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Auf dieser
Seite: EU-Forschung
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Top 19:
Ausgestaltung
des Europäischen Forschungsraums
Antrag der
Fraktionen von CDU und SPD |
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EU-Forschungsraum:
Schleswig-Holstein soll sich
stärker beteiligen
Kiel (SHL/12.10.)
Schleswig-Holsteins Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen
verstärkt in den Europäischen Forschungsraum (EFR) eingebunden
werden. Das fordert der Landtag parteiübergreifend auf Basis
eines entsprechenden Antrags der Koalition. Ziel müsse ein
wissenschaftlicher "Binnenmarkt" sein, denn die
Spitzenforschung in der EU sei zurzeit weit verstreut und nicht
ausreichend vernetzt, betonten die Abgeordneten Niklas Herbst
(CDU) und Rolf Fischer (SPD). Die Opposition forderte zudem eine
Neuausrichtung der Forschungsziele sowie eine bessere
Finanzausstattung der Unis und Forschungseinrichtungen.
Grundlage der weiteren Entwicklung soll das
EU-Grünbuch "Der Europäische Forschungsraum: Neue
Perspektiven" sein. Hier wird ein Diskussionsprozess
angestoßen, an dessen Ende im kommenden Jahr konkrete Initiativen
der EU-Kommission stehen sollen. Das Konzept des EFR ist im Jahr
2000 auf dem EU-Rat von Lissabon beschlossen worden. In der so
genannten "Lissabon-Strategie", mit der die EU bis 2010
zum weltweit dynamischsten Wirtschaftsraum aufsteigen will, sind
auch Vorgaben für Forschung und Entwicklung enthalten: Die
Mitgliedsstaaten sollen beispielsweise drei Prozent ihres
Bruttoinlandsprodukts (BIP) für diesen Zweck ausgeben. Davon soll
die Wirtschaft zwei Drittel und der Staat ein Drittel aufbringen.
Tatsächlich liegt der Forschungsanteil am BIP in
Deutschland zurzeit aber nur bei 2,5 Prozent und in
Schleswig-Holstein nur bei 1,2 Prozent. Dies, so
Wissenschaftsminister Dietrich Austermann (CDU), liege zum großen
Teil an den geringen Aufwendungen der mittelständisch geprägten
heimischen Wirtschaft.
Ekkehard Klug (FDP) forderte, im Rahmen der
EU-Initiative auch bürokratische Vorgaben abzubauen. Die
"nachhaltige Entwicklung" mit den Schwerpunkten
Gesundheit, Energie und Klimawandel müsse bei den
EU-Forschungszielen stärker berücksichtigt werden, forderte
Angelika Birk (Grüne). Und Anke Spoorendonk (SSW) merkte an:
"Die Tatsache, dass immer noch zu wenige Frauen in Forschung
und Lehre tätig sind, stellt letztlich ein Entwicklungshemmnis
dar". Auch dies müsse in dem EU-Prozess berücksichtigt
werden.
Im Bildungs- sowie im Europaausschuss wird weiter
beraten.
Hintergrund:
CDU und SPD fordern, Schleswig-Holsteins
Hochschulen und Forschungseinrichtungen verstärkt in den
Europäischen Forschungsraum (EFR) einzubinden. Hierzu
müsse etwa ein "ungehinderter, effektiver
Wissensaustausch" und die Umstellung auf Bachelor-
und Master-Abschlüsse gehören, heißt es in dem Antrag
der Koalition. Grundlage der weiteren Entwicklung solle
das Grünbuch "Der Europäische Forschungsraum: Neue
Perspektiven" sein.
Das Konzept des EFR ist im Jahr 2000 auf dem EU-Rat
von Lissabon beschlossen worden. Demnach soll ein
europäischer "Binnenmarkt" für Forschung
entstehen. Das Konzept sieht im Wesentlichen vor,
einzelstaatliche und regionale Programme zu koordinieren.
Mit dem im April dieses Jahres aufgelegten
Grünbuch will die Europäische Kommission eine breite
Debatte unter den Forschungseinrichtungen, den
Wissenschaftlern, der Industrie, den Behörden sowie der
Öffentlichkeit in Gang setzen. Ziel ist es, einen
vereinigten und attraktiven europäischen Forschungsraum
zu schaffen. Die Kommission will die Ergebnisse der
Debatte nutzen, um Initiativen vorzubereiten, die 2008
vorgeschlagen werden sollen.
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