Hintergrund:
Die Zahl
der am Missbrauch illegaler Drogen Verstorbenen ist nach
Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung im
jüngsten Berichtsjahr 2001 um 9,6 Prozent auf 1835
gesunken. Das Landes-Sozialministerium stellt aber heraus,
dass ein großer Bevölkerungsteil Probleme mit den so
genannten "Volksdrogen" hat: So weisen zehn
Prozent der Patienten in Hausarztpraxen und 20 Prozent der
Patienten in Allgemeinkrankenhäusern Alkoholprobleme auf.
Die Sozialministerin weist darauf hin, dass die
Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Drogen wenig
aussagekräftig sei. Denn der Konsum von Alkohol und Tabak
ist laut Regierungsbericht häufig der Einstieg für
Cannabis, Heroin oder Ecstasy. Im Kampf gegen den
Missbrauch von Drogen setzt die Landesregierung deshalb
auf vier "Säulen": Prävention; Beratung und
Therapie; Überlebenshilfen; Repression und
Angebotsreduzierung.