Während die Redner von CDU, SPD und FDP Austermanns Kurs grundsätzlich unterstützten, gingen Grüne und
SSW mit dem Minister hart ins Gericht. Die Kernvorwürfe: Die
Landesregierung habe kein tragfähiges Konzept zur Förderung der
Erneuerbaren Energien (SSW) und betreibe Lobbyismus (Grüne).
Statt die heimischen Windmüller zu unterstützen, setze sich das
Land für die Interessen der Stromkonzerne ein, die den Ausbau der
Durchleitungsnetze blockierten.
Der Bericht der Landesregierung sowie ein kurz vor
der Aussprache vorgelegter Antrag der Grünen, der den Ausbau des
Stromnetzes durch Erdkabel beinhaltet, wurde an den
Wirtschaftsausschuss sowie an den Umwelt- und Agrarausschuss
überwiesen.
Im Rahmen der Debatte reagierte
Wirtschaftsminister Austermann auf eine Anfrage von Lars Harms
(SSW) auf eine finanzielle Unterstützung des Landes für den
Ausbau der Husumer Messehalle, wo alljährlich die weltgrößte
Fachausstellung der Windenergiebranche stattfindet. Austermann
sicherte eine 80-prozentige Förderung des Projektes aus
Landesmitteln zu. Allerdings, so der Minister, liege bislang kein
Antrag aus Husum vor.
Weitere Stimmen aus dem Plenum:
Lars Harms (SSW): Es war der Wille, die
Windförderung auf die kommunale Ebene zu verlagern. Wie das
geschehen soll, darüber schweigt der Bericht sich aus.
Jens Magnussen (CDU): Die raumordnerischen
Vorgaben müssen geändert und Hemmnisse abgebaut werden.
Olaf Schulze (SPD): Wir dürfen nicht länger
akzeptieren, dass 95 Prozent des Stroms einer herkömmlichen
Glühlampe ungenutzt bleibt.
Günther Hildebrand (FDP): Das Land sollte die
Windkraft noch stärker fördern und dabei die Erprobung und den
Bau von Offshore-Anlagen so leicht wie möglich machen.
Detlef Matthiessen (Grüne): Die
Landesregierung unterstützt die Interessen der Netzbetreiber.
E.ON ist ihr wichtiger als die Interessen der Stromerzeuger im
Land.