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Top 25:
Migrations-Sozialberatung bedarfsgerecht gestalten
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 
     Neu: ohne Aussprache
Drucksache: 16/1017
-Plenarprotokoll-

Bericht zur Sozialberatung für
Migranten angefordert

Kiel (SHL/11.10.) – Entgegen der Tagesordnung hat der  Landtag ohne Aussprache die Landesregierung aufgefordert, bis Ende November ein Konzept zur Ausweitung der Angebote in der Migrations-Sozialberatung für Asylbewerber vorzulegen. Den Berichtsantrag hatten die Grünen eingebracht. Über ihre weiterführende Forderung, das bestehende Beratungskonzept auch auf Menschen mit ungesichertem Aufenthalt wie beispielsweise Asylbewerber auszuweiten, wurde nicht abgestimmt.

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Hintergrund:
  Die Grünen fordern die Landesregierung auf, bis Ende November ein Konzept zur Ausweitung der Angebote in der Migrations-Sozialberatung auf Asylbewerber vorzulegen und die Beratungsstellen finanziell besser auszustatten.
  Die Migrations-Sozialberatung wird im Gegensatz zu den bundesfinanzierten Jugend-Migrationsdiensten und Migrations-Erstberatungen durch das Land bezuschusst. Sie richtet sich auch an bereits in Deutschland lebende bleibeberechtigte Migranten – soweit diese einen Förderbedarf haben oder Unterstützung in konkreten migrationsspezifischen Krisen benötigen (nachholende Integration).
  Die Grünen wollen mit der Einbeziehung der Asylbewerber auf die bevorstehende Lösung in der Diskussion um das Bleiberecht für langjährig Geduldete reagieren. Innenminister Ralf Stegner (SPD) hatte Ende September angekündigt, die Konferenz der Landes-Ressortchefs im November in Nürnberg werde voraussichtlich die bisherige Praxis der so genannten Kettenduldungen für abgelehnte Asylbewerber abschaffen und stattdessen eine "großzügige und humanitäre" Regelung beschließen. Im Gespräch ist nach Medienberichten unter anderem ein generelles Bleiberecht für Familien, deren Kinder in Deutschland zur Schule gehen.
  Vor diesem Hintergrund, so die Grünen, müssten die Migrations-Sozialdienste bereits im Landeshaushalt 2007/2008 besser finanziell ausgestattet werden, um die Integration der Betroffenen in den Arbeitsmarkt zu ebnen. Mit dieser Forderung schließen sie sich der Position des Flüchtlingsrates an, der die geplanten Kürzungen für diesen Bereich im Etat-Entwurf der Landesregierung kritisiert hatte. Demgegenüber betonte Minister Stegner anfangs der Woche, die Beratung von Migranten sei "auch in den nächsten Jahren garantiert". Die Landesregierung stelle in diesem Jahr 1,8 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung. Das seien 16 Prozent weniger als 2005, aber mehr als 2004. Künftig, so Stegner würden Landsmittel aber nicht mehr dorthin vergeben, "wo eine Überversorgung besteht".
  Schleswig-Holstein hat nach Regierungsangaben 34 solcher Beratungsstellen. Im Lande leben nach Angaben des Flüchtlingsrates rund 3.000 geduldete Flüchtlinge.

mehr Informationen: plenum-online, Mai 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/mai1-2006/
texte/16_31_einbuergerung_migration.htm)

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k o o p e r a t i o n

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