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Seite: Dänisch
lernen
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Top 42:
Dänisch
Lernen im Landesteil Schleswig
Landtagsbeschluss vom 12. Juli 2007 – Drucksache
16/1509
Federführend
ist das Ministerium für Bildung und Frauen |
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Schleswig-Holsteiner
lernen
verstärkt Dänisch
Sprachkurse an
Volkshochschulen immer gefragter
Kiel (SHL/22.11.)
Dänisch-Unterricht steht in Schleswig-Holstein derzeit hoch
im Kurs. An den Volkshochschulen sind die Sprachkurse ein echter
Renner, und auch an den Realschulen des Landes entscheiden sich
immer mehr Schüler dafür, die Sprache des nördlichen Nachbarn
zu lernen. So lautet das Fazit eines von Bildungsministerin Ute
Erdsiek-Rave (SPD) vorgelegten Berichts zum Thema. Hintergrund
dieses allgemeinen Trends – so die Ministerin – sei in erster
Linie die "Anziehungskraft des grenzüberschreitenden
Arbeitsmarktes". Erdsiek-Rave forderte deshalb, dass
"das Land diese Impulse aufnehmen und durch verbesserte
Strukturen und Rahmenbedingungen verstetigen" sollte. Sie
nahm aber nicht nur auf den wirtschaftlichen Nutzen Bezug:
Grundsätzlich eröffne jeder Sprachkurs die "Tür für ein
besseres Verständnis für die Kultur und Geschichte eines
Landes".
Die Landtagsabgeordneten zeigten sich erfreut
über die aktuelle Entwicklung. Allerdings vermisste die Opposition von
Seiten der Landesregierung konkrete Fördermaßnahmen
für den Dänisch-Unterricht und kritisierte insbesondere lange
Wartezeiten für angehende Referendare für dieses Schulfach.
Laut dem Regierungsbericht bieten 71 Schulen in
der Stadt Flensburg sowie in den Kreisen Schleswig-Flensburg,
Nordfriesland und Rendsburg-Eckernförde Dänisch-Unterricht an.
Im Schuljahr 2006/2007 haben insgesamt 4.289 Schüler
teilgenommen. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2003/2004 waren es rund
3.800. Die Zahl der Lehramtsstudenten für das Fach Dänisch hat
sich im Zeitraum der letzten zehn Jahre verdoppelt auf 257 im
Wintersemester 2006/2007. Auch die Zahl der Studenten des Faches
Nordische Philologie an der Uni Kiel, wo die Studenten eine
skandinavische Sprache erlernen, ist stetig ansteigend. Die
Volkshochschulen im Lande haben 2005 in 438 Dänischkursen 4.604
Interessierte unterrichtet. Damit ist Dänisch nach Englisch,
Spanisch und Französisch die viert-beliebteste Sprache. Das geht
aus dem Sprachencharta-Bericht hervor.
Der von CDU und SPD beantragte Bericht wurde zur Beratung
an den Bildungsausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Frauke Tengler (CDU), Ingrid Franzen
(SPD), Ekkehard Klug (FDP), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk
(SSW)
Hintergrund:
Der Landtag debattiert einen Regierungsbericht
über "Stand und Perspektiven des Dänisch-Lernens im
Landesteil Schleswig", den CDU und SPD im Juli
beantragt hatten. Das Thema war vom SSW auf die
Tagesordnung gesetzt worden, der ursprünglich einen
"Aktionsplan" zur Förderung des
Dänisch-Unterrichts gefordert hatte – hierfür im
Plenum aber keine Mehrheit fand.
KiTas: Laut dem Bericht aus dem Bildungsministerium
erhalten zurzeit etwa 540 Kinder an sieben Kindergärten
im Lande Dänisch-Unterricht. Das Angebot reicht laut dem
im Juni vorgestellten Sprachencharta-Bericht der
Landesregierung von einer halben Stunde pro Woche bis zur
ganztägigen Sprachförderung.
Schulen: An einigen Grundschulen im Norden
des Landes kann die Nachbarsprache in den Klassen drei und
vier gelernt werden. Realschulen bieten Dänisch als
zweite Fremdsprache ab der siebten Klasse an; an
Gesamtschulen kann die Sprache ab Klasse 7, 9 oder 11
gelernt werden. Gymnasien vermitteln Dänisch als dritte
Fremdsprache ab der neunten Klasse oder ab Klasse 11.
Laut dem Regierungsbericht bieten 71 Schulen in der
Stadt Flensburg sowie in den Kreisen Schleswig-Flensburg,
Nordfriesland und Rendsburg-Eckernförde
Dänisch-Unterricht an. Im Schuljahr 2006/2007 haben
insgesamt 4.289 Schüler teilgenommen – eine Steigerung
gegenüber dem Schuljahr 2003/2004 (3.823 Schüler). Das
Bildungsministerium erklärt den deutlichen Zuwachs an
Dänisch-Schülern an den Realschulen dadurch, dass
Dänisch wegen der guten Berufsperspektiven nördlich der
Grenze "im Trend" liegt. Demgegenüber halten
die Gymnasien vielfach an Französisch und Latein als
zweiter und dritter Fremdsprache fest. "Diese
Grundsituation wird sich wegen der globalen Bedeutung
dieser Sprachen nicht ändern, jedenfalls nicht zugunsten
des Dänischen", heißt es in dem Regierungsbericht.
Das Ministerium schlägt deswegen vor, Dänisch verstärkt
als Arbeitsgemeinschaft an den Gymnasien anzubieten.
Hochschulen: Die Lehrer-Ausbildung erfolgt
an den Universitäten Kiel (für Gymnasien und bis zum
Wintersemester 2007/08 für Realschulen) und Flensburg
(für Grund-, Haupt- und Sonderschulen sowie ab diesem
Wintersemester auch für Realschulen). Die Zahl der
Lehramtsstudenten für das Fach Dänisch lag im
Wintersemester 2006/2007 bei 257. Das bedeutet mehr als
eine Verdoppelung gegenüber der Situation zehn Jahre
zuvor (112). Auch die Zahl der Studenten des Faches
Nordische Philologie an der Uni Kiel, wo die Studenten
eine skandinavische Sprache erlernen, ist gestiegen: von
137 im Wintersemester 1999/2000 auf 219 im Wintersemester
2006/2007. Auch die Dänisch-Sprachkurse für Hörer aller
Fakultäten verzeichnen dem Bericht zufolge einen „stetigen
Zuwachs".
Volkshochschulen: Die Volkshochschulen (VHS)
im Lande haben 2005 in 438 Dänischkursen 4.604
Interessierte unterrichtet. Damit ist Dänisch nach
Englisch, Spanisch und Französisch die viert beliebteste
Sprache. Das geht aus dem Sprachencharta-Bericht hervor.
An den VHS im Norden des Landes ist die Zahl der
Dänisch-Kurse und der Teilnehmer in den vergangenen
Jahren dem aktuellen Regierungsbericht zufolge
angestiegen: So im Kreis Nordfriesland von 15 Kursen und
186 Teilnehmern im Jahr 1996 auf 35 Kurse mit 374
Teilnehmern im Vorjahr (2006). Ähnliche Zahlen vermelden
der Kreis Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg: Gab
es 1996 noch 63 Kurse mit 753 Teilnehmern, so waren es
2006 insgesamt 117 Kurse mit 1.468 Teilnehmern. Die
Landesregierung stellt fest, "dass die große
Nachfrage nach Dänischunterricht stellenweise nicht
ausreichend befriedigt werden konnte, weil es an
Lehrkräften mangelt".
mehr Informationen: plenum-online,
Juli
2007
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