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Auf dieser Seite: Arbeitsmarktsituation

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Bericht zur Situation auf dem Arbeitsmarkt 
in Schleswig-Holstein
Antrag von CDU und FDP – Drucksache 17/898
Landtagsbeschluss vom 8. Oktober 2010
Mündlicher Bericht der Landesregierung / Federführend ist das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit

Freude über Arbeitsmarkt-Statistik...

...aber Sorge um Ältere, Geringqualifizierte 
und Fachkräfte

Kiel (SHL/17.11.) Weniger arbeitslose Menschen, mehr Aufträge für die Firmen: Auch Schleswig-Holstein profitiert von der nach der Finanzkrise wieder anziehenden Wirtschaft. Arbeitsminister Heiner Garg (FDP) präsentierte in einem von CDU und FDP geforderten mündlichen Bericht erfreuliche Zahlen: Im Oktober wurde der niedrigste Wert in einem Oktober seit 1994 verzeichnet. Die Arbeitslosenquote im Land betrug 6,8 Prozent, das heißt 97.600 Menschen waren ohne festen Job. Dennoch warnte der Minister vor einem „auseinanderfallenden Arbeitsmarkt": Auf der einen Seite zeichne sich zunehmend ein Fachkräftemängel ab, auf der anderen Seite gebe es ein immer kleineres Arbeitsangebot für Geringqualifizierte.

Während die Zahl der älteren Arbeitslosen ab 55 Jahren weiter stieg, profitierten vor allem jüngere Arbeitslose im Alter von unter 25 Jahren. Aktuell sind 10.250 junge Menschen arbeitslos. Das sind 2.100 oder 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Angesichts des demografischen Wandels und weiter rückläufiger Geburtenzahlen rechnen Experten in den kommenden Jahren mit einem weiteren Rückgang bei den jüngeren Arbeitslosen.

  Demografische Entwicklung darf nicht 
  Wohlstand und soziale Sicherung gefährden

Trotzdem rief Minister Garg Politik und Wirtschaft auf, etwas gegen den absehbaren Fachkräftemangel zu tun. So müssten flexiblere Arbeitszeitmodelle für Frauen und Beschäftigungsanreize für Ältere gefunden und eine bessere Integration von Migranten auf dem Arbeitsmarkt gefördert werden. „Wir müssen heute handeln, damit Demografie nicht morgen unseren Wohlstand und die soziale Sicherung gefährdet", so Garg.

Einig war sich der Landtag, dass es trotz der positiven Tendenz noch einiges zu tun gibt. So forderte die CDU mehr Arbeitsplätze für Geringverdiener, die FDP Erleichterungen bei der Zuwanderung. Die Grünen verlangten mehr Investitionen in Bildung und Kinderbetreuung sowie eine modernere Einwanderungspolitik. SPD und Linke sprachen sich erneut für Mindestlöhne aus. Der SSW setzte sich für bessere gesetzliche Regelungen bei der Leiharbeit ein.

Weitere Redner: Werner Kalinka (CDU), Christopher Vogt (FDP), Wolfgang Baasch (SPD), Andreas Tietze (Grüne), Björn Thoroe (Linke), Flemming Meyer (SSW)

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Hintergrund:
Nur zwei Jahre nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise nimmt die Konjunktur wieder Fahrt auf, was sich auch in Schleswig-Holstein positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Auf Antrag der Koalitionsfraktionen nimmt die Landesregierung zu den aktuellen Zahlen Stellung und schätzt den Fachkräftebedarf der Unternehmen sowie die Jobchancen von Jugendlichen ein.

In den letzten Monaten ist die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein beständig gesunken. Im Oktober waren 97.600 Menschen ohne festen Job, das sind 1.400 weniger als im Vormonat und sogar 6.500 weniger als im Oktober 2009. Die Quote betrug 6,8 Prozent. Das teilte die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Damit wurde der niedrigste Wert in einem Oktober seit 1994 verzeichnet. Die geringste Arbeitslosigkeit unter den Kreisen gab es erneut in Stormarn mit einer Quote von 4,0 Prozent, die höchste im Kreis Schleswig-Flensburg mit 8,6 Prozent. Unter den Städten hat Lübeck mit 10,3 Prozent die niedrigste Quote, Flensburg mit 11,9 Prozent die höchste.

  Positive Tendenz auch im Bereich der
  Jugendarbeitslosigkeit

Während der Krise hat sich aber nach Angaben er BA die Beschäftigungsstruktur verschoben. Dies zeige der Vergleich der August-Daten von 2008 und 2010. So gingen im verarbeitenden Gewerbe 4.800 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren, während vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+5.700) und bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen (+6.900) mehr Stellen entstanden.

Vom Abbau der Arbeitslosigkeit profitierten vor allem jüngere Arbeitslose unter 25. Aktuell sind 10.300 junge Menschen arbeitslos. Das sind 2.100 oder 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dieser Trend dürfte sich nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Sommer in den kommenden Jahren verstärken, denn aufgrund der geringen Geburtenrate wird sich die Zahl der 19- bis 24-Jährigen bundesweit um rund 1,2 Millionen im Vergleich zu heute verringern. Für Schleswig-Holstein sagen die Forscher jedoch einen niedrigen Rückgang junger Menschen um acht Prozent voraus. Zum Vergleich: Für Mecklenburg-Vorpommern wird ein Minus von 48 Prozent veranschlagt.

  Arbeitsminister Garg will 
  Fachkräftemangel entgegenwirken

Entsprechend werde es die Unternehmen „zunehmend schwierig, Arbeitskräfte zu gewinnen", wie es in der Studie heißt. Arbeitsminister Heiner Garg (FDP) hat deshalb Politik und Wirtschaft aufgerufen, etwas gegen den Fachkräftemangel tun. Er setzt auf flexiblere Arbeitszeitmodelle für Frauen, Weiterbildung, Beschäftigungsanreize für Ältere und eine bessere Integration von Migranten auf dem Arbeitsmarkt.

Im Bereich der Hochqualifizierten hat Schleswig-Holstein nach Angaben der BA aus dem Jahr 2008 Nachholbedarf. So sei die Akademikerquote unter den Beschäftigten mit 6,3 Prozent die niedrigste in Deutschland. Der Bundesschnitt liegt bei 11,2 Prozent.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Sarah Lena Seele und
 Hans-Klaus Solterbeck

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Kennzeichnung von Polizeibeamten
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Marktüberwachung von Bauprodukten
(ohne Aussprache)
Verwaltungs-Vorverfahren
(ohne Aussprache)
Gemeindeordnung / Seniorenbeiräte
(ohne Aussprache)
Wahl:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
Ausschuss-Empfehlungen:
Untersuchungsausschüsse / Beweiserhebung
(ohne Aussprache)
Homo-Ehen
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiwillige Feuerwehren
Jugendbeteiligung
Parlamentarische Kontrolle / Wohnraumüberwachung
(ohne Aussprache)
Berichts-Anträge:
Blutprobenentnahme
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Ausbau Breitbandnetz
(ohne Aussprache)
Regierungs-Berichte:

Sicherheitsbericht

Öffentliche Beschaffung

F i n a n z e n

Ausschuss-Empfehlung:
Steuerhinterziehung
(ohne Aussprache)
Anträge:
HSH Nordbank

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Kinderschutz / Verfassung
Ausschuss-Empfehlungen:
Kontrazeptiva / Hartz IV
ALG für Schwangere
(ohne Aussprache)
Hebammen
(ohne Aussprache)
Anträge:
Hartz IV-Reform
Kinderkrippen
Fraueneinrichtungen / Mädchentreffs
Pflegeberufe
Psychiatrieplan
Regierungs-Bericht:

Arbeitsmarktsituation

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Regierungserklärung:

Partnerschaft mit Zhejiang

Aktuelle Stunde: 

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2. Lesung:

Ladenöffnungszeiten
Ausschuss-Empfehlungen:
Flughafen Lübeck
Kfz-Kennzeichen Oldtimer
(ohne Aussprache)
Anträge:
Energiepolitik
Konzessionsabgabe Gas
Landes-Straßenbau
Berichts-Antrag:
Fehmarnbeltquerung
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Antrag:
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Berichts-Antrag:
Zukunftsprogramm 
Ländliche Räume

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 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Große Anfrage:
Medienkompetenz
Ausschuss-Empfehlungen:
Journalistische Unabhängigkeit
(ohne Aussprache)
UK S-H Trägerschaft
(ohne Aussprache)
UK S-H Privatisierung
(ohne Aussprache)
Regierungs-Bericht:

Hochschulpolitisches Konzept

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Güter- und Schienen-
personenverkehr
(Berichts-)Antrag:
Ostseepolitik
(ohne Aussprache)