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Auf dieser
Seite: Regierungserklärung
/ Zhejiang
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Top 02
Regierungserklärung zur Entwicklung der
Partnerschaft des Landes Schleswig-Holstein
mit der chinesischen Provinz Zhejiang
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Partnerschaft
mit China ist „Glücksfall" für Schleswig-Holstein
Carstensen klammert auch das Thema Menschenrechte
nicht aus
Kiel (SHL/17.11.)
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU/Foto)
hat die Partnerschaft mit der chinesischen Provinz Zhejiang als „absoluten
Glücksfall" für Schleswig-Holstein bezeichnet. In einer
Regierungserklärung vor dem Landtag wies er auf die „gewaltigen
Potentiale" für die heimischen Unternehmen im Reich der Mitte
hin, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, maritime
Wirtschaft, Umweltschutz und Lebensmittelproduktion. Der
Ministerpräsident hatte die Partnerprovinz im Oktober eine Woche
lang mit einer 25-köpfigen Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft
und Politik bereist, um, wie er sagte, „praktische
Beziehungspflege" zu betreiben und als „Türöffner"
für die Nord-Wirtschaft aufzutreten.
Carstensen wies zudem darauf hin, dass die
Partnerschaft auch Investoren nach Schleswig-Holstein lockt. So will
ein chinesisches Textilunternehmen in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum
Lauenburg) für 50 Millionen Euro ein Handelszentrum errichten, wo
1.000 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Dennoch dürfe beim
Blick nach China „keineswegs alles in rosa" gesehen werden.
Kritisch blickte der Ministerpräsident auf die chinesische
Produktpiraterie und den aktuellen Währungsstreit, und er stellte
klar: „Menschenrechte sind universell und nicht
verhandelbar". Dies müsse man „unter Freunden" auch den
Chinesen immer wieder vermitteln.
Breites Lob für Engagement
des Ministerpräsidenten
Das Engagement des Regierungschefs für die
heimische Wirtschaft wie auch für Menschenrechte und
Meinungsfreiheit wurden im Landtag parteiübergreifend gelobt.
Lediglich die SSW-Fraktionsvorsitzende Anke Spoorendonk (SSW)
bemängelte das „Fehlen eines klaren Konzeptes zur Partnerschaft
zwischen Schleswig-Holstein und Zhejiang". Es gebe keine
aussagekräftigen Statistiken zum wirtschaftlichen Austausch, keine
transparenten Haushaltszahlen zu den Kosten der Partnerschaft und
keine Stabsstelle im Wirtschaftsministerium für diesen Bereich.
Die Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und der
50 Millionen Einwohner starken Provinz Zhejiang, die nahe der
Metropole Shanghai liegt, besteht seit 1986. Seit 1995 gibt es die
Schleswig-Holstein-Zhejiang-Förderkommission. 1996 wurde das
Schleswig-Holstein-Büro der Wirtschaftsförderung
Schleswig-Holstein (WTSH) in der Provinzhauptstadt Hangzhou
eröffnet. Das Büro dient als Kontaktstelle für chinesische und
schleswig-holsteinische Unternehmer. Fast alle
schleswig-holsteinischen Hochschulen haben Partnerschaften mit
Universitäten in Zhejiang. Zwischen der Hangzhou Middle School No.
2 und drei Gymnasien aus Glinde, Reinbek und Wentorf (Kreis
Stormarn) besteht eine Schulpartnerschaft.
Weitere Redner:
Markus Matthießen (CDU), Bernd Schröder (SPD), Christopher Vogt
(FDP), Robert Habeck (Grüne), Ellen Streitbörger (Linke)
Hintergrund:
Nach seiner China-Reise im Oktober zieht
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) nun vor
dem Landtag Bilanz. Im Zentrum seiner Regierungserklärung
steht die seit 1986 bestehende Partnerschaft
Schleswig-Holsteins mit der Provinz Zhejiang. Der
Ministerpräsident wurde auf dieser Reise von einer
25-köpfigen Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft und
Politik begleitet.
Carstensen
hatte die schleswig-holsteinischen Beziehungen zum Reich
der Mitte bereits während seiner Reise als „Erfolgsgeschichte"
bezeichnet. China sei inzwischen einer der größten
Wirtschaftspartner. Der Regierungschef hob die
Niederlassungen schleswig-holsteinischer Firmen in der
Provinz und die Kooperationen zwischen den Industrie- und
Handelskammern hervor. Zudem bestehe ein lebhafter
Austausch zwischen Schulen und Hochschulen.
Ein
weiteres Projekt wurde während Carstensens Besuch unter
Dach und Fach gebracht: Ein chinesisches Textilunternehmen
will in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein
Handelszentrum errichten. Dadurch könnten rund 1.000 neue
Arbeitsplätze entstehen.
Die Partnerschaft
Die
Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und der Provinz
Zhejiang -nahe der Metropole Shanghai- besteht seit 1986
und wurde Schritt für Schritt mit Leben gefüllt. Seit
1995 gibt es die
Schleswig-Holstein-Zhejiang-Förderkommission, die die
Zusammenarbeit in Wirtschaft, Handel, Wissenschaft und
Technologie ausweiten will. Die Kommission tagt alle zwei
Jahre abwechselnd in Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz,
und Schleswig-Holstein. 1996 wurde das
Schleswig-Holstein-Büro in Zhejiang eröffnet. Das Büro
dient als Kontaktstelle für chinesische und
schleswig-holsteinische Unternehmer.
In
Schleswig-Holstein gibt es zudem regelmäßig Seminare
für chinesische Fach- und Führungskräfte, und fast alle
schleswig-holsteinischen Hochschulen haben Partnerschaften
mit Universitäten in Zhejiang. An der Kieler
Christian-Albrechts-Universität bilden Chinesen die
größte Gruppe ausländischer Studenten. Zwischen der
Hangzhou Middle School No. 2 und drei Gymnasien aus Glinde,
Reinbek und Wentorf (Kreis Stormarn) besteht außerdem
eine Schulpartnerschaft:
Letzte Debatte zum Thema
(Regierungserklärung):
plenum-online November
2006
Stichwort:
Regierungserklärung
Der Ministerpräsident und
die Mitglieder der Landesregierung haben die Möglichkeit,
während einer Plenarsitzung des Landtages eine
Regierungserklärung, das heißt, eine Stellungnahme zu
einem aktuellen politischen Thema, abzugeben. Der Landtag
kann im Anschluss an eine Regierungserklärung eine
Aussprache zu diesem Thema vornehmen, deren Dauer im Ältestenrat
festgelegt wird.
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