Auf dieser Seite: Bahnstrecke Kiel-Hamburg  -  Lkw-Maut

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Top 27: 
Bahnverbindung Kiel - Hamburg
Antrag der Fraktion der FDP
   von der Tagesordnung abgesetzt

Drucksache: 15/3740
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Top 35: 
Maßnahmen der Landesregierung zur Kompensation der LKW-Maut für das schleswig-holsteinische Transportgewerbe
Antrag der Fraktion der CDU
Drucksache: 15/3767
-Plenarprotokoll-
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Bahn

Von der Tagesordnung abgesetzt

Hauptredner:

Hintergrund:
  Im Zuge der Diskussion um den Ausbau des Flughafens Kiel-Holtenau liegen verschiedene Vorschläge für eine bessere Verkehrsanbindung der Landeshauptstadt auf dem Tisch. Landesregierung und CDU favorisieren einen fahrplanmäßigen Flugverkehr von Kiel aus in Metropolen wie Berlin oder Frankfurt am Main. Die FDP spricht sich für eine Bahn-Anbindung Kiels an den Großflughafen Hamburg-Fuhlsbüttel aus.
  Die Liberalen greifen damit einen Vorschlag der Grünen-Fraktion und des Fahrgastverbandes „Pro Bahn" auf, die mit einem solchen „Metro-Express"die bisher fehlende durchgehende Schienenverbindung durch die dicht besiedelte Region zwischen Neumünster und Norderstedt schaffen wollen.

mehr Informationen: plenum-online, September 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/september2004/texte/13_luftverkehr.htm)

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LKW-Maut: Deutsche Brummis sollen entlastet werden
Brüssel muss allerdings noch zustimmen

Kiel (SHL). Die deutschen Spediteure sollen mit Start der Straßenmaut auf den deutschen Autobahnen bei der Mineralölsteuer um 600 Millionen Euro entlastet werden. Das teilte Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) in einem von der CDU beantragten Bericht am Freitag, 12. November 2004, mit. Die Union hatte in ihrem Antrag eine Entlastung für deutsche "Brummis" gefordert. Grund: In anderen europäischen Ländern seien die Dieselsteuern teilweise erheblich geringer, dadurch werde der Wettbewerb zu Lasten des einheimischen Transportgewerbes verzerrt.

In seinem mündlichen Bericht erklärte Rohwer, einen Teil der Mautkosten könnten deutsche Spediteure künftig mit der Dieselsteuer verrechnen. Diese Regelung müsse allerdings noch von der EU-Kommission genehmigt werden. Bis Brüssel seine Zustimmung gebe, werde nur eine verringerte Maut von 12,4 Cent pro Autobahnkilometer erhoben – das entspreche ebenfalls einer Entlastung von 600 Millionen Euro. Die komme allerdings nicht nur dem deutschen Transportgewerbe, sondern auch dem Transitverkehr zu Gute, räumte der Minister ein.

Opposition: Untätigkeit / Rot-Grün: Wahlkampftheater

CDU und FDP bemängelten, dass sich Rot-Grün in Bund und Land trotz des verspäteten Starts der Maut bislang nicht in Brüssel habe durchsetzen können. Die Folge: Zum Start der Maut werde es voraussichtlich keine Kompensation für das deutsche Transportgewerbe geben; die inländischen Spediteure hätten damit weiter Wettbewerbsnachteile, die Zahl der Insolvenzen drohe anzusteigen. Dem Minister warf die Opposition Untätigkeit vor.

Die rot-grüne Regierungskoalition sowie der SSW taten die Kritik von CDU und FDP als "Wahlkampftheater" ab. So gehe der Vorschlag zur Kompensation des deutschen Transportgewerbes über die Mineralölsteuer auf einen Vorschlag zurück, den Schleswig-Holstein gemeinsam mit Baden-Württemberg auf Bundesebene eingebracht habe. Zudem sei Kiel bei der Maut nicht der Haupt-Ansprechpartner. Die entsprechenden Entscheidungen würden in Berlin und letztlich auch in Brüssel getroffen.

Der Wirtschaftsausschuss wird sich abschließend mit dem Thema befassen.

Hauptredner: Roswitha Strauß (CDU), Bernd Schröder (SPD), Heiner Garg (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Lars Harms (SSW)

Hintergrund:
  Lastwagen ab 12 Tonnen müssen vom 1. Januar 2005 an auf allen deutschen Autobahnen durchschnittlich 12,4 Cent Maut pro Kilometer zahlen. Im Gegensatz zu den in anderen Ländern üblichen Vignetten stützt sich das neue Maut-System "Toll Collect" auf die Satellitentechnik. Anhand einer „Onboard Unit", eines Mobilfunk-Gerätes von der Größe eines Autoradios, und dem Ortungssystem GPS soll die Maut kilometergenau festgelegt werden. Der Einbau der Bordcomputer ist nicht zwingend vorgeschrieben. Kraftfahrer können sich auch im Internet oder an Maut-Terminals in Raststätten oder Tankstellen zuschalten. In Schleswig-Holstein sollen zum Stichtag nach Angaben der Landesregierung elf Mautbrücken sowie 120 Terminals an den Autobahnauffahrten zur Verfügung stehen.
  Die CDU-Fraktion befürchtet negative Konsequenzen für das deutsche Transportgewerbe durch die Maut und fordert die Landesregierung zum Handeln auf. Zwar gelte die Abgabe auch für ausländische Lastwagen, doch hätten diese durch die geringere Dieselsteuer in ihren Ländern einen Wettbewerbsvorteil, so die Annahme. Verbände des Transportgewerbes hegen die gleiche Befürchtung und verlangen die Absenkung der Dieselsteuer auf EU-Durchschnitt.
  Im Sommer hatten Bundespolitiker von SPD und Grünen eine Erhöhung der Dieselsteuer ins Gespräch gebracht. Ihr Argument: Infolge des Rußpartikelausstoßes stürben jährlich 14.000 Menschen in Deutschland. Die Bundesregierung lehnt eine Steuererhöhung ab und setzt stattdessen auf schärfere Grenzwerte.
  Nach Angaben des Bundesamtes für Güterverkehr gibt es in Schleswig-Holstein 1.867 Unternehmen des Straßengüterverkehrs.

mehr Informationen: plenum-online, September 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/september2004/texte/
28_16_lkwmaut_kfzsteuer.htm)

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