plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Frühförderung 

xxx

Top 38:
Frühförderung in Schleswig-Holstein
Landtagsbeschluss vom 4. Mai 2006 – Drucksache 16/726
Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren
Drucksache: 16/928
-Plenarprotokoll-

Behinderte Kinder: Frühförderung  "aus einer Hand" gefordert

Landtag fordert genauere Datenerhebung

Kiel (SHL/13.10.) – Geschlossen haben Parlament und Regierung die Krankenkassen, die Reha-Träger und die Kommunen aufgefordert, sich im Bereich der Frühförderung für behinderte Kinder auf einen Landesrahmenplan zu verständigen. Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) plädierte bei der Vorstellung eines von den Grünen beantragten Regierungsberichts für eine "interdisziplinäre Zusammenarbeit" der verschiedenen Stellen. Die betroffenen Eltern bräuchten eine "Komplex-Leistung aus einer Hand", anstatt bei verschiedenen Anlaufstellen vorsprechen zu müssen. Sie hoffe auf eine Lösung des Problems bis Ende des Jahres, so die Ministerin. Das Land könne hier jedoch lediglich als "Moderator" auftreten.

Zur Frühförderung zählt die ärztliche, therapeutische, psychologische, pädagogische und psychosoziale Hilfe für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder. Laut Bericht gibt es im Lande ein "gewachsenes, gut funktionierendes Angebot" in diesem Bereich. In rund 60 Frühförderstellen wurden im Laufe des Jahres 2004 mehr als 2.800 Unter-7-jährige betreut. Das sind 1,5 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe in Schleswig-Holstein. Zudem seien laut den Schuleingangstests acht Prozent der Kinder im Lande verhaltensauffällig, ergänzte Ministerin Trauernicht.

Das Problem: Die bundesrechtlichen Regelungen in den Sozialgesetzbüchern V, IX und XII sehen verschiedene Leistungserbringer und verschiedenen Kostenträger vor. Eltern müssen für die Förderung ihres Kindes sowohl bei den Krankenkassen als auch bei den Sozialämtern vorsprechen und würden dabei "zu Bittstellern degradiert", bemerkten die Abgeordneten. Ziel müsse eine bestmöglich koordinierte Unterstützung sein, damit auch Kinder mit Handicap am öffentlichen Leben teilnehmen können, so der allgemeine Tenor. Gleichzeitig bemängelten die Parlamentarier, der Regierungsbericht enthalte unzureichendes Zahlenmaterial. Deswegen will der Sozialausschuss das Thema vertieft behandeln und Daten von den Kreisen anfordern.

Hauptredner: Monika Heinold (Grüne), Heike Franzen (CDU), Siegrid Tenor-Alschausky (SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW)

Druckversion

zurück zum Textanfang

Hintergrund:
  Auf Initiative der Grünen berichtet die Landesregierung dem Parlament über die Frühförderung von Kindern mit Behinderung.
  Hintergrund sind verschiedene Gesetzesänderungen auf Bundes- und Landesebene in diesem Bereich. Hierzu zählen zum Beispiel das Sozialgesetzbuch IX aus dem Jahr 2001, das die Finanzleistungen und die Integrationshilfen für Behinderte regelt, und das Sozialgesetzbuch XII aus dem Jahr 2003, das Bestimmungen zur Sozialhilfe enthält.
  Die Landesregierung bemängelt "unklare Formulierungen" im SGB IX. Die hätten zur Folge, dass es Probleme zwischen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und den Sozialhilfeträgern, also den Kommunen, in Bezug auf die Kostenübernahme gebe. Aus Zahlen des Bundes ergebe sich für das Jahr 2002 eine zusätzliche Belastung von 14,9 Millionen Euro für die Kommunen. Dem stehe eine Entlastung, unter anderem durch die GKV, von lediglich 1,8 Millionen gegenüber. Aus diesen Zahlen folgert das Sozialministerium, "dass die Gesetzlichen Krankenkassen der gewachsenen Verantwortung (…) bisher nicht ausreichend gerecht werden". Die Landesregierung bemüht sich deshalb um eine Landesrahmenempfehlung zur Klärung dieser Probleme in Schleswig-Holstein.
  Zur Frühförderung zählt die ärztliche, therapeutische, psychologische, pädagogische und psychosoziale Hilfe für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder. Laut Bericht gibt es im Lande ein "gewachsenes, gut funktionierendes Angebot" in diesem Bereich. In rund 60 Frühförderstellen wurden im Laufe des Jahres 2004 mehr als 2.800 Unter-Sieben-Jährige betreut. Das sind 1,5 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe in Schleswig-Holstein.

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:
Leukämie/Elbmarsch

Außerdem notiert: 
Trauer um H. Hagemann

Herzlichen Glückwunsch

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:
Verwaltungsmodernisierung
1. Lesungen:
Parlaments-Information
Laden-Öffnungszeiten
Große Anfrage:
Wohnungsbau
Anträge:
Gebietsreform
Sportwetten
Berichte:
Parlaments-Information
Rundfunkgebühren für PCs
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Schulgesetz
Hochschulgesetz
Anträge:
Dänisches Fernsehen
Berufsbildungs-Zentren
(ohne Aussprache)
Bericht:
Schwimmausbildung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Sozialgerichtsgesetz
Steuerberater (Versorgung)
(ohne Aussprache)
Anträge:
Migrationsberatung
Rauchfreie Zonen
Kindergesundheit
(ohne Aussprache)
Politik für ältere Menschen
(ohne Aussprache)
Berichte:
Rauchfreie Zonen
Kinderschutz
Frühförderung
Pflege
Arbeitsloseninitiativen
(ohne Aussprache)
1-Euro-Jobs
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Antrag:
Strom/Leitungsnetze
Große Anfrage:
Fehmarnbelt
Berichte:
Zhejiang
"Non-Resident-Limited"

F i n a n z e nt

2. Lesung:
Kfz-Zulassung
(ohne Aussprache)
Berichte:
Haushalt 2004/LRH
(ohne Aussprache)
Haushaltsrechnung 2004
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Landesnaturschutzgesetz

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Meerespolitik
Berichte:
Ostseekooperation
Marco Polo II
(ohne Aussprache)