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Auf
dieser Seite: Energiewirtschaftsgesetz
– Atomkraftwerke
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Top 10:
Entwurf eines Gesetzes
zum Verwaltungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und dem Land Schleswig-Holstein über die Wahrnehmung bestimmter
Aufgaben nach dem Energiewirtschaftsgesetz durch die
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Tele-
kommunikation, Post und Eisenbahnen
Gesetzentwurf der
Landesregierung |
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Top 18:
Keine Verlängerung der Restlaufzeiten der Atomkraftwerke
Antrag der Abgeordneten des SSW |
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Bund soll
Aufsicht über Gas- und Stromnetze übernehmen
Land will das Recht aus Kostengründen
abgeben
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Kiel (SHL/09.11.). Das
Land will Geld sparen und dem Bund die Aufsicht über Nutzung
der schleswig-holsteinischen Gas- und Stromnetze übertragen:
Einen entsprechenden Gesetzentwurf der Landesregierung hat das
Parlament in Erster Lesung an den Wirtschaftsausschuss
überwiesen. Hintergrund: Im Juli ist das
Energiewirtschaftsgesetz des Bundes in Kraft getreten. Danach
müsste Schleswig-Holstein kleinere Gas- und Stromversorger
kontrollieren, die nicht Länder übergreifend agieren und
weniger als 100.000 Kunden haben. Hierzu zählen 84 Firmen im
Lande.
Das Wirtschaftsministerium
müsste zur Wahrnehmung der Aufsicht neues Personal einstellen
und damit jährlich mindestens 200.000 Euro ausgeben. Unisono
signalisierten die Landtagsparteien Unterstützung für den
Gesetzentwurf. Das Plenum sprach sich zudem für mehr Wettbewerb
und Transparenz auf dem Energiesektor aus. Schleswig-Holstein
ist mit dem Ansinnen, die Aufsicht an die Bundesnetzbehörde
abzutreten, nicht allein: Insgesamt fünf Länder wollen die
Aufsicht an den Bund abtreten.
Hauptredner:
Wirtschaftsminister Dietrich
Austermann (CDU), Manfred Ritzek (CDU), Konrad Nabel (SPD),
Heiner Garg (FDP), Klaus Müller (Grüne), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
Die Landesregierung will die Aufsicht über die
Nutzung der schleswig-holsteinischen Gas- und Stromnetze
an den Bund abtreten. Das sieht ein Entwurf für ein
entsprechendes Abkommen zwischen dem Land und der
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,
Telekommunikation, Post und Eisenbahnen vor, der dem
Landtag zur Ersten Lesung vorliegt.
Hintergrund: Laut dem im Juli in Kraft getretenen
Energiewirtschaftsgesetz des Bundes sind die Länder bei
der Genehmigung und Überwachung von Netzgebühren für
kleinere Gas- und Stromversorger zuständig – für
Unternehmen, die nicht länderübergreifend agieren und
weniger als 100.000 Kunden haben. Hierzu zählen 80 Firmen
im Lande. Der Bund soll sich um Großkonzerne kümmern. In
Schleswig-Holstein fallen drei Gas- und drei
Stromversorger in diese Kategorie. Das Problem: Das
Wirtschaftsministerium müsste zur Wahrnehmung der
Aufsicht neues Personal einstellen. Um diese Kosten zu
vermeiden, soll die Bundesnetzagentur zunächst für zwei
Jahre auch die Landes-Aufgaben mit übernehmen. Dies
würde für Schleswig-Holstein nach Angaben des
Wirtschaftsministeriums jährliche Kosten von 200.000 Euro
verursachen und damit kostengünstiger sein als der Aufbau
einer eigenen Regulierungsbehörde.
Die Energiepreise sind in den vergangen Monaten
erheblich gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt sind
zum Beispiel die Strompreise für Industriekunden im
August dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um
8,3 Prozent gestiegen. Der Gaspreis für Privatkunden hat
sich um 9,1 Prozent erhöht. Kritiker aus Politik und
Mittelstand machen hierfür die hohen Netzgebühren der
vier Energie-Riesen E.on, EnBW. Vattenfall und RWE
verantwortlich.
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Breite Kritik an Austermann SSW
prangert Äußerungen des Ministers zu Restlaufzeiten von
Atomkraftwerken an
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Kiel (SHL/10.11.).
Scharfe Angriffe musste sich Wirtschaftsminister Dietrich
Austermann (CDU) im Rahmen der Debatte um die Verlängerung der
Restlaufzeiten von Atomkraftwerken gefallen lassen. Ausgelöst
hatte die Aussprache der SSW mit einem Antrag, die Laufzeiten
nicht zu verlängern. Die Partei der dänischen Minderheit bezog
sich damit auf jüngste Äußerungen des Ministers, der aus
Kostengründen geforderte hatte, die AKW länger als im
schleswig-holsteinischen Koalitionsvertrag vereinbart zu betreiben. Die Kritik des SSW fand im Plenum nicht nur bei
den übrigen Oppositionsparteien Unterstützung, auch die SPD
verurteilte das Verhalten von Austermann.
Wirtschaftsminister Dietrich
Austermann (CDU) hielt indes an seiner Position fest: "Ich
glaube, dass meine Forderung nicht falsch ist."
Gleichzeitig fügte er jedoch hinzu, er wolle den Fortbestand
der schwarz-roten Koalition nicht gefährden. Manfred
Ritzek (CDU) bot ihm Rückendeckung: "Es ist doch jedem
zugestanden, seinen eigenen Standpunkt zu vertreten – auch dem
Wirtschaftsminister." SPD-Umweltexperte Konrad Nabel
räumte Meinungsverschiedenheiten innerhalb des
Regierungsbündnisses ein. "Verträge sind einzuhalten, und
zwar von beiden Seiten", verlangte er mit Blick auf den
Koalitionsvertrag. Während Heiner Garg (FDP) meinte, die
Äußerungen des Ministers werden den Atomkonsens nicht
gefährden, sah Klaus Müller (Grüne) in der Angelegenheit sehr
wohl den Bestand der großen Koalition auf eine schwere Prüfung
gestellt.
Im zweiten Teil des Antrags
hatte der SSW gefordert, dass die Energieunternehmen die Kosten
für die Verlegung von Seekabeln zu Offshore-Windparks tragen
müssten. Dieses Ansinnen wurde in der Debatte von CDU und FDP
zurückgewiesen.
Der Antrag wurde an den
Wirtschaftsausschuss und an den Umweltausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Der SSW
fordert die Landesregierung auf, sich gegen eine
Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke
auszusprechen und stattdessen die Offshore-Windkraft zu
unterstützen.
Der Ausstieg aus der Atomenergie beruht auf dem so
genannten Atomkonsens zwischen der rot-grünen
Bundesregierung und der Stromindustrie aus dem Jahr 2000,
der seit 2002 im Atomgesetz festgeschrieben ist. In
Deutschland gibt es noch 17 laufende Atomkraftwerke. Diese
sollen schrittweise bis etwa 2021 vom Netz gehen. Als
erster schleswig-holsteinischer Reaktor wäre Brunsbüttel
2009 an der Reihe.
Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) und
Unternehmenspräsident Hans-Heinrich Driftmann hatten
aufgrund der steigenden Energiekosten eine Verlängerung
der AKW-Laufzeiten gefordert. Hinter den Kulissen hatte es
in der schwarz-roten Koalition zu diesem Punkt in der
Vergangenheit Meinungsverschiedenheiten gegeben.
mehr
Informationen: plenum-online,
August
2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/august2005/texte/16_energiepolitik.htm)
plenum-online, Dezember 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/dezember04/texte/
71_31_bioenergie_verlenergie.htm)
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