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Auf dieser
Seite: Demografischer
Wandel
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Top 17:
Herausforderungen
des demografischen Wandels für den Wirtschaftsstandort
Schleswig-Holstein annehmen
Antrag der
Fraktionen von CDU und SPD |
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Wirtschaft muss auf
demografischen Wandel reagieren
Landtag sieht
Entwicklungspotential im Bereich der Gesundheits- und
Kulturwirtschaft
Kiel (SHL/12.10.)
Schleswig-Holsteins Bevölkerung wird immer älter. Nach aktuellen
Prognosen des Statistikamtes Nord werden im Jahr 2020 bereits rund
30 Prozent aller Einwohner mindestens ihren 60. Geburtstag feiern.
Gleichzeitig sinkt die Zahl der Geburten weiter. Betroffen ist
davon auch die Wirtschaft: Sie muss verstärkt auf diese
Entwicklung eingehen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu
bleiben. Hierin waren sich alle Fraktionen im Plenum einig, so
dass ein von CDU und SPD eingebrachter Antrag unisono
verabschiedet werden konnte. Das Papier fordert die
Landesregierung auf, die heimischen Unternehmen bei dem Wandel zu
unterstützen und die Chancen der Entwicklung, etwa durch die
wachsende Nachfrage in der Gesundheits- oder Kulturwirtschaft, zu
nutzen. Allerdings kritisierte die Opposition, dass der Antrag
keine konkreten Vorschläge enthalte.
"Allgemeine Appelle helfen nicht",
mahnte Angelika Birk von den Grünen. Sie vermisse klare
Forderungen und Empfehlungen, wie zum Beispiel der
Landesseniorenrat oder das Altenparlament im Landeshaus (s.
Internetangebot des Landtages – Altenparlament)
erarbeitet haben. In die gleiche Kerbe schlug Ekkehard
Klug von den Liberalen: Der Antrag erscheine ihm nur sinnvoll,
wenn die Landesregierung "Butter bei die Fische" tue.
Lars Harms vom SSW vermisste vor allem klare Vorstellungen im
Bereich Tourismus.
Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU)
verwies ebenso wie Johannes Callsen (CDU) und Bernd Schröder
(SPD) auf zahlreiche bestehende Maßnahmen und Initiativen im
Land, die sich an ältere Beschäftigte richten – etwa das das
Weiterbildungskonzept oder das "Modellprojekt 50plus"
des Arbeitsministeriums. Diese sollten verstärkt unterstützt und
ausgebaut werden.
Nach Schätzungen des Statistikamts Nord wird sich
die Zahl der Über-65-Jährigen bis 2020, verglichen mit 2005, von
558.00 auf 657.00 erhöhen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der
Unter-15-Jährigen im gleichen Zeitraum von 430.000 auf 352.000.
Die Gesamtbevölkerungszahl des Landes bleibt den Berechnungen
zufolge stabil bei rund 2,8 Millionen.
Hintergrund:
Die Landesregierung soll die heimische
Wirtschaft bei der Bewältigung des demographischen
Wandels unterstützen. Das fordern CDU und SPD. Hierzu
gehöre, so die Koalitionsfraktionen, ein
"ausreichendes und gut ausgebildetes
Arbeitskräfteangebot". Christ- und Sozialdemokraten
betonen zudem, dass die Alterung der Gesellschaft auch
wirtschaftliche Chancen mit sich bringe, etwa in den
Bereichen Gesundheitswirtschaft, Kulturwirtschaft, Life
Science und Bildung.
Die geringere Zahl junger Menschen könnte den
Fachkräftemangel weiter verschärfen. So klagen
Arbeitgeber bereits jetzt, dass sie Ingenieur- und
Technikerstellen trotz einer großen Zahl von Arbeitslosen
nicht besetzen könnten. Das Bundeswirtschaftsministerium
schätzt die Einnahmenausfälle, die der deutschen
Wirtschaft durch den Fachkräftemangel entstehen, auf 20
Milliarden Euro für das Jahr 2007.
In Zahlen:
Demographischer Wandel in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holsteins Bevölkerung
altert. Nach Schätzungen des Statistikamts Nord wird sich
die Zahl der Über-65-Jährigen bis 2020, verglichen mit
2005, von 558.000 auf 657.000 erhöhen. Gleichzeitig sinkt
die Zahl der Unter-15-Jährigen im gleichen Zeitraum von
430.000 auf 352.000. Die Gesamtbevölkerungszahl des
Landes bleibt dabei den Berechnungen zufolge stabil bei
rund 2,8 Millionen. Laut Untersuchungen der
Bertelsmann-Stiftung wird sich dieser Trend bis 2050
weiter verstärken.
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