In Kürze: Meldungen 1 (Themen ohne Aussprache) 

xxx

Auf dieser Seite:


Rundfunkgebühren für PCs und Handys (Top 43; Drs. 16/980, 16/1013);  Arbeitslosen-Initiativen (Top 39; Drs. 16/582, 16/789, 16/930);  1-Euro-Jobs (Top 42; 
Drs. 16/818, 16/1012); Marco Polo II (Top 31; Drs. 16/861, 16/990)


  Rundfunkgebühren:  Das Tauziehen um die Einführung von Rundfunkgebühren für internetfähige Computer und Handys geht im Landtag in die nächste Runde: Die Abgeordneten haben einen schriftlichen Bericht der Landesregierung zu dem Thema an den Innen- und Rechtsausschuss überwiesen. Das Papier basiert auf einem interfraktionellen Antrag, in dem sich die Parteien unisono für eine Aussetzung der bereits beschlossenen Rundfunkgebührenpflicht bis mindestens Ende 2008 ausgesprochen hatten. Laut dem vorgelegten Bericht habe sich die Landesregierung im Bund bislang vergeblich für das vom Parlament geforderte Moratorium bemüht.
  Der Streit um die Einführung der TV-Gebühr für PC’s und Handys konnte auch beim Treffen der Rundfunkkommission der Länder Ende September in Düsseldorf nicht gelöst werden. Die Kieler Staatskanzlei dementierte derweil Aussagen des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD), Schleswig-Holstein sei "eingefangen" worden und hätte der Einführung der Abgabe zum 1. Januar 2007 zugestimmt. Nun will die Konferenz der Ministerpräsidentin das Thema vom 18. bis 20. Oktober im niedersächsischen Bad Pyrmont erneut beraten.
  Die ARD-Intendanten hatten sich im September für eine Gebühr von 5,52 Euro pro Monat für internetfähige Computer ausgesprochen. Ursprünglich hatten 17,03 Euro im Raum gestanden.

mehr Infos: plenum-online, September 2006

  1-Euro-Jobs: In Schleswig-Holstein nimmt die Zahl der 1-Euro-Jobber seit 2005 kontinuierlich zu. Dies geht aus einem vom SSW beantragten Bericht der Landesregierung hervor, den das Parlament an den Sozialausschuss überwiesen hat. Regierungsangaben zufolge hat die Anzahl der Ein-Euro-Jobs im Lande mittlerweile die 10.000er Marke überschritten, die Höchstmarke lag in diesem Jahr bei 10.669. Das Hamburger Abendblatt berichtete am 7. Oktober sogar von 11.657 Fällen.
  Der SSW hält einen Großteil der 1-Euro-Jobs für problematisch. Mindestens ein Viertel dieser Arbeitsplätze seien nicht – wie vom Gesetzgeber gefordert – wettbewerbsneutral und allein dem Gemeinwohl verpflichtet. Die Landesregierung wiederum verweist in ihrem Bericht darauf, dass sie für die Genehmigung nicht zuständig sei. Laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit gehen immerhin 18 Prozent der 1-Euro-Jobs auf das Konto von Privatunternehmen, 58 Prozent werden von gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt. Der Anteil der öffentlichen Arbeitgeber liegt bei 24 Prozent.

mehr Infos: plenum-online, März 2006

  Arbeitslosen-Initiativen: Der Landtag hat einen vom SSW beantragten Bericht der Landesregierung zur Lage der Arbeitslosen-Initiativen an den Sozialausschuss überwiesen. Laut dem Papier ist in mindestens 14 Bundesländern, darunter auch in Schleswig-Holstein, die Förderung der Initiativen eingestellt worden. Hintergrund: Seit In-Kraft-Treten der Arbeitsmarktreform Hartz IV wird die Beratungsarbeit der Arbeitslosen-Initiativen nicht mehr vom Land bezuschusst. Zuständig für deren Unterstützung sind nunmehr die neu gegründeten Job-Center oder die Arbeitsagenturen vor Ort im Verantwortungsbereich der BA. Bis 2005 hatten die Initiativen rund 150.000 Euro aus dem Landeshaushalt bekommen. Die Einrichtungen kümmern sich um Menschen, die in Armut leben, psychische Probleme und zumeist keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben.
 
Der Bericht stellt zudem klar, dass die Arbeitsgemeinschaften auch weiterhin kein Geld für die Arbeitsloseninitiativen bewilligen werden – weder für Projekte noch für eine grundsätzliche Förderung der Einrichtungen. Auch die Kommunen, die sich in Eigenregie um ihre Arbeitslosen kümmern, lehnen deren Unterstützung ab.

mehr Infos: plenum-online, Februar 2006
und Juni 2006

  Marco Polo II: Mit einem einstimmigen Votum für verkehrs- und wirtschaftspolitische Umsteuerungen im Zuge des EU-Förderprogramms "Marco Polo II" hat der Landtag der Landesregierung eine klare Handlungsvorgabe gemacht: Die Regierung soll hiesige Unternehmer im Bereich Logistik-, Transport- und Hafenwirtschaft dazu bewegen, den Güterverkehr verstärkt von der Straße auf die Schiene oder auf See zu verlagern und dafür von der EU vorgesehene Fördermittel zu beantragen. Schleswig-Holstein habe es als Verkehrsdrehscheibe zwischen Kontinentaleuropa und Skandinavien mit einem starken Transitverkehr zu tun, der durch den umweltfreundlicheren See- und Bahntransport abgemildert werden könnte, argumentierten die Grünen, die den Antrag eingebracht hatten.
  Ziel des Brüsseler Förderprogramms "Marco Polo II" ist es, den Zuwachs des internationalen Straßengüterverkehrs auf alternative Verkehrsträger zu verlagern und wenn möglich zu verringern. Nach Angaben des Europäischen Parlaments wird der Straßengüterverkehr ohne entschiedene Gegenmaßnahmen in Europa bis 2013 um circa 60 Prozent zunehmen.

mehr Infos: plenum-online, Juni 2006

 

  


  zurück zum Seitenanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:
Leukämie/Elbmarsch

Außerdem notiert: 
Trauer um H. Hagemann

Herzlichen Glückwunsch

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:
Verwaltungsmodernisierung
1. Lesungen:
Parlaments-Information
Laden-Öffnungszeiten
Große Anfrage:
Wohnungsbau
Anträge:
Gebietsreform
Sportwetten
Berichte:
Parlaments-Information
Rundfunkgebühren für PCs
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Schulgesetz
Hochschulgesetz
Anträge:
Dänisches Fernsehen
Berufsbildungs-Zentren
(ohne Aussprache)
Bericht:
Schwimmausbildung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Sozialgerichtsgesetz
Steuerberater (Versorgung)
(ohne Aussprache)
Anträge:
Migrationsberatung
Rauchfreie Zonen
Kindergesundheit
(ohne Aussprache)
Politik für ältere Menschen
(ohne Aussprache)
Berichte:
Rauchfreie Zonen
Kinderschutz
Frühförderung
Pflege
Arbeitsloseninitiativen
(ohne Aussprache)
1-Euro-Jobs
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Antrag:
Strom/Leitungsnetze
Große Anfrage:
Fehmarnbelt
Berichte:
Zhejiang
"Non-Resident-Limited"

F i n a n z e nt

2. Lesung:
Kfz-Zulassung
(ohne Aussprache)
Berichte:
Haushalt 2004/LRH
(ohne Aussprache)
Haushaltsrechnung 2004
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Landesnaturschutzgesetz

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Meerespolitik
Berichte:
Ostseekooperation
Marco Polo II
(ohne Aussprache)