In Kürze: Meldungen 3 (Themen ohne Aussprache) 

xxx

Auf dieser Seite:


Sitzungsvertreter Amtsanwaltschaft, 1. Lesung (Top 11; Drs. 15/2934),  Ausgleichs- abgabe,  1. Lesung (Top 17; Drs. 15/2999), Entlastung LRH für 2000/2001 (Top 42; 15/2917) und Haushaltsrechnung / Vermögensübersicht 2001 - Bemerkungen des LRH 2003 (Top 47; 15/2248, 15/2985), Wildtiere in Zirkussen (Top 44; 15/2888, 15/2971), 


   Vertreter Amtsanwaltschaft:  In Strafverfahren vor Amtsgerichten dürfen in Schleswig-Holstein Justizbeamte die Rolle des Amtsanwalts übernehmen. Diese Notlösung, die der Landtag vor mehr als 35 Jahren ermöglichte, soll jetzt abgeschafft werden. Das sieht ein Gesetzentwurf der Regierung vor, den der Landtag an den Innen- und Rechtsausschuss überwies. Die gesetzliche Sonderregelung war 1967 eingeführt worden, weil damals bei nur 20 Amtsanwälten an 51 Amtsgerichten Engpässe auftraten. Heute gibt es noch 27 Amtsgerichte, aber 48,5 Stellen für Amtsanwälte. Zudem darf die Staatsanwaltschaft bei Vertretungslücken laut Bundesrecht Referendare einsetzen. Das Gesetz könne aufgehoben werden, heißt es in der Vorlage des Justizministeriums. Und: Es widerstreite dem Gebot der Rechtsbereinigung, "ein überflüssig gewordenes Gesetz weiter bestehen zu lassen".

* * *

  Haushalt: Der Landtag hat der Regierung für das Haushaltsjahr 2001 die Entlastung erteilt. Der Beschluss, der einvernehmlich erfolgte, geht auf eine Empfehlung des Finanzausschusses zurück. Er hatte die Etatrechnung sowie die Hinweise des Landesrechnungshofes geprüft und wie in den Vorjahren eine Mängelliste gefertigt, die mitbeschlossen wurde. So wird die Regierung aufgefordert, die Haushaltskonsolidierung noch intensiver zu betreiben. Kritik übte der Finanzausschuss auch an "immer wieder auftretenden Haushaltsüberschreitungen ohne Einwilligung des Finanzministeriums". Konsequenz: Der Finanzminister soll Sanktionen für Ministerien vorschlagen, die mehr Geld ausgeben als vorgesehen. Ebenfalls ohne Aussprache erteilte der Landtag dem Landesrechnungshof die Entlastung. Hier ging es um die Haushaltsjahre 2000 und 2001. Allerdings stimmte die Opposition gegen die 1. Ziffer der Ausschussempfehlung  

 

 

  Ausgleichsabgabe:  Die öffentlichen und privaten Arbeitgeber in Schleswig-Holstein zahlen jährlich mehrere Millionen Euro "Ausgleichs- abgabe", weil sie weniger Schwerbehinderte beschäftigen als vorgeschrieben. Dieses Geld, das bisher zweckgebunden im Landeshaushalt verbucht wird, soll künftig in einem Extratopf (Sondervermögen) verwaltet werden. Das sieht ein Gesetzentwurf der Landesregierung vor, den der Landtag nach Erster Lesung an den Sozialausschuss überwies. Das Bundesrecht (Juni 2001) schreibt die Bildung eines Sondervermögens vor. Aus ihm wird die Integration schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt gefördert.
 Hintergrund: Arbeitgeber (ab 20 Beschäftigte) sind gesetzlich verpflichtet, mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen. Andernfalls müssen sie eine Ausgleichsabgabe zahlen. Sie beträgt je unbesetztem Pflichtplatz mindestens 105 Euro. Im vergangenen Jahr kamen so in Schleswig-Holstein fast 15 Millionen Euro zusammen. Knapp die Hälfte der Summe floss in einen Bundesfonds, der Rest in Fördermaßnahmen, etwa Schulungsprogramme für Schwerbehinderte. Ihre Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich leicht verbessert. Ende 2002 hatten gut 4.700 Schwerbehinderte keinen Job. Ein Jahr zuvor waren noch fast 5.300 Schwerbehinderte erwerbslos. Übrigens: Das Land gehört zu den Arbeitgebern, die in den Ausgleichstopf einzahlen. Um die Fünf-Prozent-Quote zu erfüllen, müsste es rund 350 Schwerbehinderte einstellen.

  Zirkustiere: Zirkusbetriebe sollen keine Elefanten, Tiger und anderen Wildtiere mehr halten dürfen. Das forderte der Bundesrat Ende September auf Antrag Hessens. Mit Blick auf diesen Beschluss erklärte der Landtag einen FDP-Antrag einvernehmlich für erledigt. Die Liberalen hatten von der Landesregierung gefordert, sich im Bundesrat für ein Haltungsverbot in Zirkusbetrieben und ähnlichen Einrichtungen einzusetzen, in denen eine tiergerechte Haltung nicht gewährleistet ist. Landesumweltminister Klaus Müller (Grüne) hatte in der Debatte angekündigt, das Schleswig-Holstein im Bundesrat noch über die hessische Initiative hinaus gehen und für eine "Positivliste" eintreten wolle. In dieser Liste sollten Tierarten aufgenommen werden, gegen deren Haltung keine Bedenken bestehen. Dieser Antrag scheiterte im Bundesrat.

mehr Infos: plenum-online, September 03

 

 zurück zum Seitenanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

Aktuelles

Aktuelle Stunde: Steuerschätzung

Dringlichkeit: Ausbildungsplatzabgabe
Weihnachtsgeld für Minister

Am Rand notiert:

Gesetzentwürfe

2. Lesungen:

Weihnachts- u. Urlaubsgeld

Volksabstimmungsgesetz

Kommunal-Abgabengesetz

Sicherheitsüberprüfung
(Kurzmeldung)
Staatsvertrag Statistik
(Kurzmeldung)
Staatsvertrag "Dataport"
(Kurzmeldung)
Versorgungsausgleichskasse
(Kurzmeldung)
Stiftung "Leibniz-Institut"
(Kurzmeldung)

1. Lesungen:

Landesministergesetz
Rundfunkstaatsvertrag
E-Kommunikation
Altenpflege
Studiengebühren
Informationspflicht der Schule
Landesnaturschutzgesetz
Vermessung-/Katastergesetz
(Kurzmeldung)
Verteter Amtsanwaltschaft
(Kurzmeldung)
Ausgleichsabgabe
(Kurzmeldung)

Inneres / Recht

"Stasi"-Prüfung
Bürokratie-Abbau/Verwaltung
Opferschutz
(Kurzmeldung)

Soziales / Gesundheit

Hospize
Sucht- und Drogenpolitik
Integration von Migranten
(Kurzmeldung)
Bericht Flüchtlingsbeauftrag- ter (Kurzmeldung)

Bildung / Kultur / Forschung

Gymnasiale Oberstufe
"Kopftuch-Urteil"
Bildungsstätten
Hochschulrahmengesetz
(Kurzmeldung)
Hochschulmodernisierung
(Kurzmeldung)
Frühjahrsferien
(Kurzmeldung)

Wirtschaft / Verkehr / Technik

GA-Mittel für Konversion
Ausbau B 404
Existenzgründungen
Bundesverkehrswegeplan
Ernährungswirtschaft

Natur / Umwelt / Energie

Energie-Wirtschaft/Windkraft
"Umweltranking"
Wildtiere in Zirkussen
(Kurzmeldung)

Agrar / Tourismus / Landesentwicklung

Wassertourismus
Entkoppelung von Prämien
"Grüne Berufe" für Frauen
(Kurzmeldung)

Finanzen

Lebensarbeitszeit
Spielbanken
Entlastung LRH für 2000/01
(Kurzmeldung)
Haushaltsrechnung `01 (LRH)
(Kurzmeldung)

Europa

Interreg-Förderung im Grentgebiet