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Auf dieser
Seite: Unterrichtssituation
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Unterrichtssituation im Schuljahr 2007/08
Federführend ist das Ministerium für Bildung und Frauen |
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Positive Signale in
Sachen Unterrichtsversorgung
Kiel (SHL/08.10.) Die
Unterrichtsversorgung an Schleswig-Holsteins Schulen hat sich weiter
verbessert. Dies hat Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) mit Blick
auf den Regierungsbericht für das Schuljahr 2007/2008 deutlich gemacht.
Gleichwohl mahnte Erdsiek-Rave weitere Anstrengungen für eine noch
bessere Situation an. Unter anderem müssten die Schulen „die tausend
bewilligten Lehrerstellen" ökonomisch sinnvoll nutzen. Ihr
Ministerium werde darauf achten, dass „diese Lehrer tatsächlich für
mehr Unterricht und nicht für kleinere Klassen eingesetzt werden".
Laut dem Papier lag der Unterrichtsausfall im vergangenen Jahr bei 1,74
Prozent. Im Schuljahr 2003/04 hatte die Quote noch bei 2,6 Prozent
gelegen.
Trotz der neuen Stellen und des verringerten
Unterrichtsausfalls bei gleichzeitigem Rückgang der Schülerzahl an den
allgemeinbildenden und den berufsbildenden Schulen um 500 auf insgesamt 415.600 (-0,1 Prozent) im Vergleich zu 2006/2007
reagierte das Plenum kritisch auf die aktuelle Bestandsaufnahme. So
mahnte Susanne Herold (CDU) eine „bessere individuelle Förderung der
Schüler" an und Detlef Buder (SPD) forderte größere
Anstrengungen für eine Erhöhung der Abiturientenquote, die bei 22,6
Prozent derzeit unter dem Bundesdurchschnitt liege.
Während die Grünen-Abgeordnete Angelika Birk (Grüne)
grundsätzlich „schwierige Rahmenbedingungen" für das Lernen
ausmachte, rechnete Ekkehard Klug von den Liberalen vor, dass sich die
„Schüler-Lehrer-Relation von 1:16 auf 1:18 vergrößert hat".
Anke Spoorendonk (SSW) merkte an, dass „der vorliegende Bericht eine
Wirklichkeit widerspiegelt", die es wegen des im vergangenen Jahr
novellierten Schulgesetzes nicht mehr gebe.
Der Bericht wurde zur Beratung an den Bildungsausschuss
überwiesen.
Hintergrund:
Die Landesregierung präsentiert ihren jährlichen
Bericht über die Unterrichtssituation an
Schleswig-Holsteins Schulen. Er behandelt das abgelaufene
Schuljahr 2007/2008.
Einige
Aspekte:
- Die Zahl der Schüler
an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen des
Landes ist erneut leicht zurückgegangen – um 0,1
Prozent auf 415.600. Allerdings konnten die Gymnasien,
die Gesamtschulen und die neu eingerichteten
Gemeinschaftsschulen ein Plus an Schülern
verzeichnen, während alle anderen Schultypen rückläufige
Zahlen aufwiesen.
- Die Klassengröße
lag in den Grundschulen bei 21,7 und in den
Hauptschulen bei 21,5. Im Schnitt besuchten 22,9
Realschüler, 25,8 Gymnasiasten (in der Unter- und
Mittelstufe) und 19,6 Berufsschüler eine Klasse.
Damit lag Schleswig-Holstein jeweils unterhalb des
Durchschnitts aller Bundesländer
- Die Zahl der
Einschulungen war im fünften Jahr in Folge rückläufig:
Sie sank um 440 auf 27.245.
- Im Schuljahr 07/08
wurden insgesamt 750 Lehrer dauerhaft in den
Schuldienst übernommen. 1.063 Pädagogen erhielten
Zeitverträge. Zudem wurden 617 Bewerber in den
Vorbereitungsdienst aufgenommen.
- Der
Unterrichtsausfall lag bei 1,74 Prozent. Zum
Vergleich: Im Schuljahr 2003/04 waren es 2,6 Prozent.
- Bei den erteilten
Unterrichtsstunden pro Schüler rangiert
Schleswig-Holstein überwiegend unter dem Länderschnitt.
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