Das Land
konzentriert sich bei seiner Tourismus-Förderung nach
Aussagen des Wirtschaftsministeriums auf die drei „ökonomisch
attraktivsten Zielgruppen": Familien mit kleinen
Kindern, ältere Gäste ( so genannte "Best-Ager")
und anspruchsvolle Genießer. Das Ministerium spricht sich
dafür aus, „dass die touristische Infrastruktur künftig
noch stärker auf die Zielgruppen ausgerichtet werden
muss". Zum Bereich der Infrastruktur zählen
Promenaden, Radwege, Erlebnis- und Gesundheitsbäder oder
Seebrücken.
Derzeit
laufen verschiedene Förder-Programme für die
Tourismuswirtschaft. So steht Geld aus dem
Zukunftsprogramm Wirtschaft und aus dem
Schleswig-Holstein-Fonds zur Verfügung. Das Gesamtvolumen
beläuft sich in den laufenden Förderperioden auf 173
Millionen Euro. Hiervon stammen 147 Millionen von der EU
und knapp 24 Millionen aus Landesmitteln.
Schleswig-Holstein auf Rang Drei
Im
abgelaufenen Sommer 2008 konnte Schleswig-Holstein seinen
Marktanteil im Bundesländervergleich von 15,9 auf 16,4
Prozent steigern und liegt damit auf Rang drei. An der
Spitze rangiert Bayern (21,7 Prozent) vor
Mecklenburg-Vorpommern (19,5 Prozent). Das besagen die
Zahlen des Europäischen Tourismus-Instituts in Trier.
Allerdings
hat das schlechte August-Wetter die Saison-Bilanz der
Tourismusbranche eingetrübt. In dem Ferienmonat
verbuchten die Unterkünfte ab neun Betten (ohne Camping)
mit gut 3,25 Millionen Übernachtungen ein Minus zum
Vorjahr von zwei Prozent, wie das Statistikamt mitteilte.
Die Gästezahl sank um 0,2 Prozent auf 626.000. Nur dank
des Camping-Booms stieg die Gesamtzahl um vier Prozent auf
793.000 und betrug der Rückgang bei allen Übernachtungen
nur 1,4 Prozent. Von Januar bis August gab es bei den
Gästen ein Plus um 5,3 Prozent auf 4,1 Millionen, bei
Übernachtungen um 2,1 Prozent auf 17,75 Millionen. Ohne
Camping wären die Zuwächse geringer gewesen, so die
Statistiker.
In
Schleswig-Holstein arbeiten nach Angaben der
Landesregierung 130.000 Menschen im Fremdenverkehr.