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Auf dieser Seite: Kommunalrecht 

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Entwurf eines Gesetzes zur Änderung 
kommunalrechtlicher Vorschriften

Gesetzentwurf der Fraktion der FDP

Drs.: 16/2261 
Protokoll


Kommunalvertretungen: FDP will kleine Fraktionen stärken

Kiel (SHL/08.10.) Die FDP ist mit ihren Vorschlägen zur Besetzung von Vorsitzen und Ausschüssen von Kommunalvertretungen nur bei den anderen beiden Oppositionsparteien auf Zustimmung gestoßen. CDU, SPD und Landesregierung lehnten den Entwurf in Erster Lesung in weiten Teilen ab. Die Liberalen wollen die Gemeinde-, die Kreis- und die Amtsordnung an verschiedenen Stellen ändern, um die Einflussmöglichkeiten kleiner Fraktionen in Gemeindevertretungen, Amtsausschüssen und Kreistagen zu stärken: Sie sollen bessere Chancen bei der Benennung der stellvertretenden Vorsitzenden sowie bei der Vergabe der Ausschusssitze und der Ausschussvorsitze erhalten, indem das derzeit verwendete Stimmauszählungsverfahren nach d’Hondt durch das System Sainte-Laguë ersetzt wird.

Kleinere Fraktionen sollen nach Willen der Liberalen zudem in Ausschüsse, in denen sie keinen Sitz errungen haben, ein zusätzliches beratendes Mitglied entsenden können. Dieses Zusatzmitglied soll auch an nicht-öffentlichen Sitzungen teilnehmen und das Wort ergreifen können. „Ziel unseres Gesetzentwurfes ist es, die Besetzung der kommunalen Ausschüsse dem Wahlergebnis angemessener zu gestalten sowie die Ausschussbeteiligung aller in einer Vertretung vorhandener Gruppierungen sicherzustellen", begründete Günther Hildebrand (FDP) den Vorstoß.

Diskussion um Beteiligungspflicht von 
Menschen mit Behinderung

Die Grünen, die bereits im Juli und im September ähnliche Änderungen im Wahlrecht zum Landtag sowie zum Gemeinde- und Kreiswahlrecht eingebracht hatten, begrüßten den Vorstoß der Liberalen, ebenso der SSW. Die SPD kündigte Unterstützung für die im Entwurf geforderte Beteiligungspflicht von Menschen mit Behinderungen bei sie betreffenden Vorhaben an. Die CDU hielt diesen Vorschlag für unnötig – es gebe bereits ein umfangreiches Beteiligungsgebot.

Der Gesetzentwurf wurde an den Innen- und Rechtsausschuss überwiesen.

Hauptredner: Werner Kalinka (CDU), Klaus-Peter Puls (SPD), Monika Heinold (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Innenminister Lothar Hay (SPD)

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Hintergrund:
Die FDP legt dem Landtag Vorschläge zur Besetzung der Ausschüsse von Kommunalvertretungen sowie zur Reform der Wahl von Vorsitzenden vor. Die Liberalen wollen die Gemeinde, die Kreis- und die Amtsordnung an verschiedenen Stellen ändern.

So sollen kleine Fraktionen in Gemeindevertretungen, Amtsausschüssen und Kreistagen gestärkt werden. Sie sollen mehr Einfluss auf die Besetzung der Vorsitzenden, der Ausschusssitze und der Ausschussvorsitze erhalten, indem das derzeit verwendete Höchstzahlverfahren bei der Verteilung dieser Posten durch ein Niedrigstwertverfahren ersetzt wird. Kleinere Fraktionen sollen zudem in Ausschüsse, in denen sie keinen Sitz errungen haben, ein zusätzliches beratendes Mitglied entsenden können. Dieses Zusatzmitglied soll auch an nicht-öffentlichen Sitzungen teilnahmen und das Wort ergreifen können.

Zudem fordert die FDP eine Beteiligungspflicht für Menschen mit Behinderung an kommunalen Entscheidungen, die ihre Belange betreffen, ähnlich der vor einigen Jahren erlassenen Beteiligungspflicht für Jugendliche. Diese Forderung hatte sie bereits im März 2006 erhoben (plenum-online März 2006). Die FDP war aber an der Große Koalition gescheitert, die stattdessen im Juni 2006 einen Appell an die Kommunen aussprach, Behinderte in gemeindliche Planungen stärker einzubeziehen (plenum-online Mai/Juni 2006).

Der Landtag hat zuletzt im Juli auf Initiative der Grünen über eine Reform des Kommunalwahlrechts debattiert.

Vorherige Debatten zum Thema Landtags-, Kreis- u. Gemeindewahlgestez:
plenum-online, Juli 2008  und September 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Ausbildungszentrumsgesetz
Brandschutzgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Denkmalschutzgesetz
Kommunalrechtliche Vorschriften

F i n a n z e nt

2. Lesung:
Landesbesoldungsgesetz
1. Lesungen:
Bundesbesoldung/
Beamtenversorgung
Nordwestdt. Klassenlotterie
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Große Anfrage:
Jugend in Schleswig-Holstein
Anträge:
Honorarreform für Ärzte
Betreuung Demenzkranker
Berichte:
Gesundheitsdienst/
Kinderuntersuchungen
Jugendaustausch
Menschenwürde über
den Tod hinaus

(ohne Aussprache)
Dt.-dän. Kooperation im Gesundheitsbereich
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Hinterlandanbindung Fehmarnbelt-Querung
Bundesstraße B 5
Nahverkersplan
(ohne Aussprache)
Seeschifffahrt/Azubis
(ohne Aussprache)
Bericht:
Tourismuswirtschaft

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Berichte:
Biodiversitäts-Strategie
Küstenschutzmaßnahmen
(ohne Aussprache)
Milchmengen-Saldierung
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Berichte:
KiTa-Gebühren
Unterrichtssituation 2007/08
Landesmuseen
Volksinitiative Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Ostseeparlamentarier-
Konferenz
Minderheitenpolitik