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Auf dieser Seite: Bildungsgipfel

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Top 21
Dem Bildungsgipfel müssen Taten folgen

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
   Aufruf gemeinsam mit:
Top 23
Bericht zum "Bildungsgipfel"

Antrag der Fraktion der FDP

Drs.: 16/2294


Nur Union mit dem 
Bildungsgipfel zufrieden

Kiel (SHL/13.11.) Der Bildungsgipfel Ende Oktober in Dresden hat im Landtag nur bei der CDU gute Noten erhalten. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) nannte die beim Treffen der 16 Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffene Vereinbarung, bis zum Jahr 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung auszugeben, ein „ehrgeiziges Ziel". Derzeit werden für Bildung 6,2 und für Forschung 2,7 Prozent ausgegeben. „Das Signal des Bildungsgipfels ist gut", sagte Carstensen in einem von der FDP geforderten Bericht über das Treffen. Redner von SPD und der Opposition, zeigten sich dagegen von den Ergebnissen des wegen fehlender konkreter Vereinbarungen und Finanzierungszusagen vielfach kritisierten Bildungsgipfels enttäuscht; Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) reagierte verhalten.

„Den hohen Erwartungen ist der Gipfel nicht gerecht geworden, aber das war nach dem großen Medienrummel wohl auch nicht anders möglich", sagte Erdsiek-Rave. „Noch besteht aber die Chance, daraus einen großen gemeinsamen Kraftakt von Bund und Ländern für mehr Bildung zu machen".

„Enttäuscht", dass in Dresden „so wenig verbindlich verabredet wurde", zeigte sich Jürgen Weber (SPD). Das Meiste, was auf dem Gipfel behandelt wurde, sei nicht neu, wichtige Ziele seien nur als Appell formuliert worden, bedauerte der Hochschulexperte der SPD. „Insgesamt enthält das Abschlusspapier in weiten Teilen eine Sammlung vager Zielformulierungen, politischer Absichtserklärungen und abermals vertagte Entscheidungen", pflichtete Lars Harms (SSW) bei.

Grüne beklagen Show-Veranstaltung / FDP wartet
auf
schwarz-rote Kinderüberraschung

Angelika Birk von den Grünen nannte den Gipfel „reine Show". Die Erwartungen zur Stärkung des Bildungssystems in Deutschland seien nicht erfüllt worden. Ein Antrag der Grünen, der eine Beteiligung des Bundes an den Kosten für Sozialpädagogen an Schulen, an der Einrichtung von Ganztagsschulen und am Schul-Mittagessen sowie eine bessere Finanzausstattung der Hochschulen forderte, wurde von der Koalition abgelehnt. FDP und SSW enthielten sich.

Ekkehard Klug (FDP) rechnete vor, das sich für Schleswig-Holstein aus den Vorgaben von Dresden von 2015 an jährlich ein Fehlbetrag von etwas mehr als zwei Milliarden Euro ergebe. Er nahm auch die Bund-Länder-Strategiegruppe ins Visier. Sie soll bis Oktober 2009 Vorschläge erarbeiten, zu welchen Anteilen Bund und Länder die angekündigte Steigerung der Ausgaben für Bildung sowie für Forschung und Entwicklung tragen könnten. „Das ist dann wohl die schwarz-rote Kinderüberraschung, das Überraschungs-Ei, das nicht zu Ostern, sondern erst an Halloween versteckt wird", so Klug.

„Wer erwartet hat, dass auf dem Gipfel Milliarden an Euros mit dem Füllhorn verteilt werden, ist naiv", meinte dagegen Susanne Herold (CDU). Der Gipfel habe dazu geführt, dass das Thema Bildung in ganz Deutschland diskutiert wird. „Und das ist gut so, denn der Stellenwert dieses Themas kann gar nicht hoch genug eingestuft werden", so Herold.

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Hintergrund:
Auf Antrag von FDP und Grünen nimmt die Landesregierung zu den Ergebnissen des sogenannten Bildungsgipfels Ende Oktober in Dresden Stellung. Die Oppositionsfraktionen werfen die Frage auf, wie das Land die geplante Steigerung der Bildungs- und Forschungsausgaben im Landeshaushalt finanzieren will und welche inhaltlichen Schwerpunkte in Schleswig-Holstein vorgesehen sind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hatten sich in Dresden darauf verständigt, dass die Ausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht werden sollen – sieben Prozent soll auf Bildung- und drei Prozent auf Forschungseinrichtungen entfallen. Derzeit werden für Bildung 6,2 und für Forschung 2,7 Prozent ausgegeben. Umstritten ist, welchen Anteil davon der Bund und welchen Betrag die Länder übernehmen sollen.

Die Grünen fordern zudem den Bund auf, sich an den Kosten für Sozialpädagogen an Schulen, an der Einrichtung von Ganztagsschulen und am gesunden Schul-Mittagessen zu beteiligen. Auch die Hochschulen wollen die Grünen finanziell besser ausstatten. Die Mittel hierfür sollen unter anderem durch die Umwandlung des Solidaritätszuschlags in eine Bildungsabgabe oder durch die Wiedereinführung der Vermögenssteuer aufgebracht werden.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Regierungserklärung zur
Finanzmarktkrise

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Gratulation zum Orden
"Goldener Greif"

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Landesentwicklungs-
Grundsätzegesetz
Beamtenrecht
Landesverwaltungsgesetz / Kirchenaustrittsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Küstenwache
Flughafenausschuss HH
(ohne Aussprache)
Berichte:
Integrationskonzept
Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Kirchensteuergesetz
(ohne Aussprache)
Nordwestdt. Klassenlotterie
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Grunderwerbssteuer
Regierungserklärung / Anträge:
Finanzmarktkrise
Berichte:
Einkommens- und
Vermögensentwicklung
Gewerbesteuer / Windkraft
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:
Freie Schulen / Bezuschussung 
Rundfunkänderungs-
Staatsvertrag

(ohne Aussprache)
Wahl:
Stiftungsrat Kulturstiftung
(ohne Aussprache)
Anträge:
Hochbegabtenförderung
"Bildungsgipfel"
Berichte:
Meeresforschungsinstitut
KiTa-Gebühren
Annerkennung von Auslandsabschlüssen
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:
Behindertenbeauftragter
1. Lesungen:
Pflegegesetzbuch
Bestattungsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
AKW / Terrorschutz
AKWs Krümmel u. Brunsbüttel / Vattenfall
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Bericht:
Tourismuswirtschaft

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Moorschutzprogramm

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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