. Es sei eine
historische Notwendigkeit, den deutsch-deutschen Grenzverlauf
insbesondere für die junge Generation zu dokumentieren.
Während die Liberalen auch auf den touristischen Aspekt
verwiesen - der ehemalige Grenzverlauf besitze für Gäste aus
aller Welt Bedeutung -, kritisierte der SSW die Bundesregierung:
Sie habe sich durch ihr Angebot, den betroffenen Bundesländern
die bundeseigenen Flächen entlang des "Grünen
Bandes" unentgeltlich zu übertragen, geschickt aus der
Verantwortung gezogen.
Hauptredner:
Tourismusminister
Bernd Rohwer (SPD), Peter Eichstädt (SPD), Klaus Schlie (CDU),
Joachim Behm (FDP), Detlef Matthiessen (B`90/Grüne), Anke
Spoorendonk (SSW)
Hintergrund:
SPD und Grüne möchten entlang
des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzstreifens einen Rad-
und Wanderweg einrichten, um an die Spaltung Europas und
deren Überwindung zu erinnern. Der ehemalige
innerdeutsche Grenzbereich, das so genannte "Grüne
Band", bietet hervorragende Voraussetzungen für ein
Erholungsgebiet, da hier während des Kalten Kriegs keine
Bebauung und Besiedlung vorgenommen wurde und dadurch ein
natürlicher Zustand erhalten geblieben ist.
Die Landesregierung beziffert die Kosten für eine
derartige Erschließung der 132 km langen Landesgrenze
zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf
4,752 Millionen Euro. Für die Beschilderung des Weges
setzt das Kabinett weitere 100.000 Euro Materialkosten an.
Das Verkehrsministerium betont, dass der touristische
Radwegebau in erster Linie Angelegenheit der Kreise sei,
und ermutigt die beiden Anlieger, den Kreis Herzogtum
Lauenburg und die Planungsregion Westmecklenburg, das
Konzept weiter zu verfolgen.
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Die Ostsee verbindet:
Partnerschaft mit Westpommern
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Kiel (SHL). Der Schleswig-Holsteinische Landtag und der
Sejmik, also das Gebietsparlament, der polnischen Region (Wojwodschaft)
Westpommern werden Partner. Eine entsprechende Erklärung der
beiden Volksvertretungen verabschiedete der Landtag am
Donnerstag, 11. März 2004, einstimmig ohne Aussprache. Durch
diese neue Verbindung werde ein "weiterer Baustein in der
Architektur des neuen, zusammenwachsenden Europas" gesetzt,
wie Landtag-Vizepräsidentin Gabriele Kötschau in einer kurzen
Würdigung betonte. Das
Abkommen soll am 28. April, also kurz vor dem Beitritt Polens
zur Europäischen Union am 1. Mai, in Stettin unterzeichnet
werden. Ende Februar waren Landtagspräsident Heinz-Werner Arens
und der Parlamentspräsident der Wojewodschaft, Karol Osowski,
in Kiel zusammengekommen, um den Inhalt der gemeinsamen
Erklärung zu erörtern.
von links:
Osowski, Landtagsdirektor
Jürgen Schöning, Arens
Ziel des Zusammenschlusses sind unter anderem der
Erfahrungsaustausch und der Wissenstransfer. Die
Parlaments-Partnerschaft soll zudem Impulsgeber für weitere
gemeinsame Projekte im kulturellen, gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Bereich werden.
Der Landtag unterhält bereits zwei feste
Parlamentspartnerschaften: mit der Gebietsduma von Kaliningrad
(Russland) und dem Sejmik der Wojewodschaft Pommern (Polen).
Freundschaftliche Beziehungen bestehen außerdem zum
Volkskongress der Provinz Zhejiang (China), zum Regionalrat der
Region Pays de la Loire (Frankreich) und zum Steiermärkischen
Landtag (Österreich).
Hintergrund:
Der
Schleswig-Holsteinische Landtag und der Sejmik der
polnischen Wojewodschaft Westpommern beabsichtigen, eine
feste Partnerschaft einzugehen. Ein Abkommen soll am 28.
April, also kurz vor dem Beitritt Polens zur Europäischen
Union, in Stettin unterzeichnet werden. Zur Vorbereitung
trafen Ende Februar Landtagspräsident Heinz-Werner Arens
und der Parlamentspräsident der Wojewodschaft, Karol
Osowski, in Kiel zusammen, um den Inhalt einer gemeinsamen
Erklärung zu erörtern. Mit der Partnerschaft werde, so
Arens, "die deutsch-polnische Zusammenarbeit entlang
der südlichen Ostsee mit den beteiligten Regionen
Westpommern, Pommern, Mecklenburg-Vorpommern und
Schleswig-Holstein auf vier Säulen ruhen". Es sei
beiderseitig zugleich der Wunsch, die Gebietsduma von
Kaliningrad in das Netzwerk einzubeziehen und schwedische
sowie dänische Regionen beziehungsweise Ämter
einzuladen, an gemeinsamen Vorhaben mitzuwirken. Ziel sei
eine "koordinierte multilaterale Zusammenarbeit"
im südlichen Ostseeraum.
Derzeit unterhält der Landtag zwei feste
Parlamentspartnerschaften mit der Gebietsduma von
Kaliningrad und dem Sejmik der Wojewodschaft Pommern.
Freundschaftliche Beziehungen bestehen mit dem
Volkskongress der Provinz Zhejiang (China), dem
Regionalrat der Region Pays de la Loire (Frankreich) und
dem Steiermärkischen Landtag (Österreich).
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