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Top 30: Weiterbildungskonzept des Landes Schleswig-Holstein Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs. 16/1710 |
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Weiterbildung:
Kiel (SHL/22.11.) Angesichts der demografischen Entwicklung und aus Furcht vor einem Mangel an Fachkräften setzt die Landesregierung verstärkt auf den Ausbau von Weiterbildungsangeboten. Schleswig-Holstein werde bis 2013 insgesamt 24 Millionen Euro aus Landesmitteln für diesen Zweck bereitstellen, kündigte Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) in einem von CDU und SPD beantragten Bericht an. Als Beispiele nannte er einen kürzlich überreichten 6,1-Millionen-Förderscheck für die zwölf Weiterbildungsverbünde im Lande und das Angebot an Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen, ihre Seminarkosten mit bis zu 100 Prozent aus Landesmitteln zu bezuschussen. Die Opposition reagierte dennoch mit Skepsis: Das Land, aber auch die Betriebe und die Bundesagentur für Arbeit müssten ihre Anstrengungen deutlich verbessern, forderten FDP, Grüne und SSW. Sylvia Eisenberg (CDU) und Jutta Schümann (SPD) betonten die Bedeutung dieser "vierten Säule des Bildungssystems". Sie stellten klar, die Angebote lägen in "beiderseitigem Interesse" von Arbeitnehmern und Arbeitgebern – die Offerten müssten aber auch von diesen angenommen werden. Ekkehard Klug (FDP) forderte eine bessere Finanzausstattung der Volkshochschulen, damit mehr Bewerber aufgenommen werden können, die ihren Realschulabschluss nachmachen wollen. Für die Grünen zitierte Angelika Birk (Grüne) eine Studie, demnach 79 Prozent der Schleswig-Holsteiner sich weiterbilden, davon allerdings 55 Prozent durch eigenständiges Lernen. Sie appellierte an die Wirtschaft, hier "die Entwicklung nicht zu verschlafen". Und Anke Spoorendonk (SSW) mahnte Betriebe, weiterbildungswillige Mitarbeiter nicht als "Störfaktor" zu empfinden. Der Bildungsausschuss und der Wirtschaftsausschuss beraten weiter. |
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