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Auf dieser
Seite: Dänisch-TV
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Top 18:
Dänisches Fernsehen gehört zu Schleswig-Holstein
Antrag der Abgeordneten des SSW
sowie der Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Bündnis 90 / DIE GRÜNEN |
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Dänisches TV:
"Kulturelle Hauptschlagader für Minderheit"
Kiel (SHL/12.10.) –
Unisono haben Landesregierung und Landtag davor gewarnt,
Schleswig-Holstein vom dänischen Fernsehen abzustöpseln. In
einem vom SSW initiierten interfraktionellen Antrag appellierte
das Parlament an die öffentlich-rechtlichen Sender im
Nachbarland, DR und TV2, Kompromissbereitschaft bei den strittigen
Verhandlungen über die Gebühren zu zeigen. Gleichzeitig forderte
das Plenum die Kabel Deutschland GmbH auf, die dänischen
Programme im schleswig-holsteinischen Kabelnetz zu belassen. Das
dänische Fernsehen sei eine "kulturelle
Hauptschlagader" für die dänische Minderheit im Land, so
die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk. Auch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen
(CDU) warnte, "für die dänische Minderheit und die
deutschen Pendler wäre das Ende der Übertragung ein harter
Schlag".
Hintergrund der Landtagsberatung ist die
Auseinandersetzung zwischen den dänischen Fernsehsendern und dem
deutschen Kabelnetzbetreiber um die Gebühren für Verbreitung und
Urheberrechte. Die Dänen hatten für die Urheberrechte das
26-fache der bisherigen Summe gefordert. Nachdem Kabel Deutschland
dies zurückgewiesen hatte, verlangten die dänischen Sender
zunächst, bis zum 15. Oktober dieses Jahres aus dem deutschen
Kabelnetz entfernt zu werden. Diese Forderung zogen sie im letzten
Moment jedoch wieder zurück und willigten ein, bis zum Abschluss der Verhandlungen
im schleswig-holsteinischen Kabelnetz zu verbleiben.
Aktuell:
Kurz nach der Debatte
im Landtag wurde bekannt, dass dänisches Fernsehen auch in Zukunft in
Schleswig-Holsteins Kabelnetzen zu empfangen ist. Dänemarks öffentlich-rechtliche Sender DR 1 und TV 2
hätten sich mit Kabel Deutschland auf eine dauerhafte Lösung
geeinigt, sagte die SSW-Vorsitzende im Landtag, Anke Spoorendonk.
"Der gesamten dänischen Minderheit fällt ein Stein vom Herzen." Der politische und öffentliche Druck
habe die dänischen Sender dazu bewegt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und den Erfolg ermöglicht, schilderte die Politikerin.
"Wir danken der Landesregierung und der dänischen Politik für die
tatkräftige Unterstützung in dieser Angelegenheit."
Weitere Hauptredner: Johann
Wadephul (CDU), Peter Eichstädt (SPD), Ekkehard Klug (FDP),
Karl-Martin Hentschel (Grüne)
Hintergrund:
Der SSW fordert, dass die
dänischen öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme DR1
und TV2 auch künftig in Schleswig-Holstein per Kabel
empfangen werden können. Gleiches soll für die deutschen
öffentlich-rechtlichen Sender nördlich der Grenze
gelten. Der TV-Empfang sei wichtig für die Minderheiten
auf beiden Seiten der Grenze, heißt es zur Begründung.
Kurz vor der Behandlung des Themas im Plenum haben die
anderen Landtagsfraktionen die Zielrichtung des SSW
unterstützt und gemeinsam einen interfraktionellen Antrag
formuliert.
Hintergrund: Die Kabel Deutschland GmbH und die
dänischen Fernsehsender führen schon seit langem eine
Auseinandersetzung um die gegenseitigen Entgelte für die
Verbreitung der Programme beziehungsweise für die
Urheberrechte. Danmarks Radio verlangt von Kabel
Deutschland hohe Lizenzgebühren für die Nutzung seines
Programms, während das dänische Fernsehen seinerseits
die 26fach niedrigeren Entgeltforderungen von Kabel
Deutschland nicht erfüllen will. Kabel Deutschland hatte
daraufhin angekündigt, als Konsequenz aus der
Finanzforderung der dänischen Sender die analoge
Verbreitung vom 15. Oktober an in Schleswig-Holstein
einzustellen.
Anfang des Monats haben die dänischen Sender einen
Rückzieher gemacht: Ihre Programme verbleiben zunächst
im deutschen Kabelnetz.
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