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Regionale
Berufsbildungszentren
auf Erfolgskurs Ministerin:
Modell für Berufliche Schulen
kommt "hervorragend" an
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Kiel (SHL/10.11.).
Großen Beifall aus allen Fraktionen hat das Modell der Regionalen
Berufsbildungszentren (RBZ) geerntet. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)
hatte auf Antrag von CDU und SPD einen Bericht zu dem Thema vorgelegt. Sie hob hervor, dass gerade das duale System in der Berufsbildung ständig im
Fluss sei. "Dies ist auch sinnvoll", sagte sie, "denn, Materialien und Techniken ändern sich ständig.“ Die Ministerin
erklärte, das Modell sei an den 14 teilnehmenden Schulen hervorragend
angenommen worden, es finde sogar schon Nachahmer in anderen Bundesländern. Sie räumte
aber ein, dass durch die Möglichkeit der RBZ, Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten,
Konkurrenz zu privaten Bildungsträgern entstehen könne. Dies müsse vermieden werden.
RBZ sind Berufsschulen, die bei der Verwendung
ihrer Finanzmittel und in ihren Lehrinhalten weitgehend
selbstständig agieren. Hierdurch soll eine raschere
Anpassung an die Erfordernisse der Ausbildungsbetriebe
erreicht werden. Die beruflichen Schulen als RBZ sollen in
kommunaler Trägerschaft bleiben und als Kernaufgabe auch
weiterhin den staatlichen Bildungsauftrag erfüllen. Sie
sollen aber auch in Kooperationen mit Betrieben und
anderen Einrichtungen der Wirtschaft bedarfsgerechte und
hochwertige Qualifizierungsangebote in der Region
mitentwickeln. Das RBZ-Modell ist an 14 der 39 berufsbildenden
Schulen im Lande ein Jahr lang erprobt worden. Das
Bildungsministerium will nach den Erfahrungen aus der
Erprobungszeit nun die rechtlichen Voraussetzungen für
die Weiterentwicklung aller beruflichen Schulen zu
Regionalen Berufsbildungszentren schaffen. Die beruflichen Schulen sollen unabhängig davon, ob ihre
Schulträger sie zu RBZ umwandeln, ab dem Schuljahr
2006/07 von den erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten der
jetzigen Modellschulen Gebrauch machen können.
Stimmen aus dem Plenum:
Sylvia Eisenberg (CDU): Das RBZ-Modell bietet größte Möglichkeiten zur
eigenständigen Weiterentwicklung von berufsbildenden Schulen. Einnahmen,
die durch Weiterbildungsmaßnahmen erzielt werden, werden nicht der Landeskasse
zugute kommen, sondern können von den Schulen selber verwendet werden.
Jutta Schümann (SPD): Die Beruflichen Schulen sind auf die
Zusammenarbeit mit Betrieben angewiesen. Ich gehe davon aus, dass
weitere Berufsschulen einen Antrag auf Umwandlung in ein RBZ stellen.
Ekkehard Klug (FDP): Ein eigenes Gesetz für Berufsschulen wäre
wünschenswert, die Zusammenfassung aller Schulen im Schulgesetz schafft
Verwirrung. Die RBZ können ihren Gestaltungsspielraum nur ausschöpfen,
wenn sie genügend Planungssicherheit haben. Dieses gilt es sicherzustellen.
Karl-Martin Hentschel (Grüne): Das deutsche Schulsystem ist
überreguliert. Das RBZ-Modell entspricht dem Trend der Zeit. Eigene
Buchführung, Qualitätsmanagement und selbständige Auswahl der Lehrkräfte
an den RBZ sind zukunftsweisend. Dieses System sollte künftig auch für
allgemeinbildende Schulen eingeführt werden.
Anke Spoorendonk (SSW): Der Bericht hätte ausführlicher
sein müssen. Das Konzept des eigenverantwortlichen Bildungs-Dienstleisters ist voll aufgegangen. Durch den Freiraum der
Schulen ist eine Qualitätssteigerung der Ausbildung wirklich möglich.
Der Bericht wurde an den Bildungsausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Auf Antrag von Schwarz-Rot
berichtet die Landesregierung über die Erfahrungen mit
den so genannten Regionale Berufsbildungszentren (RBZ).
RBZ sind Berufsschulen, die bei der Verwendung
ihrer Finanzmittel und ihren Lehrinhalten weitgehend
selbstständig agieren. Hierdurch soll eine raschere
Anpassung an die Erfordernisse der Ausbildungsbetriebe
erreicht werden. Die beruflichen Schulen als RBZ sollen in
kommunaler Trägerschaft bleiben und als Kernaufgabe auch
weiterhin den staatlichen Bildungsauftrag erfüllen. Sie
sollen aber auch in Kooperationen mit Betrieben und
anderen Einrichtungen der Wirtschaft bedarfsgerechte und
hochwertige Qualifizierungsangebote in der Region
mitentwickeln.
Das RBZ-Modell ist an 14 der 39 berufsbildenden
Schulen im Lande ein Jahr lang erprobt worden. Das
Bildungsministerium will nach den Erfahrungen aus der
Erprobungszeit nun die rechtlichen Voraussetzungen für
die Weiterentwicklung aller beruflichen Schulen zu
Regionalen Berufsbildungszentren schaffen. Alle
beruflichen Schulen sollen unabhängig davon, ob ihre
Schulträger sie zu RBZ umwandeln, ab dem Schuljahr
2006/07 von den erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten der
jetzigen Modellschulen Gebrauch machen können.
In Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr jeder
vierte Berufsschüler ohne Abschluss geblieben: Rund 9.800
der 37.900 Jugendlichen erhielten kein Abgangszeugnis.
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