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Herausforderungen des demografischen Wandels für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein annehmen
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs.16/1627

Wirtschaft muss auf demografischen Wandel reagieren

Landtag sieht Entwicklungspotential im Bereich der Gesundheits- und Kulturwirtschaft

Kiel (SHL/12.10.) Schleswig-Holsteins Bevölkerung wird immer älter. Nach aktuellen Prognosen des Statistikamtes Nord werden im Jahr 2020 bereits rund 30 Prozent aller Einwohner mindestens ihren 60. Geburtstag feiern. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Geburten weiter. Betroffen ist davon auch die Wirtschaft: Sie muss verstärkt auf diese Entwicklung eingehen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierin waren sich alle Fraktionen im Plenum einig, so dass ein von CDU und SPD eingebrachter Antrag unisono verabschiedet werden konnte. Das Papier fordert die Landesregierung auf, die heimischen Unternehmen bei dem Wandel zu unterstützen und die Chancen der Entwicklung, etwa durch die wachsende Nachfrage in der Gesundheits- oder Kulturwirtschaft, zu nutzen. Allerdings kritisierte die Opposition, dass der Antrag keine konkreten Vorschläge enthalte.

"Allgemeine Appelle helfen nicht", mahnte Angelika Birk von den Grünen. Sie vermisse klare Forderungen und Empfehlungen, wie zum Beispiel der Landesseniorenrat oder das Altenparlament im Landeshaus (s. Internetangebot des Landtages: www.sh-landtag.de – Altenparlament) erarbeitet haben. In die gleiche Kerbe schlug Ekkehard Klug von den Liberalen: Der Antrag erscheine ihm nur sinnvoll, wenn die Landesregierung "Butter bei die Fische" tue. Lars Harms vom SSW vermisste vor allem klare Vorstellungen im Bereich Tourismus.

Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) verwies ebenso wie Johannes Callsen (CDU) und Bernd Schröder (SPD) auf zahlreiche bestehende Maßnahmen und Initiativen im Land, die sich an ältere Beschäftigte richten – etwa das das Weiterbildungskonzept oder das "Modellprojekt 50plus" des Arbeitsministeriums. Diese sollten verstärkt unterstützt und ausgebaut werden.

Nach Schätzungen des Statistikamts Nord wird sich die Zahl der Über-65-Jährigen bis 2020, verglichen mit 2005, von 558.00 auf 657.00 erhöhen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Unter-15-Jährigen im gleichen Zeitraum von 430.000 auf 352.000. Die Gesamtbevölkerungszahl des Landes bleibt den Berechnungen zufolge stabil bei rund 2,8 Millionen.


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