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Honorarreform
2009:
Schleswig-Holsteins Ärzte
können noch hoffen

Kiel (SHL/08.10.) Die Ärzte
in Schleswig-Holstein können doch noch hoffen, mehr Geld zu
bekommen. Am 17. Oktober werde der erweiterte Bewertungsausschuss
auf Bundesebene erneut beraten – „dabei werden Korrekturen
einfließen", erklärte Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht in
einem von der FDP geforderten Bericht über die Auswirkungen der
Honorarreform 2009. Der Bewertungsausschuss erstellt das
Gebührenverzeichnis, nach dem die Ärzte ihre erbrachten Leistungen
abrechnen können. Fraktionsübergreifend wurde die Nachberatung
begrüßt und die Hoffnung ausgedrückt, dass hierbei bessere
Ergebnisse für die Ärzte im Lande herauskommen.
Hintergrund. Ende August hatten sich die die
Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen auf eine
Reform der Honorarabrechung und eine Anhebung der
Gesamt-Honorarsumme verständigt. Die niedergelassenen Ärzte sollen
demnach statt wie bislang 23 Milliarden Euro nun rund 25,5
Milliarden pro Jahr erhalten. Vorausgegangen war ein hartes Ringen
und eine Schlichtung – die Ärzte hatten ursprünglich 4,5
Milliarden mehr verlangt.
Schleswig-Holstein liegt unter dem
Schnitt
Allerdings wird das
Einnahme-Plus regional unterschiedlich ausfallen. In
den neuen Bundesländern wird ein Zuwachs zwischen zehn
und 20 Prozent erwartet. Die Mediziner im Osten würden
dann 95 Prozent der Honorare ihrer West-Kollegen erhalten.
Kassenärzte in Niedersachsen und im Saarland sollen
nächstes Jahr über elf Prozent mehr Geld bekommen. Im
Schnitt gehen die Arzt-Honorare in Westdeutschland um 6,9
Prozent nach oben. Aber: In Schleswig-Holstein liegt die
Steigerung mit 3,9 Prozent unter dem Schnitt.
„Lediglich in
Baden-Württemberg und im Bezirk Nordrhein kommen die Ärzte noch
schlechter weg", monierte Heiner Garg (FDP). Das eigentliche
Ziel der Honorarreform, eine bundesweit gerechte und einheitlichere
Vergütung herzustellen, werde konterkariert. „Sparsamkeit lohnt
sich nicht – das Verletzen von Budgetgrenzen aber sehr wohl. Damit
ist das mühsam eingeführte Sparbewusstsein und Sparverhalten auf
einen Schlag obsolet geworden", stimmte Anke Spoorendonk (SSW)
zu. Auch Ursula Sassen (CDU) und Jutta Schümann (SPD) kritisierten,
dass wirtschaftliches Verhalten der Ärzte nicht honoriert wird. Und
Angelika Birk (Grüne) erklärte: „Gleicher Lohn für
gleichwertige Leistung, das muss für niedergelassene Ärzte
bundesweit und innerhalb aller Arztgruppen gelten."
Hintergrund:
Die FDP fordert einen Regierungsbericht über die
Auswirkung der Honorarreform auf die niedergelassenen
Ärzte in Schleswig-Holstein. Die Liberalen wollen wissen,
wie sich die Vergütung der Mediziner im Lande entwickelt,
warum es Unterschiede bei den Zuwächsen zwischen
Schleswig-Holstein und anderen westdeutschen Ländern gibt
und wie die Landesregierung sich für das Ziel einer
bundesweit einheitlichen Vergütung einsetzt.
Ende August
haben sich die die Kassenärztlichen Vereinigungen und die
Krankenkassen auf eine Reform der Honorarabrechung und
eine Anhebung der Gesamt-Honorarsumme verständigt. Die
niedergelassenen Ärzte sollen demnach statt wie bislang
23 Milliarden Euro nun rund 25,5 Milliarden pro Jahr
erhalten. Vorausgegangen war ein hartes Ringen und eine
Schlichtung – die Ärzte hatten ursprünglich 4,5
Milliarden mehr verlangt.
Schleswig-Holstein
unterm Schnitt
Das
Einnahme-Plus wird regional unterschiedlich ausfallen. In
den neuen Bundesländern wird ein Zuwachs zwischen zehn
und 20 Prozent erwartet. Die Mediziner im Osten würden
dann 95 Prozent der Honorare ihrer West-Kollegen erhalten.
Kassenärzte in Niedersachsen und im Saarland sollen
nächstes Jahr über elf Prozent mehr Geld bekommen. Im
Schnitt gehen die Arzt-Honorare in Westdeutschland um 6,9
Prozent nach oben. Aber: In Schleswig-Holstein liegt die
Steigerung mit 3,9 Prozent unter dem Schnitt.
Die Kosten
für die Honorar-Anhebung werden wohl die Kassenpatienten
zu tragen haben: Nach dem Beschluss des schwarz-roten
Koalitionsausschusses in Berlin vom Wochenende soll der
Beitragssatz für die Krankenversicherung, der derzeit im
Schnitt bei 14,92 Prozent liegt, mit Einführung des
Gesundheitsfonds Anfang 2009 auf einheitlich 15,5 Prozent
steigen.
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