Aufwertung für den
Norden: Kieler Wirtschaftsbibliothek soll Hamburger Archiv
übernehmen
Kiel (SHL/29.11.) Der
Landtag hat den zum 1. Januar 2007 geplanten Zusammenschluss der
Bibliothek am Kieler Institut für Weltwirtschaft mit dem
Informationszentrum des Hamburger Weltwirtschafts-Archiv
einvernehmlich begrüßt. Einen entsprechenden Gesetzentwurf der
Landesregierung sowie einen bereits unterzeichneten Staatsvertrag
zwischen Schleswig-Holstein und der Hansestadt hat das Plenum nach
Erster Lesung an den Bildungsausschuss überwiesen.
Das neue Institut soll künftig unter dem Namen
"Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften
– Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft" firmieren und
unter Kieler Federführung stehen. Am Vormittag hatte der Landtag
mit der Umwandlung der Kieler Wirtschaftsbibliothek in eine
Leibniz-Stiftung den Weg für die Fusion freigemacht.
So entsteht das größte
Wirtschafts-Informationszentrum in Europa mit 210 Mitarbeitern in
Hamburg und Kiel. Die neue Bibliothek sei eine "einmalige
Service-Einrichtung", und die Aufwertung Kiels bedeute eine
"Bestätigung für das Forschungsland
Schleswig-Holstein", bemerkte Wissenschaftsminister Dietrich
Austermann (CDU).
Grund für die Fusion ist eine Evaluierung der
Leibniz-Wissenschaftsgemeinschaft, die Hamburg, anders als die
schleswig-holsteinische Landeshauptstadt, nicht zur weiteren
Förderung empfiehlt. Der Stadtstaat wird sich aber dennoch in
bisheriger Höhe an der Finanzierung beteiligen. Im Ausschuss
wollen die Abgeordneten unter anderem noch über die genaue
Besetzung des Stiftungsrates diskutieren.