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Auf dieser
Seite: Landesmuseen
Schloss Gottorf
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Top 29
Bericht für 2007 nach § 6 Abs. 3 des Gesetzes über die
Errichtung der "Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen
Schloss Gottorf"
Federführend ist der Ministerpräsident |
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Landesmuseen
verzeichnen erneut steigende Besucherzahlen
Aber: Investitionsbedarf und Energiekosten
bereiten Sorgen
Kiel (SHL/08.10.) Für die
sechs Landesmuseen war 2007 ein gutes Jahr. Das erklärte
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) in der Diskussion
des Berichts des Stiftungsrates "Schleswig-Holsteinische
Landesmuseen Schloss Gottorf". Der Regierungschef, der auch
Stiftungsratsvorsitzender ist, bezeichnete dabei Schloss Gottorf
als den „kulturellen Leuchtturm des Landes". Hintergrund:
Laut dem Papier konnten die Landesmuseen im Vorjahr insgesamt
steigende Besucherzahlen verzeichnen - von 332.800 im Jahr 2006
auf 365.400. Der Zuwachs geht zum größten Teil auf die
Fertigstellung des Barockgartens von Schloss Gottorf in Schleswig
im August letzten Jahres zurück: Hierhin strömten 27.000 Gäste.
Haupt-Publikumsmagnet war erneut Schloss Gottorf, obwohl die Zahl
der Gäste von 144.600 auf 130.600 zurückging.
In der Aussprache warnte Henning Höppner (SPD)
davor, zurückgehende Besucherzahlen in einzelnen Museen mit einer
Anhebung der Eintrittsgelder kompensieren zu wollen. „Dies ist
ein Irrweg". Die Unterhaltung der Gebäude bereiteten
Ekkehard Klug (FDP) und Angelika Birk (Grüne) Sorgen. „Der
weitere Investitionsbedarf, insbesondere im Bereich dringend
notwendiger Sanierungen, ist groß", so Klug. Im
Haushaltsentwurf für 2009/2010 seien dafür steigende Mittel
eingeplant, die aber nur einen kleineren Teil der insgesamt auf
zwölf Millionen Euro geschätzten Investitionen abdecken würden.
Birk regte angesichts der steigenden Energiekosten ein neues
Konzept für die Museen an. Auch Wilfried Wengler (CDU)
konstatierte: „Wir werden uns über weitere Investitionen in den
baulichen Erhalt sowie über steigende Personal- und Energiekosten
unterhalten müssen."
Als „bedenklich" empfand die
SSW-Vorsitzende im Landtag, Anke Spoorendonk, dass „viele
Ausstellungs-Höhepunkte der vergangenen Jahre nur einen geringen
Bezug zum Land aufwiesen". Ministerpräsident Carstensen
regte an, die „Vernetzung mit Dänemark" voranzutreiben:
„Das ist historisch sinnvoll, weil wir ein Teil einer
skandinavisch-schleswig-holsteinischen Geschichte sind."
Eckdaten der Bilanz 2007
Die Stiftung erwirtschaftete 2007 Einnahmen in
Höhe von 1,713 Millionen Euro. Den Löwenanteil machten dabei die
Eintrittskarten mit einer Summe von 1,276 Millionen aus. Vom Land
erhielt die Stiftung Zuschüsse von knapp sechs Millionen Euro.
Auf der Ausgabenseite entfiel der Großteil mit 4,527 Millionen
Euro auf das Personal. Durch die zuletzt vorgenommenen
Erweiterungen, etwa den Barockgarten und die Wikingerhäuser in
Haithabu, hat sich die Finanzlage der Stiftung verschlechtert.
Allein für die Wikingerhütten am Haddebyer Noor hat die Stiftung
600.000 Euro zugeschossen.
Zu den Landesmuseen gehören neben Schloss Gottorf
mit Garten und Globushaus das Volkskundemuseum Schleswig, das
Wikinger Museum Haithabu, das Jüdische Museum Rendsburg und das
Kloster Cismar (Kreis Ostholstein).
Der Bericht wurde an den Bildungsausschuss
überwiesen.
Hintergrund:
Der Landtag berät den Bericht des Stiftungsrates der
"Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen
Schloss Gottorf" für das Jahr 2007.
Besucherzahlen
Laut dem
Papier konnten die sechs Landesmuseen im Vorjahr insgesamt
steigende Besucherzahlen verzeichnen: von 332.800 im Jahr
2006 auf 365.400. Der Zuwachs geht zum größten Teil auf
die Fertigstellung des Barockgartens von Schloss Gottorf
in Schleswig im August letzten Jahres zurück: Die Anlage
im Stil des 17. Jahrhunderts lockte über 27.000 Besucher
an. Über verstärkten Zuspruch freuten sich auch das
Jüdische Museum in Rendsburg. Hier stieg die Zahl der
Gäste von 4.900 auf 8.000. Auch das Schleswiger
Volkskundemuseum und das Wikinger-Museum in Haithabu
verzeichneten einen Anstieg um 34 beziehungsweise zehn
Prozent. Haupt-Publikumsmagnet war erneut Schloss Gottorf
in Schleswig, obwohl die Zahl der Gäste von 144.600 auf
130.600 zurückging.
Finanzen
Die
Stiftung erwirtschaftete Einnahmen in Höhe von rund 1,71
Millionen Euro. Den Löwenanteil machten dabei die
Eintrittskarten aus (etwa 1,28 Millionen Euro). Das
entsprach in etwa dem Ergebnis des Vorjahres. Vom Land
erhielt die Stiftung Zuschüsse von knapp sechs Millionen
Euro. Auf der Ausgabenseite entfiel der Großteil mit
knapp 4,53 Millionen Euro auf das Personal. Hinzu kommen
Betriebskosten und Baumaßnahmen. Durch die zuletzt
vorgenommenen Erweiterungen, etwa den Barockgarten und
neue Wikingerhäuser in Haithabu, hat sich die Finanzlage
der Stiftung verschlechtert. Allein für die
Wikingerhütten am Haddebyer Noor hat die Stiftung 600.000
Euro zugeschossen. Konsequenz: „Zukünftig wird sich der
Liquiditätsspielraum der Stiftung weiter
reduzieren", heißt es in dem Bericht.
Zu den
Landesmuseen gehören neben Schloss Gottorf, dem
Volkskundemuseum, dem Wikinger Museum und dem Jüdischen
Museum noch das Kloster Cismar (Kreis Ostholstein) sowie
das Globushaus im Garten von Schloss Gottorf.
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