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Auf dieser Seite: Stromversorgung in Häfen 

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Landanschluß für Schiffe – externe Stromversorgung in Häfen
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Drucksache: 16/1086
-Plenarprotokoll-

Parteien einig im Kampf gegen
dicke Luft in Häfen

Kiel (SHL/30.11.). Schleswig-Holstein wird keine Bundesratsinitiative auf den Weg bringen, um im Hafen liegende Schiffe ausschließlich von Land aus mit Strom zu versorgen. Trotz großer Einigkeit in der Sache, dass die Stromerzeugung durch schiffseigene Dieselmotoren die Umwelt erheblich belaste,  erteilten CDU und SPD einer entsprechenden Forderung der Grünen eine Absage.  Die Forderung der Oppositionspartei käme zu spät, sie sei längst in Berlin angekommen, hieß es aus den Reihen der Regierungsfraktionen. Außerdem seien für die Häfen nicht der Bund, sondern die Länder zuständig. 

Die Einführung der Stromversorgung am Kai könnte zu einer "Win-Win-Situation" führen, befand Detlef Matthiessen (Grüne) in der Debatte. Vom Stromabsatz würden sowohl die Stadtwerke profitieren als auch die Reeder: Schließlich koste der Strom vom Kai 13 Cent, die Produktion über die Borddiesel dagegen 18 Cent. 

Der Weg zum Strom vom Kai ist allerdings noch problematisch: Denn für die Energie aus der Steckdose bedarf es eines globalen Einheitssteckers, den es zurzeit noch nicht gibt. Europaminister Uwe Döring (SPD) zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich dieser Zustand schnell ändern könnte: In Lübeck sei bereits eine gute Lösung für dieses technische Problem entwickelt worden. Es wäre gut, wenn "diese schleswig-holsteinische Lösung zur Norm" werden würde.

Hintergrund der Debatte: Durch das in den Hilfsdieseln der Schiffe verfeuerte Schweröl entstehen nach Angaben der Lübecker Stadtwerke beispielsweise allein in Travemünde 90 Prozent der Schwefeldioxid-Belastung und 60 Prozent des Feinstaubs. Auch nach Meinung anderer Experten würden mit Anschlüssen von Land aus bis zu 60 Prozent der in den Häfen anfallenden Schiffsemissionen gemindert. Lübeck engagiert sich deshalb, gemeinsam mit anderen Ostseeanrainern, im Projekt "New Hansa" gegen die Verschmutzung.

Der Antrag der Grünen, der neben der Bundesratsinitiative unter anderem die Prüfung der Emissionssituation in den Häfen und den Aufbau wirtschaftlicher Anreizsysteme vorsieht, wurde zur Beratung an den Wirtschaftsausschuss, den Europaausschuss sowie an den Umwelt- und Agrarausschuss überwiesen.

Weitere Hauptredner: Manfred Ritzek (CDU), Hans Müller (SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
  Die Grünen fordern Landstromanschlüsse für Schiffe, die im Hafen liegen. Dadurch soll der umweltbelastende Betrieb von Dieselaggregaten an Bord vermieden werden. Die Landesregierung soll sich in Berlin für eine entsprechende Regelung einsetzen. Die Grünen beziehen sich bei ihrem Vorstoß auf eine Empfehlung der EU vom Mai des Jahres.
  Durch das in den Hilfsdieseln verfeuerte Schweröl entstehen beispielsweise in Travemünde nach Angaben der Lübecker Stadtwerke 90 Prozent des Schwefeldioxids und 60 Prozent des Feinstaubs. Mit dem Landanschluss würden nach Expertenmeinung 40 bis 60 Prozent der in den Häfen anfallenden Schiffsemissionen gemindert. Lübeck engagiert sich deshalb, gemeinsam mit anderen Ostseeanrainern, im Projekt New Hansa gegen die Verschmutzung.

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