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Auf dieser Seite: Landesmuseen Schloss Gottorf 

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Bericht für 2007 nach § 6 Abs. 3 des Gesetzes über die Errichtung der "Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf"

Federführend ist der Ministerpräsident

Drs.: 16/2235 
Protokoll


Landesmuseen verzeichnen erneut steigende Besucherzahlen

Aber: Investitionsbedarf und Energiekosten 
bereiten Sorgen

Kiel (SHL/08.10.) Für die sechs Landesmuseen war 2007 ein gutes Jahr. Das erklärte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) in der Diskussion des Berichts des Stiftungsrates "Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf". Der Regierungschef, der auch Stiftungsratsvorsitzender ist, bezeichnete dabei Schloss Gottorf als den „kulturellen Leuchtturm des Landes". Hintergrund: Laut dem Papier konnten die Landesmuseen im Vorjahr insgesamt steigende Besucherzahlen verzeichnen - von 332.800 im Jahr 2006 auf 365.400. Der Zuwachs geht zum größten Teil auf die Fertigstellung des Barockgartens von Schloss Gottorf in Schleswig im August letzten Jahres zurück: Hierhin strömten 27.000 Gäste. Haupt-Publikumsmagnet war erneut Schloss Gottorf, obwohl die Zahl der Gäste von 144.600 auf 130.600 zurückging.

In der Aussprache warnte Henning Höppner (SPD) davor, zurückgehende Besucherzahlen in einzelnen Museen mit einer Anhebung der Eintrittsgelder kompensieren zu wollen. „Dies ist ein Irrweg". Die Unterhaltung der Gebäude bereiteten Ekkehard Klug (FDP) und Angelika Birk (Grüne) Sorgen. „Der weitere Investitionsbedarf, insbesondere im Bereich dringend notwendiger Sanierungen, ist groß", so Klug. Im Haushaltsentwurf für 2009/2010 seien dafür steigende Mittel eingeplant, die aber nur einen kleineren Teil der insgesamt auf zwölf Millionen Euro geschätzten Investitionen abdecken würden. Birk regte angesichts der steigenden Energiekosten ein neues Konzept für die Museen an. Auch Wilfried Wengler (CDU) konstatierte: „Wir werden uns über weitere Investitionen in den baulichen Erhalt sowie über steigende Personal- und Energiekosten unterhalten müssen."

Als „bedenklich" empfand die SSW-Vorsitzende im Landtag, Anke Spoorendonk, dass „viele Ausstellungs-Höhepunkte der vergangenen Jahre nur einen geringen Bezug zum Land aufwiesen". Ministerpräsident Carstensen regte an, die „Vernetzung mit Dänemark" voranzutreiben: „Das ist historisch sinnvoll, weil wir ein Teil einer skandinavisch-schleswig-holsteinischen Geschichte sind."

   Eckdaten der Bilanz 2007

Die Stiftung erwirtschaftete 2007 Einnahmen in Höhe von 1,713 Millionen Euro. Den Löwenanteil machten dabei die Eintrittskarten mit einer Summe von 1,276 Millionen aus. Vom Land erhielt die Stiftung Zuschüsse von knapp sechs Millionen Euro. Auf der Ausgabenseite entfiel der Großteil mit 4,527 Millionen Euro auf das Personal. Durch die zuletzt vorgenommenen Erweiterungen, etwa den Barockgarten und die Wikingerhäuser in Haithabu, hat sich die Finanzlage der Stiftung verschlechtert. Allein für die Wikingerhütten am Haddebyer Noor hat die Stiftung 600.000 Euro zugeschossen.

Zu den Landesmuseen gehören neben Schloss Gottorf mit Garten und Globushaus das Volkskundemuseum Schleswig, das Wikinger Museum Haithabu, das Jüdische Museum Rendsburg und das Kloster Cismar (Kreis Ostholstein).

Der Bericht wurde an den Bildungsausschuss überwiesen.

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Hintergrund:
Der Landtag berät den Bericht des Stiftungsrates der "Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf" für das Jahr 2007.

   Besucherzahlen

Laut dem Papier konnten die sechs Landesmuseen im Vorjahr insgesamt steigende Besucherzahlen verzeichnen: von 332.800 im Jahr 2006 auf 365.400. Der Zuwachs geht zum größten Teil auf die Fertigstellung des Barockgartens von Schloss Gottorf in Schleswig im August letzten Jahres zurück: Die Anlage im Stil des 17. Jahrhunderts lockte über 27.000 Besucher an. Über verstärkten Zuspruch freuten sich auch das Jüdische Museum in Rendsburg. Hier stieg die Zahl der Gäste von 4.900 auf 8.000. Auch das Schleswiger Volkskundemuseum und das Wikinger-Museum in Haithabu verzeichneten einen Anstieg um 34 beziehungsweise zehn Prozent. Haupt-Publikumsmagnet war erneut Schloss Gottorf in Schleswig, obwohl die Zahl der Gäste von 144.600 auf 130.600 zurückging.

   Finanzen

Die Stiftung erwirtschaftete Einnahmen in Höhe von rund 1,71 Millionen Euro. Den Löwenanteil machten dabei die Eintrittskarten aus (etwa 1,28 Millionen Euro). Das entsprach in etwa dem Ergebnis des Vorjahres. Vom Land erhielt die Stiftung Zuschüsse von knapp sechs Millionen Euro. Auf der Ausgabenseite entfiel der Großteil mit knapp 4,53 Millionen Euro auf das Personal. Hinzu kommen Betriebskosten und Baumaßnahmen. Durch die zuletzt vorgenommenen Erweiterungen, etwa den Barockgarten und neue Wikingerhäuser in Haithabu, hat sich die Finanzlage der Stiftung verschlechtert. Allein für die Wikingerhütten am Haddebyer Noor hat die Stiftung 600.000 Euro zugeschossen. Konsequenz: „Zukünftig wird sich der Liquiditätsspielraum der Stiftung weiter reduzieren", heißt es in dem Bericht.

Zu den Landesmuseen gehören neben Schloss Gottorf, dem Volkskundemuseum, dem Wikinger Museum und dem Jüdischen Museum noch das Kloster Cismar (Kreis Ostholstein) sowie das Globushaus im Garten von Schloss Gottorf.

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