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Auf dieser Seite: Fraueneinrichtungen / Mädchentreffs

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Top 28
Erhalt der Frauenfacheinrichtungen in Schleswig-Holstein

Antrag der Fraktionen von B´90/DIE GRÜNEN, SPD, SSW, 
LINKE – Drucksache 17/983neu
   Aufruf gemeinsam mit
Top 40
Mädchentreffs in Schleswig-Holstein 
erhalten und ausbauen

Antrag der Fraktionen von LINKE, SSW, B´90/DIE GRÜNEN, SPD – Drucksache – Drucksache 17/999neu

Frauenhäuser, Frauenberatung 
und Mädchentreffs: Minister verteidigt das Diktat des Rotstifts

Kiel (SHL/18.11.) Im Streit um die finanzielle Ausstattung der Frauenhäuser, Frauenberatungseinrichtungen und Mädchentreffs bleiben CDU und FDP unnachgiebig: Aufgrund der schlechten Finanzlage des Landes müssten sich alle Haushaltsressorts an den Einsparungen beteiligen. Sie reagierten damit auf Anträge der Opposition, die auf eine Rücknahme der geplanten Kürzungen in diesem Bereich drängten. Laut dem in der Ausschussberatung befindlichen Haushaltsentwurf soll die jährliche Unterstützung der Mädchentreffs in Höhe von derzeit 144.000 Euro komplett gestrichen und die Zuwendungen für die 16 Frauenhäuser und 25 Frauenberatungseinrichtungen in den kommenden zwei Jahren um 550.000 Euro gekürzt werden.

Bei den Mädchentreffs handele es sich um eine rein kommunale Aufgabe, verteidigte Justizminister Emil Schmalfuß in der Debatte das Diktat des Rotstifts. Und im Bereich der Frauenhäuser und -Beratungsberichtungen sei Schleswig-Holstein im Bundesvergleich sehr gut aufgestellt, so dass man selbst mit der geplanten Schließung zweier Häuser in Wedel und Lübeck deutschlandweit „immer noch vorn" liege. Überdies, fügte Schmalfuß hinzu, sei die Zahl der zufluchtsuchenden Frauen zuletzt jährlich von 2765 auf 2100 gesunken. Speziell das Haus in Lübeck habe nur eine Auslastung von 61,2 Prozent gehabt. Der Minister kündigte an, den Wegfall der Häuser mit einer besseren Koordination kompensieren zu wollen: So sollen Frauenhäuser und Beratungsstellen verstärkt zusammenarbeiten und kleine Beratungsstellen fusionieren.

Grüne: Frauen und Mädchen werden 
ihrem Schicksal überlassen

Marret Bohn (Grüne) bezeichnete die geplanten Kürzungen dagegen als „Sparen am falschen Ende". Frauen und Mädchen in Notsituationen würden nun mit ihrem Schicksal allein gelassen. In dieselbe Richtung argumentierten ihre Oppositionskolleginnen im Plenum: Siegrid Tenor-Alschausky (SPD) und Ranka Prante (Linke) warnten vor einer „Zerstörung wichtiger Strukturen", und Silke Hinrichsen (SSW) widersprach dem Minister: Ihrer Meinung nach, habe sich die Belegung der Frauenhäuser seit 2003 nicht wesentlich verändert hat".

Koalition kontert, stimmt aber 
weiterer Beratung im Ausschuss zu

Die Politikerinnen der Koalition, Katja Rathje-Hoffmann (CDU) und Kirstin Funke (FDP), betonten in der Debatte ebenfalls die Bedeutung der Frauenhäuser und Beratungseinrichtungen. Es gebe „keinen Zweifel" an deren „Notwendigkeit", sagte Rathje-Hoffmann. Allerdings werde die Versorgung trotz der Einsparungen „hochwertig" bleiben. Funke wiederum warf den Oppositionsfraktionen vor, das Maß für eine ausreichende Förderung verloren zu haben.

Die Frauenhäuser und Beratungsstellen sollen im nächsten Jahr knapp 29.000 Euro und im Jahr 2012 noch einmal rund 525.000 Euro weniger an Zuschüssen erhalten, so dass die gesamte Fördersumme für Frauenhäuser und -beratungsstellen auf 4,8 Millionen Euro jährlich gesenkt wird. Bislang erhalten die Frauenhäuser jedes Jahr 4,3 Millionen Euro, die Beratungsstellen rund eine Million Euro.

Trotz ihrer sehr ablehnenden Haltung zu den Anträgen Oppositionsanträgen stimmten die Koalition einer weiteren Beratung im Sozialausschuss zu.

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Hintergrund:
Die geplanten Kürzungen der Landesregierung bei Frauenfacheinrichtungen und Mädchentreffs in Schleswig-Holstein rufen die Opposition auf den Plan.

Thema Frauenhäuser:
Die Opposition will die Arbeitsfähigkeit von Frauenberatungseinrichtungen, Frauennotrufen und Frauenhäusern „auch in Zukunft flächendeckend in qualitativer und quantitativer Hinsicht" sicher stellen. Die Frauenfacheinrichtungen seien „notwendig und unverzichtbar" und benötigten ein „Mindestmaß an personeller, sächlicher und finanzieller Ausstattung", um eine angemessene Betreuung zu gewährleisten, so die Argumentation der Grünen, die den Ursprungsantrag gestellt hatten.

Die Landesregierung soll daher auf die geplanten Kürzungen in diesem Bereich verzichten. „Vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage des Landes" will die CDU-/ FDP-Koalition die Zuschüsse für Frauenhäuser und –beratungsstellen zurückfahren, dabei allerdings „die Angebote so weit wie möglich erhalten". Dazu sollen die Aufgaben der Einrichtungen „neu strukturiert" werden.

Zurzeit gibt es in Schleswig-Holstein 25 Beratungsstellen und 16 Frauenhäuser, die von Land und Kommunen gemeinsam gefördert werden. Sie sollen im nächsten Jahr knapp 29.000 Euro und im Jahr 2012 noch einmal rund 525.000 Euro weniger an Zuschüssen erhalten, so dass die gesamte Fördersumme für Frauenhäuser und -beratungsstellen auf 4.800.000 Euro jährlich gesenkt wird. Bislang erhalten die Frauenhäuser jedes Jahr 4.300.000 Euro, die Beratungsstellen 1.053.000 Euro.

In den vergangenen Wochen haben Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern und –beratungsstellen in Kiel mehrfach gegen die Kürzungspläne der Regierung demonstriert.

Thema Mädchentreffs:
Auch den vier Mädchentreffs in Schleswig-Holstein will die Landesregierung die Förderung streichen. Die Einrichtungen in Schleswig, Preetz, Ostenfeld (Nordfriesland) und Husum erhalten vom Land bisher insgesamt rund 144.500 Euro jährlich. Der Haushaltsplan für 2011/ 2012 sieht vor, die Zuschüsse komplett zu streichen.

Die Oppositionsfraktionen stellen sich dagegen und wollen die Mädchentreffs erhalten und weiter ausbauen. Sie befürchten, dass die Einrichtungen schließen müssen, sobald die schwarz-gelbe Landesregierung die Finanzierung stoppt. Denn bisher steuern neben dem Land auch Kommunen und Kreise Geld bei. Diese könnten sich aber aufgrund ihrer finanziellen Lage auch aus der Finanzierung zurückziehen und schon gar nicht die ausbleibenden Landesmittel auffangen, so die Befürchtung der Linken, die den Ursprungsantrag gestellt hatten.

  Auch Landesfrauenrat und Beratungsstellen 
  "Frau & Beruf" betroffen

Mit weniger Fördergeldern müssen in den kommenden Jahren auch der Landesfrauenrat und die Beratungsstellen Frau & Beruf auskommen. Der Landesfrauenrat muss ab 2012 auf Zuschüsse verzichten, bei den Beratungsstellen soll die Förderung ab dem nächsten Jahr reduziert und ab 2014 komplett entfallen. Bereits in der Landtagssitzung im September hatten sich die Linken gegen die Kürzungen bei den Beratungsstellen ausgesprochen, sind mit ihrem Antrag allerdings gescheitert.

Vorherige Debatte zum Thema Frau & Beruf:
plenum-online
September 2010

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Sarah Lena Seele und
 Hans-Klaus Solterbeck

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Kennzeichnung von Polizeibeamten
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Marktüberwachung von Bauprodukten
(ohne Aussprache)
Verwaltungs-Vorverfahren
(ohne Aussprache)
Gemeindeordnung / Seniorenbeiräte
(ohne Aussprache)
Wahl:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
Ausschuss-Empfehlungen:
Untersuchungsausschüsse / Beweiserhebung
(ohne Aussprache)
Homo-Ehen
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiwillige Feuerwehren
Jugendbeteiligung
Parlamentarische Kontrolle / Wohnraumüberwachung
(ohne Aussprache)
Berichts-Anträge:
Blutprobenentnahme
(ohne Aussprache)
Ausbau Breitbandnetz
(ohne Aussprache)
Regierungs-Berichte:

Sicherheitsbericht

Öffentliche Beschaffung

F i n a n z e n

Ausschuss-Empfehlung:
Steuerhinterziehung
(ohne Aussprache)
Anträge:
HSH Nordbank

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Kinderschutz / Verfassung
Ausschuss-Empfehlungen:
Kontrazeptiva / Hartz IV
ALG für Schwangere
(ohne Aussprache)
Hebammen
(ohne Aussprache)
Anträge:
Hartz IV-Reform
Kinderkrippen
Fraueneinrichtungen / Mädchentreffs
Pflegeberufe
Psychiatrieplan
Regierungs-Bericht:

Arbeitsmarktsituation

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Regierungserklärung:

Partnerschaft mit Zhejiang

Aktuelle Stunde: 

Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

2. Lesung:

Ladenöffnungszeiten
Ausschuss-Empfehlungen:
Flughafen Lübeck
Kfz-Kennzeichen Oldtimer
(ohne Aussprache)
Anträge:
Energiepolitik
Konzessionsabgabe Gas
Landes-Straßenbau
Berichts-Antrag:
Fehmarnbeltquerung
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Antrag:
Tourismus-Marketing
Berichts-Antrag:
Zukunftsprogramm 
Ländliche Räume

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Große Anfrage:
Medienkompetenz
Ausschuss-Empfehlungen:
Journalistische Unabhängigkeit
(ohne Aussprache)
UK S-H Trägerschaft
(ohne Aussprache)
UK S-H Privatisierung
(ohne Aussprache)
Regierungs-Bericht:

Hochschulpolitisches Konzept

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Güter- und Schienen-
personenverkehr
(Berichts-)Antrag:
Ostseepolitik
(ohne Aussprache)