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Auf dieser Seite: HSH Nordbank

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Top 26
Verantwortung wahrnehmen: Landesregierung
in den Aufsichtsrat der HSH Nordbank

Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 17/973neu
   Aufruf gemeinsam mit
Top 42
HSH Nordbank – Bank des Nordens für den Norden!

Antrag der Fraktion DIE LINKE – Drucksache 17/1011
   Aufruf gemeinsam mit
Top 43
HSH Nordbank: Verdeckte Observierung von MedienvertreterInnen und PolitikerInnen

Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN, CDU, FDP, SPD, SSW und DIE LINKE – Drs. 17/1012neu

HSH-Spitzelaffäre: Auch der Landtag fordert „personelle Konsequenzen"

Streit um Minister im Aufsichtsrat und Regierungs-Gutachten

Kiel (SHL/19.11.) Nach den Landesregierungen der Hauptanteilseigner Schleswig-Holstein und Hamburg erhöht nun auch der Kieler Landtag den Druck auf die Chefetage der HSH Nordbank. Die Kabinette hatten Anfang des Monats die Entlassung von Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher (Foto) gefordert. Ihm wird vorgeworfen, die Bespitzelung von Mitarbeitern und Politikern durch die Sicherheitsfirma Prevent AG veranlasst zu haben. Nun bezeichnen auch die Fraktionen des Landtages in einem einstimmig verabschiedeten Beschluss die Spitzeleien als „völlig inakzeptabel". Die Vorwürfe müssten „rückhaltlos" aufgeklärt werden. Ansonsten drohen die Abgeordneten der HSH jetzt ebenfalls mit „personellen und organisatorischen Konsequenzen".

„Die Leitung der HSH hat nicht verstanden, dass die Parlamente einen besonderen Informationsanspruch haben", stellte Birgit Herdejürgen (SPD) fest und monierte: „Die Aufklärung in Sachen Prevent ist völlig unzureichend." Tobias Koch (CDU) sah durch die Vorwürfe gegen das Bank-Management ebenfalls eine „erhebliche Belastung für das Institut". Bankgeschäfte basierten auf Vertrauen und setzten Seriosität voraus, und diese Werte seien derzeit in Gefahr. Diesen Punkt unterstrich auch Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU). Trotz der bislang erfolgreichen wirtschaftlichen Sanierung der HSH habe ein „dauerhafter Schaden für das Ansehen der Bank" gedroht. „Ohne einen Wechsel gibt es keine dauerhafte Beruhigung", so de Jager. Und FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki stellte klar: „Diesem Spuk muss ein Ende gesetzt werden."

Diskussion um Wiedereinzug eines 
Kabinettsmitglieds in den Aufsichtsrat

Keine Einigkeit gab es im Landtag hingegen bei der Frage, ob die Landesregierung wieder, wie bereits bis 2009, im Aufsichtsrat der Bank durch ein Kabinettsmitglied vertreten sein soll. Die Regierung müsse ihre politische Verantwortung wahrnehmen und dürfe sich nicht länger „vom Aufsichtsrat auf der Nase herumtanzen lassen", forderte Monika Heinold (Grüne). Und Lars Harms (SSW) setzte hinzu: „Die Landesregierung stiehlt sich aus ihrer politischen Verantwortung und hechelt den Informationen hinterher." Minister de Jager hielt dagegen: Hierfür gebe es „keine Notwendigkeit". Der Aufsichtsrat sei „kein politisches Forum", eine politische Kontrolle könne wirksamer außerhalb des Aufsichtsrats wahrgenommen werden.

Diskussion um Abfindungszahlung 
an Nonnenmacher

Auch mit einer weiteren Forderung bissen die Grünen bei Schwarz-Gelb auf Granit. Die Abgeordnete Heinold forderte ein unabhängiges Gutachten der Landesregierung, wie eine mögliche Abfindungszahlung an Nonnenmacher umgangen werden kann. Das Land müsse „alle juristischen Möglichkeiten prüfen, um einen goldenen Handschlag zu vermeiden", so Heinold. Die Modalitäten des Nonnemacher-Abgangs hätten sich ausschließliche nach dem Aktiengesetz zu richten, entgegnete FDP-Mann Kubicki. Ein Gutachten der Regierung sei zudem nicht bindend, weil ausschließlich der Aufsichtsrat über die Personalie Nonnenmacher zu befinden habe. Eine Entscheidung wird in der HSH-Aufsichtsratsitzung am 2. Dezember erwartet.

Uli Schippels (Linke) prangerte die Risiko-Geschäfte und die „Steuer-Deals" der HSH an und monierte: „Solche Geschäfte hat eine Landesbank nicht zu machen." Deswegen regte er an, die HSH zu einer reinen „Regionalbank" zu entwickeln: „Wir wollen eine Bank, die nicht der Rendite hinterher jagt, sondern die die Interessen der Anteilseigner wahrnimmt und die der heimischen Wirtschaft hilft." Mit dieser Forderung stand er jedoch alleine da.

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Hintergrund:
Die in wirtschaftliche Schieflage und in Negativschlagzeilen abgerutschte HSH Nordbank beschäftigt zum wiederholten Male den Landtag. Die Grünen fordern zum einen die Verantwortlichen der HSH auf, „alle offenen Fragen im Zusammenhang mit der Bespitzelung von Parteien und Medienvertreten transparent und zügig gegenüber Regierung und Parlament aufzuklären". 

Zum anderen verlangen sie, dass die Landesregierung wie in den Jahren vor 2009 wieder im Aufsichtsrat der Bank vertreten sein müsse, um „ihre politische Verantwortung wahrzunehmen". Auch die Linken sprechen sich dafür aus, dass die Landesregierung wieder mit einem Kabinettsmitglied im Aufsichtsrat vertreten ist. Dort soll sie sich dann dafür einzusetzen, dass die HSH Nordbank ihrer Funktion als Regionalbank für die heimische Wirtschaft nachkommt.

  HSH-Vorstandschef Nonnemacher soll 
  gehen: Streit um Trennungsmodalitäten 

Ein weiteres Thema der Debatte dürfte die voraussichtlich bevorstehende Ablösung des HSH-Vorstandschefs Dirk Jens Nonnenmacher sein. Nach der massiven Kritik an der umstrittenen Geschäftspolitik der Bank, die die beiden Haupteigentümer Hamburg und Schleswig-Holstein (die Länder halten gemeinsam 85,5 Prozent der Anteile an der Bank) bislang Finanzspritzen und Bürgschaften in Milliardenhöhe gekostet hat, war der Druck in den vergangenen Monaten auf den Vorstandsvorsitzenden zuletzt immer höher geworden.

Die Politik gesteht dem Mathematik-Professor zwar zu, dass er die angeschlagene Bank nach der schweren Finanzkrise recht schnell wieder in ruhigeres Fahrwasser gebracht hat. Dennoch wollten vor allem die kleineren Koalitionspartner in Hamburg und Kiel – Grüne und FDP – das Verhalten Nonnenmachers nicht mehr akzeptieren. Das Fass zum Überlaufen brachten Vorwürfe, Nonnenmacher habe Mitarbeiter und Politiker durch die Sicherheitsfirma Prevent AG bespitzeln lassen.

Die schleswig-holsteinische Landesregierung und der Hamburger Senat haben daher den Aufsichtsratsvorsitzender der HSH, Hilmar Kopper, gebeten, „die erforderlichen Schritte einzuleiten, um eine Trennung von Professor Nonnenmacher zu erreichen und den Vorstandsvorsitz der HSH-Nordbank AG neu zu besetzen". Neuer politischer Streit ist vor diesem Hintergrund darüber entbrannt, ob Nonnenmacher im Falle einer Trennung eine Abfindung erhalten wird.

Die Vorwürfe gegen Nonnenmacher sind bislang nicht bewiesen. Voraussetzung für eine fristlose und somit abfindungsfreie Kündigung ist jedoch der Nachweis einer groben Pflichtverletzung. In allen anderen Fällen besteht grundsätzlich der Anspruch auf eine Abfindung. Wie hoch die im Fall Nonnenmachers sein könnte, ist unklar. Sein Vertrag läuft bei einem gedeckelten Jahreseinkommen von 500.000 Euro bis Oktober 2012. Hinzu kommen Rentenzahlungen, Boni-Ansprüche und möglicherweise kostenwirksame Sonderklauseln in seinem Vertrag.

Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online
September 2010

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Sarah Lena Seele und
 Hans-Klaus Solterbeck

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Kennzeichnung von Polizeibeamten
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Marktüberwachung von Bauprodukten
(ohne Aussprache)
Verwaltungs-Vorverfahren
(ohne Aussprache)
Gemeindeordnung / Seniorenbeiräte
(ohne Aussprache)
Wahl:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
Ausschuss-Empfehlungen:
Untersuchungsausschüsse / Beweiserhebung
(ohne Aussprache)
Homo-Ehen
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiwillige Feuerwehren
Jugendbeteiligung
Parlamentarische Kontrolle / Wohnraumüberwachung
(ohne Aussprache)
Berichts-Anträge:
Blutprobenentnahme
(ohne Aussprache)
Ausbau Breitbandnetz
(ohne Aussprache)
Regierungs-Berichte:

Sicherheitsbericht

Öffentliche Beschaffung

F i n a n z e n

Ausschuss-Empfehlung:
Steuerhinterziehung
(ohne Aussprache)
Anträge:
HSH Nordbank

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Kinderschutz / Verfassung
Ausschuss-Empfehlungen:
Kontrazeptiva / Hartz IV
ALG für Schwangere
(ohne Aussprache)
Hebammen
(ohne Aussprache)
Anträge:
Hartz IV-Reform
Kinderkrippen
Fraueneinrichtungen / Mädchentreffs
Pflegeberufe
Psychiatrieplan
Regierungs-Bericht:

Arbeitsmarktsituation

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Regierungserklärung:

Partnerschaft mit Zhejiang

Aktuelle Stunde: 

Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

2. Lesung:

Ladenöffnungszeiten
Ausschuss-Empfehlungen:
Flughafen Lübeck
Kfz-Kennzeichen Oldtimer
(ohne Aussprache)
Anträge:
Energiepolitik
Konzessionsabgabe Gas
Landes-Straßenbau
Berichts-Antrag:
Fehmarnbeltquerung
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Antrag:
Tourismus-Marketing
Berichts-Antrag:
Zukunftsprogramm 
Ländliche Räume

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Große Anfrage:
Medienkompetenz
Ausschuss-Empfehlungen:
Journalistische Unabhängigkeit
(ohne Aussprache)
UK S-H Trägerschaft
(ohne Aussprache)
UK S-H Privatisierung
(ohne Aussprache)
Regierungs-Bericht:

Hochschulpolitisches Konzept

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Güter- und Schienen-
personenverkehr
(Berichts-)Antrag:
Ostseepolitik
(ohne Aussprache)