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Auf dieser Seite: Grundsätze zur Entwicklung des Landes

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Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über Grundsätze zur Entwicklung des Landes (Landesentwicklungs-Grundsätzegesetz)
Gesetzentwurf der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne starten neuen Vorstoß
gegen Kohlekraftwerke

Kiel (SHL/13.11.) Die Grünen haben sich erneut gegen den Bau von Kohlekraftwerken und für die Förderung der Windkraft ausgesprochen. Ansatzpunkt des Vorstoßes ist das sogenannte Landesentwicklungs- Grundsätzegesetz – hierin will die Oppositionsfraktion die Verringerung des Kohle-Anteils als Ziel der Raumplanung festschreiben. Zwar stieß das Vorhaben bei SPD und SSW auf Sympathie. Es gebe aber noch viele offene Fragen, hieß es bei den anderen Fraktionen. Die sollen nun im Innen- und Rechtsausschuss im Rahmen der bereits laufenden Debatte über den Landesentwicklungsplan geklärt werden.

In Schleswig-Holstein sind zurzeit vier neue Kohlekraftwerke in Planung: drei 800-Megawatt-Blocks in Brunsbüttel sowie eine Anlage in Kiel, die 1 Gigawatt Leistung bringen soll, für die derzeit aber ein Planungsstopp läuft. Mit dem Ausbau von Kohlekraftwerken seien die Klimaschutzziele der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, aber nicht zu erreichen, argumentierte Detlef Matthiessen (Grüne).

Kohle dürfe deswegen nur mit einer „hocheffizienten" Kraft-Wärme-Kopplung verwendet werden, so Matthiessen weiter. Hierbei wird ein Teil des in einem Kraftwerk entstehenden Dampfes für Heizzwecke ausgekoppelt, was den Ausstoß von Abwärme in die Atmosphäre verringert. Eine so weitreichende Vorgabe müsse in ein Gesamtkonzept zur Landesentwicklung und zur Energieversorgung eingearbeitet werden, plädierten alle anderen Redner gegen „Schnellschüsse" und für eine sachliche Grundsatzdiskussion zu dieser Frage.

Weitere Redner: Werner Kalinka (CDU), Regina Poersch (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Lars Harms (SSW), Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave in Vertretung von Innenminister Lothar Hay (beide SPD)

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Hintergrund:
Die Grünen wollen ökologische Prinzipien in der Landesentwicklung und der Raumplanung festschreiben. Sie stehen insbesondere dem Bau von Kohlekraftwerken kritisch gegenüber. „Mit Kohle gefeuerte Kraftwerke sollen nur in hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden", heißt es in dem Grünen-Entwurf zur Änderung des Landesentwicklungsgrundsätze-Gesetzes. Zudem betonen die Grünen weitere Punkte, die bereits in dem Gesetz aus dem Jahr 1995 verankert sind: Energieeinsparung, den Ausbau der Windenergie und, wenn möglich, den Verzicht auf oberirdische Stromleitungen.

Die Grünen haben sich zuletzt im April gegen den geplanten Bau von neuen Kohlekraftwerken in Schleswig-Holstein ausgesprochen. Die in Tübingen ansässige Südweststrom (SWS) will in Brunsbüttel, gemeinsam mit einem spanischen Investor, ein 800-Megawatt-Werk bauen. Der erste Block soll 2012 in Betrieb gehen. Die SWS erwägt zudem, später einen zweiten Kraftwerksblock mit ebenfalls 800 Megawatt (MW) zu errichten. Neben diesem Kraftwerk sind in Schleswig-Holstein zwei weitere Kohle-Anlagen in Planung: Ebenfalls in Brunsbüttel will der Energiekonzern Electrabel bis 2010 ein 800-MW-Kraftwerk ans Netz bringen, und in Kiel streben die Stadtwerke den Ausbau des Gemeinschaftskraftwerks auf dem Ostufer auf eine Leistung von 800 Megawatt bis 2015 an. Die Ratsfraktionen von SPD und Grünen haben sich in ihrem Kooperationsvertrag jedoch dagegen ausgesprochen.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird ein Teil des entstehenden Dampfes in einem Kraftwerk für Heizzwecke ausgekoppelt. Dadurch sinkt der Wirkungsgrad der Stromgewinnung, der Gesamtnutzungsgrad steigt aber an, und der Ausstoß von Abwärme in die Atmosphäre wird verringert.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Regierungserklärung zur
Finanzmarktkrise

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Gratulation zum Orden
"Goldener Greif"

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Landesentwicklungs-
Grundsätzegesetz
Beamtenrecht
Landesverwaltungsgesetz / Kirchenaustrittsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Küstenwache
Flughafenausschuss HH
(ohne Aussprache)
Berichte:
Integrationskonzept
Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Kirchensteuergesetz
(ohne Aussprache)
Nordwestdt. Klassenlotterie
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Grunderwerbssteuer
Regierungserklärung / Anträge:
Finanzmarktkrise
Berichte:
Einkommens- und
Vermögensentwicklung
Gewerbesteuer / Windkraft
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:
Freie Schulen / Bezuschussung 
Rundfunkänderungs-
Staatsvertrag

(ohne Aussprache)
Wahl:
Stiftungsrat Kulturstiftung
(ohne Aussprache)
Anträge:
Hochbegabtenförderung
"Bildungsgipfel"
Berichte:
Meeresforschungsinstitut
KiTa-Gebühren
Annerkennung von Auslandsabschlüssen
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:
Behindertenbeauftragter
1. Lesungen:
Pflegegesetzbuch
Bestattungsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
AKW / Terrorschutz
AKWs Krümmel u. Brunsbüttel / Vattenfall
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Bericht:
Tourismuswirtschaft

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Moorschutzprogramm

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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