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Moorschutzprogramm
ausweiten
Kiel (SHL/13.11.)
Das Plenum hat einen Antrag von CDU und SPD zum Moorschutzprogramm
für Schleswig-Holstein unterstützt. Die Koalition regt die Ausweitung des
2002 aufgelegten Niedermoorprogramms des Landes auf Hochmoore an.
Dabei soll zunächst eine Bestandsaufnahme erfolgen. Ziel der
Antragsteller ist es, die biologische Vielfalt in den sensiblen
Ökosystemen zu erhalten. Zu dem Tagesordnungspunkt gab es keine
Aussprache.
Hintergrund:
CDU und SPD regen die Ausweitung des 2002 aufgelegten
Niedermoorprogramms des Landes an. Es soll um die
Renaturierung von Hochmooren ergänzt werden. Moore
hätten eine große Bedeutung für Biodiversität,
Wasserspeicherung und als Nährstofffilter, heißt es zur
Begründung. Zudem spielten sie eine wichtige Rolle beim
Klimaschutz, weil sie Kohlenstoff binden.
Ökologen
verweisen darauf, dass Moore durchschnittlich 1.375 Tonnen
Kohlenstoff pro Hektar speichern könnten. Das sei mehr als
viermal soviel wie die Grünpflanzen in Wäldern. Nur etwa
drei Prozent der Erde seien mit Mooren bedeckt – dort
würden aber 20 Prozent des Kohlendioxid gespeichert.
Im Rahmen des
schleswig-holsteinischen Niedermoorprogramms können sich
die Eigentümer von Moorflächen auf freiwilliger Basis
zusammenschließen, um die Moore wieder zu vernässen.
Träger der Projekte sind in der Regel die kommunalen
Wasser- und Bodenverbände. Durch dieses Programm, einem
Baustein der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, könnten
nach Angaben der Landesregierung etwa 32.000 Hektar im Lande
reaktiviert werden.
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