Arbeitsschutz soll
reformiert werden
Kiel (SHL/11.10.).
Schleswig-Holstein plant eine Neuordnung des Arbeitsschutzes. Einen
entsprechenden Gesetzentwurf der Landesregierung hat das Plenum nach
Erster Lesung an den Sozialausschuss überwiesen. Laut der Vorlage
sollen die Aufgaben des staatlichen Arbeitsschutzes zum 1. Januar
2008 vom Landesamt für Gesundheit und Arbeitssicherheit (LGASH) in
Itzehoe auf die Unfallkasse Schleswig-Holstein in Kiel übertragen
werden. Damit werde "bundesweit ein neuer Weg
beschritten", um die "Qualität des Arbeitsschutzes zu
verbessern und Bürokratie abzubauen", sagte Sozialministerin
Gitta Trauernicht (SPD).
Torsten Geerdts (CDU) und Jutta Schümann (SPD)
lobten den Gesetzentwurf als richtigen Schritt zur Entlastung des
Landeshaushaltes. Die Zusammenlegung artverwandter Aufgaben erlaube
den Abbau von Bürokratie, eine bürgernahe Behandlung von Fragen im
Arbeitsschutz sowie Kosteneinsparungen. Die angekündigten Einsparungen
bleiben bei diesem
Gesetzentwurf "ein Geheimnis", widersprach Günther
Hildebrand (FDP). Grundsätzlich signalisierte er jedoch wie die
anderen Redner der Opposition Kompromissbereitschaft: Allerdings, so
Angelika Birk (Grüne) und Lars Harms (SSW), müsste garantiert
sein, dass Fragen des Arbeitsschutzes auch in Zukunft effizient
behandelt werden.