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Auf dieser
Seite: Familienzentren
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Top 30:
Kindertagesstätten
zu Familienzentren weiter entwickeln
Antrag der
Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drucksache 16/1079
Antrag der
Fraktionen von CDU und SPD – Drucksache 16/1107
(Ausschussüberweisung
am 30. November 2006)
Bericht und
Beschlussempfehlung des Sozialausschusses |
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Keine Chance für
Familienzentren
Schwarz-Rot und SSW lehnen Grünen-Antrag ab
Kiel (SHL/11.10.) Kindertagesstätten
werden in Schleswig-Holstein nicht verpflichtend zu
"Familienzentren" umgewandelt. Die Grünen fanden für
ihren bereits im November vergangenen Jahres eingebrachten Antrag
nur Unterstützung bei den Liberalen. CDU und SPD votierten wie
schon bei den Beratungen im Sozialausschuss dagegen und brachten
einen eigenen Antrag mit den Stimmen des SSW durch. Darin wird
begrüßt, wenn KiTas auch "Familien unterstützende
Maßnahmen" anbieten – konkrete Vorgaben sind aber nicht
enthalten. In den von den Grünen geforderten
"Familienzentren" sollten neben der KiTa-üblichen
Betreuung auch Angebote von Tagesmüttern, vorschulischer
Sprachförderung und Familienberatung Standard werden.
Mit dem CDU/SPD-Antrag wird die Landesregierung
auch gebeten, Projekte für Familien- oder Nachbarschaftszentren
nach einem bereits existierenden Modell im Landesteil Schleswig zu
unterstützen. Dort hat sich die Arbeitsgemeinschaft Deutsches
Schleswig e.V. als Träger von 30 Kindertageseinrichtungen
gebildet. Der Verein verfolgt unter anderem die Ziele, das
Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, sozialer und
nationaler Herkunft zu fördern sowie Bildung, Beratung und
Betreuung unter einem Dach anzubieten.
Die Grünen wollten ursprünglich den Ausbau von
KiTas zu "Dienstleistungsdrehscheiben" erreichen, in
denen Hilfsangebote so vernetzt sind, dass Familien insbesondere
in schwierigen Lebenslagen ein "Komplettpaket" von der
Lebens-, über die Berufs-, Rechts- und Erziehungsberatung bis hin
zu Therapien erhalten können.
Die Koalition, SSW und Landesregierung
argumentierten dagegen, die meisten Träger von KiTas würden
bereits jetzt ausreichend Angebote in diesem Bereich anbieten
beziehungsweise vermitteln. Eine Weiterentwicklung müsse
individuell vor Ort und nicht "von oben übergestülpt"
erfolgen. Außerdem würde der Aufbau von Familienzentren viel
Geld verschlingen, das nicht vorhanden sei.
Landesweit gibt es zurzeit 1.635
Kindertageseinrichtungen mit fast 94.000 Plätzen. Der
Landeszuschuss beträgt 60 Millionen Euro jährlich.
Hauptredner:
Frauke Tengler (CDU), Astrid Höfs (SPD),
Ekkehard Klug (FDP), Monika Heinold (Grüne), Lars Harms (SSW),
Familienministerin Gitta Trauernicht (SPD)
Hintergrund:
Ein Antrag der Grünen vom
letzten November, der die Umwandlung der
Kindertageseinrichtungen im Lande in
"Familienzentren" fordert, steht vor der
Ablehnung. Der Sozialausschuss empfiehlt dem Plenum mit
schwarz-roter Mehrheit, das Grünen-Papier zu verwerfen
und stattdessen einen nachgereichten CDU/SPD-Antrag
anzunehmen. Daran begrüßen es die Koalitionsfraktionen
zwar, "wenn Kindertagesstätten auch Familien
unterstützende Maßnahmen anbieten". Konkrete
Vorgaben werden jedoch nicht gemacht.
Ursprünglich hatten CDU und SPD einen
Regierungsbericht zum Thema anfordern wollen. Dieses
Anliegen haben sie aber im Laufe der Ausschussberatrungen
zurückgezogen.
Die Grünen-Pläne, die von der FDP unterstützt
werden, sehen vor, in den KiTas Familienzentren als „Dienstleistungsdrehscheiben"
einzurichten, in denen die Angebote von Tagesmüttern,
vorschulischer Sprachförderung und Familienberatung
zusammengefasst sind. Entsprechende Angebote bestehen
unter dem Namen "Early Excellence Center"
beispielsweise in Berlin und in München.
Landesweit gibt es zurzeit 1.635
Kindertageseinrichtungen mit fast 94.000 Plätzen. Der
Landeszuschuss beträgt 60 Millionen Euro jährlich.
Debatte bei
Antragstellung: plenum-online,
November
2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/november2006/texte/27_familienzentren.htm)
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