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Umsetzung der Resolution der 16. Ostsee-
Parlamentarierkonferenz (BSPC) in Berlin
Bekanntmachung des Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages - Drucksache 16/1590
Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Abgeordneten des SSW
Drucksache:16/1637neu 
-Plenarprotokoll-

Landtag fordert 
"Task Force Meerespolitik"

Landesregierung soll Resolution der Ostseeparlamentarierkonferenz umsetzen

Kiel (SHL/21.11.) Die Landesregierung wird sich im Ostseerat für die Gründung einer "Task Force Meerespolitik" einsetzen. Dies hat Europaminister Uwe Döring (SPD) deutlich gemacht. Döring reagierte damit auf einen parteiübergreifenden Vorstoß, der die Umsetzung der Resolution der 16. Ostseeparlamentarierkonferenz vom August dieses Jahres einfordert. Als weitere Maßnahmen mahnten die Landtagsparteien in ihrem gemeinsamen Antrag unter anderem den Einsatz von Lotsen in Gefahrengebieten der Ostsee an sowie die Bereitstellung von Land-Stromanschlüssen für im Hafen liegende Schiffe. Auch in diesen Punkten signalisierte der Minister die Unterstützung der Landesregierung.

In der Debatte wies Döring auf die Bedeutung des von der EU unabhängigen Ostseerates hin. Dies habe insbesondere die Forderung nach einer "Task Force Meerespolitik" gezeigt. So hätte Russland diesem Vorhaben bislang nicht zugestimmt, weil es fürchte von der EU instrumentalisiert zu werden. Wer frage, "wozu wir das Gremium brauchen", der übersehe, dass "wir auf nicht EU-Partner wie Russland und Norwegen" verzichten können, so Döring. Um Russland doch noch umzustimmen, will die Landesregierung deshalb das Gespräch mit dem russischen Botschafter suchen und deutlich machen, dass eine gemeinsame Ostseepolitik auch im Interesse der Russischen Förderation liegt.

Hauptredner: Manfred Ritzek (CDU), Astrid Höfs (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
  In einem gemeinsamen Antrag begrüßen alle Fraktionen die Ergebnisse der 16. Ostseeparlamentarierkonferenz, die Ende August in Berlin getagt hat. Und: Die Abgeordneten fordern die Landesregierung auf, sich für den Einsatz von Lotsen an Gefahrstellen der Ostsee stark zu machen sowie die Bereitstellung von Land-Stromanschlüssen für im Hafen liegende Schiffe voranzutreiben. Zudem soll der Ostseerat eine "Task Force Meerespolitik" einrichten.
  Die gut 200 Teilnehmer der Parlamentarierkonferenz hatten sich in einer in allseitigem Konsens verabschiedeten Resolution darauf verständigt, den Ostseeraum zu einer europaweit vorbildlichen Modellregion in den Bereichen maritime Sicherheit und erneuerbare Energien zu entwickeln. Das wesentliche umweltpolitische Ziel eines von den Abgeordneten geforderten Ostsee-Aktionsplanes ist es, die ökologische Sanierung der Ostsee voranzubringen. Dabei geht es darum, die Einleitung von Schadstoffen zu beenden, alte Schadstoffe aus dem Meer zu entfernen und bestehende Lebensräume zu schützen. Der Aktionsplan soll im November bei einem Ministertreffen in Warschau beschlossen werden – mit dem Ziel, ihn bis 2017 umzusetzen.
  Weiterhin sprachen sich die Ostseeparlamentarier dafür aus, Erschwernisse für die Arbeitsmarktmobilität zu beseitigen – etwa durch die Einrichtung von Informationszentren zu Sozialversicherungsfragen an stark genutzten Grenzübergängen. Ein ähnliches Zentrum gibt es bereits an der deutsch-dänischen Grenze.

Stichwort: BSPC / Ostseerat
  Die Ostseeparlamentarierkonferenz (oder "Baltic Sea Parliamentary Conference" / BSPC) gibt es seit 1991. Ihr gehören Vertreter aus den Ostseeanrainerstaaten sowie aus Norwegen und Island an. Auf deutscher Seite nehmen Delegierte der Landtage Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns, der Bremischen Bürgerschaft, der Hamburgischen Bürgerschaft und des Bundestages teil. Die BSPC, die sich einmal jährlich zur Vollversammlung trifft, bemüht sich um eine Stärkung der gemeinsamen Identität des Ostseeraumes durch eine enge Zusammenarbeit zwischen nationalen und regionalen Parlamenten. Sie will politische Aktivitäten in der Region initiieren und die regionale Zusammenarbeit insbesondere mit dem Ostseerat vorantreiben. Die Parlamentarierkonferenz soll ferner ein Forum für Diskussionen und für den Informationsaustausch zwischen den Parlamenten und anderen Organisationen auf internationaler und interregionaler Ebene in der Region sei.
  Im 1992 gegründeten Ostseerat arbeiten alle Ostseeanrainer sowie Norwegen, Island und die Europäische Kommission zusammen. Das Sekretariat ist in Stockholm, Direktorin ist zurzeit die ehemalige Landtagsvizepräsidentin Gabriele Kötschau.

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1. Lesung:
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F i n a n z e nt

Bericht:
Haushaltsrechnung 2005
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k o o p e r a t i o n

Antrag:
Ostseeparlamentarier- Konferenz