Gesundheitsberichterstattung:
Breite Kritik an Kreisen
Kiel (SHL/09.10.) Knapp sieben
Jahre nach Inkrafttreten des Gesundheitsdienst-Gesetzes hat der Landtag
fraktionsübergreifend die Gesundheitsberichterstattung der Kreise und
kreisfreien Städte im Land kritisiert. Sie kranke daran, dass nur
wenige Regionen über eine grundlegende Berichterstattung hinauskämen,
hieß es unisono.
Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht (SPD), die auf
Antrag von CDU und SPD ein knapp 40seitiges Papier über die
Praxisausführung des Gesundheitsdienst-Gesetzes vorgelegt hatte,
erkannte zwar „Anlaufschwierigkeiten einiger Kommunen",
versicherte im Plenum aber, die Zusammenarbeit von Land und Kreisen „läuft
seit 2004 besser". Konkret lobte sie die einheitlich in
Schleswig-Holstein durchgeführten und dokumentierten
Schuleingangsuntersuchungen bei Erstklässlern.
Redner aller Fraktionen betonten dagegen, es gebe
Nachbesserungsbedarf. Einige Kreise hätten mit ihrer Arbeit bisher kaum
etwas auf die Beine gestellt, das das Prädikat
Gesundheitsberichterstattung verdient habe. Ihre Forderung: Die
Landesregierung müsse zumindest in einigen Punkten konkrete
Handlungsvorgaben machen, auch um eine Vergleichbarkeit der Daten zu
bewirken, die als Grundlage politischen Handelns betrachtet werden.
Der Bericht wurde zur abschließenden Beratung an den
Sozialausschuss überwiesen.
Weitere
Redner: Ursula Sassen (CDU), Jutta Schümann (SPD), Heiner
Garg (FDP), Angelika Birk (Grüne), Lars Harms (SSW)