Kindergesundheit:
Wie steht es um die Gesundheit der Kinder in Schleswig-Holstein?
Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung aus den jüngsten
Ergebnissen einer bundesweiten Studie? Auf diese und weitere
Fragen soll die Landesregierung bis zur
November-Tagung in einem schriftlichen Bericht antworten. Die
Parlamentarier votierten damit für einen Antrag der Liberalen.
Der FDP, die den Berichtsantrag eingebracht hatte, geht es
vor allem um die körperliche und psychische Gesundheit der jungen
Schleswig-Holsteiner sowie um das Gesundheitsverhalten der
Jugendlichen und Kinder. Grundlage des Berichtes sollen die
Ergebnisse der bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys
sein. Dahinter verbirgt sich eine Mitte des Jahres abgeschlossene,
repräsentative Studie. An 150 Orten der Bundesrepublik sind seit
2003 rund 18.000 Kinder und Jugendliche getestet worden. Die
Untersuchung zielte auf körperliche Beschwerden, akute und
chronische Krankheiten, psychische Verhaltensauffälligkeiten,
Ess-Störungen, Medikamentenkonsum und vielem mehr. In
Schleswig-Holstein wurden Kinder und Jugendliche aus Rendsburg,
Kiel, Honigsee und Pinneberg getestet.
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Berufsbildungszentren: Parteiübergreifend
haben die Abgeordneten für die November-Tagung einen
Abschlussbericht über die Weiterentwicklung der Beruflichen
Schulen zu Regionalen Berufsbildungszentren (RBZ)
eingefordert. Die Parlamentarier folgten damit einem Antrag
der Liberalen.
RBZ sind Berufsschulen, die bei
der Verwendung ihrer Finanzmittel und ihren Lehrinhalten
weitgehend selbständig agieren. Hierdurch soll eine
raschere Anpassung an die Erfordernisse der
Ausbildungsbetriebe erreicht werden. Die beruflichen Schulen
als RBZ sollen in kommunaler Trägerschaft bleiben und als
Kernaufgabe auch weiterhin den staatlichen Bildungsauftrag
erfüllen. Sie sollen aber auch in Kooperationen mit
Betrieben und anderen Einrichtungen der Wirtschaft
bedarfsgerechte und hochwertige Qualifizierungsangebote in
der Region mitentwickeln.
Das RBZ-Modell ist
2004/2005 an 14 der 39 berufsbildenden Schulen im Lande ein
Jahr lang erprobt worden. Das Bildungsministerium hatte
anschließend angekündigt, nach den positiven Erfahrungen
aus der Erprobungszeit rechtliche Voraussetzungen für die
Weiterentwicklung aller beruflichen Schulen zu Regionalen
Berufsbildungszentren zu schaffen. Die beruflichen Schulen
sollen unabhängig davon, ob ihre Schulträger sie zu RBZ
umwandeln, ab dem Schuljahr 2006/07 von den erweiterten
Gestaltungsmöglichkeiten der jetzigen Modellschulen
Gebrauch machen können.
mehr
Infos: plenum-online,
November
2005
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Altenpolitik: Der
Landtag wird sich in der März-Tagung des kommenden Jahres mit der
Lebenssituation von behinderten Senioren beschäftigen. Grundlage der Debatte im
kommenden Jahr soll ein von den Grünen beantragter schriftlicher Bericht der
Landesregierung sein, der sich schwerpunktmäßig mit der
Lebenswelt von behinderten Menschen nach dem Ausscheiden aus
dem Berufsleben beschäftigen wird. Die Grünen fordern
diesbezüglich eine integrative Politik, die darüber hinaus
auch die finanzielle Absicherung der Betroffenen
gewährleisten soll.
In Schleswig-Holstein
waren am Ende 2005 knapp 238.000 Personen als
schwerbehindert anerkannt. Im Vergleich zur Erhebung aus dem
Jahr 2003 ergibt sich eine Zunahme von 12.000 Personen oder
fünf Prozent. Diese erklärt sich fast ausschließlich
durch die Erhöhung der Zahl älterer Schwerbehinderter. Die
mit Abstand häufigste Art der schwersten Behinderung war
mit 63.300 Personen (27 Prozent aller Schwerbehinderten) die
Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen und
Organsystemen. An zerebralen Störungen oder
geistig-seelischen Beeinträchtigungen litten 38.400
Personen (16 Prozent). mehr Infos: plenum-online,
Mai
2006
und Februar
2006
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Schwimmausbildung: CDU
und SPD haben der Forderung der Liberalen nach einer Verbesserung der
Schwimmausbildung an Schleswig-Holsteins Schulen eine Absage erteilt.
Trotz sich häufender Schwimmunfälle und vermeintlich steigender Zahl
der Nichtschwimmer unter Kindern lehnten die Regierungsfraktionen
weitere statistische Erhebungen wegen des bürokratischen Aufwandes und
den damit verbundenen Kosten ab. Vom Tisch ist damit auch das von der
FDP angemahnte Konzept für eine Weiterentwicklung und Verbesserung der
Schwimmausbildung. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Opposition
zurückgewiesen.
Nach Ansicht von Wissenschaftlern steht die Häufung von Toten
bei Schwimmunfällen im direkten Zusammenhang mit dem mangelhaften
Schwimmunterricht an deutschen Schulen. Laut einer vom Deutschen
Sportbund in Auftrag gegebenen Studie steht an 20 Prozent aller Schulen
keine Sportstätte für den Schwimmunterricht zur Verfügung.
mehr Infos: plenum-online,
Mai
2006
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