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Auf dieser Seite: Nationalpark Wattenmeer

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Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
soll Weltnaturerbe der UNESCO werden.
Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, B´90/Die Grünen und der Abgeordneten des SSW 
Änderungsantrag der FDP - Drs. 16/1719
Drucksache: 16/1718
-Plenarprotokoll-

Schlick ist chic – 
Wird Watt Welterbe?

Kiel (SHL/21.11.) Im Januar 2008 soll die Bewerbung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe bei der UNESCO eingereicht werden. Nach Niedersachsen, Hamburg, dem Bund sowie den Niederlanden hat nun auch Schleswig-Holstein Grünes Licht für diese angestrebte Auszeichnung gegeben. Damit hat die Landespolitik nach 16 Jahren zäher Verhandlungen diesen Diskussionsprozess abgeschlossen. Ein entsprechender Antrag von CDU, SPD, Grünen und SSW wurde im Landtag einstimmig verabschiedet. Die FDP ergänzte ihre Zustimmung allerdings mit der Forderung, die Aufwertung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer dürfe nur im Einvernehmen mit der Westküsten-Bevölkerung vonstatten gehen und nicht die wirtschaftliche und touristische Nutzung des Gebiets beeinträchtigen.

Diesen Bedenken traten die anderen Fraktionen entgegen: Der Status Weltnaturerbe bringe keine wirtschaftlichen Einschränkungen mit sich, die über bereits bestehende Regelungen im Nationalparkgesetz, im Trilateralen Wattenmeerplan, im Landesnaturschutz- sowie im Landeswassergesetz hinaus reichten. Wegen entsprechender Befürchtungen hatte es an der Nordseeküste zunächst Widerstände gegeben. Inzwischen haben aber die Kreistage von Dithmarschen und Nordfriesland zugestimmt. Alle Redner im Plenum äußerten die Hoffnung, dass Dänemark sich dem Projekt ebenfalls anschließt.

Landesregierung und Landtag versprechen sich von der Beförderung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zum Weltnaturerbe internationale Anerkennung sowie touristische und ökonomische Vorteile. Es sei zu erwarten, dass dieser "Ruck für die Region" neue Arbeitsplätze mit sich bringe. Das Watt sei eine einzigartige Landschaft mit einmaliger Tier- und Pflanzenwelt. Im Plenum war man sich einig, das Wattenmeer stehe auf einer Ebene mit der Serengeti und dem Grand Canyon, und die Anerkennung als Weltkulturerbe markiere "ein Stück Geschichte unseres Landes Schleswig-Holstein".

Insgesamt soll eine Fläche von 10.000 Quadratkilometern an die UN-Kulturorganisation in Paris gemeldet werden. Davon entfallen 7.300 Quadratkilometer auf das deutsche Wattenmeer. Hiervon gehört wiederum der Löwenanteil von 4.400 Quadratkilometern zu Schleswig-Holstein. Davon sind 98 Prozent Wasserfläche.

Nachdem der FDP-Änderungsantrag keine Zustimmung gefunden hatte, stimmte der Landtag geschlossen für den interfraktionellen Antrag.

Hauptredner: Axel Bernstein (CDU), Detlef Buder (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Lars Harms (SSW), Umweltminister Christian von Boetticher (CDU)

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Hintergrund:
  Der Umwelt- und Agrarausschuss wollte dem Plenum empfehlen, die Initiative der Landesregierung zur Einstufung des Wattenmeers als UNESCO-Weltnaturerbe zu unterstützen. Ein entsprechendes Papier lag dem Plenum allerdings zu Beginn der Tagung nicht vor, so dass kurzfristig ein neuer Antrag von CDU, SPD, Grünen und SSW zum Thema eingebracht wurde.
  Der Antrag auf Anerkennung wird von der Bundesrepublik Deutschland, den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sowie den Niederlanden eingereicht. Niedersachsen und Hamburg haben bereits vor längerem entsprechende Voten abgegeben. Dänemark beteiligt sich nicht. Die Landesregierung verspricht sich von dieser Auszeichnung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer internationale Anerkennung sowie touristische und ökonomischen Vorteile.
  Nach Aussage des Umweltministeriums bringt der Status als Weltnaturerbe keine wirtschaftlichen Einschränkungen mit sich, die über bereits bestehende Regelungen im Nationalparkgesetz, im Trilateralen Wattenmeerplan, im Landesnaturschutz- sowie im Landeswassergesetz hinaus reichen. Wegen entsprechender Befürchtungen hatte es an der Westküste Schleswig-Holsteins zunächst Widerstände gegeben. Inzwischen haben aber die Kreistage von Dithmarschen und Nordfriesland zugestimmt.
  Damit wird eine Gesamtfläche von 10.000 Quadratkilometern erfasst, von denen 7.300 auf das deutsche Wattenmeer entfallen. Der schleswig-holsteinische Anteil beträgt 4.400 Quadratkilometer, davon sind 98 Prozent Wasserfläche.
  Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, einer von 14 deutschen Nationalparks, wurde 1985 gegründet und ist das größte Gebiet dieser Art in Mitteleuropa. Der Park beherbergt rund 3.200 Tierarten, darunter 250, die nur in den Salzwiesen des Wattenmeeres vorkommen. Das Watt ist Drehscheibe für jährlich über zwei Millionen Zugvögel. Etwa 100.000 Paare brüten hier jedes Jahr. Das Gebiet ist zudem die "Kinderstube" für Schollen, Heringe und Seezungen sowie Heimat von Seehunden, Kegelrobben und Schweinswalen.

mehr Informationen: plenum-online, Januar 2006

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1. Lesung:
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Haushaltsrechnung 2005
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k o o p e r a t i o n

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