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Auf dieser Seite: Jugendaustausch 

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Internationale(r) Jugendaustausch / Jugendbegegnung
Landtagsbeschluss vom 18. Juli 2008 –  Drucksache 16/2139
Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren

Drs.: 16/2236 
Protokoll


Jugendaustausch: Trotz sinkender
Teilnehmerzahlen „unverzichtbar"

Kiel (SHL/09.10.) Der internationale Jugendaustausch leistet einen „unverzichtbaren Beitrag" zur Eigenständigkeit und zur Horizonterweiterung junger Menschen. Das betonte Jugendministerin Gitta Trauernicht (SPD) in einem von den Grünen beantragten Regierungsbericht. Der grenzüberschreitende Kontakt sei zudem ein „Lernfeld für gesellschaftliche Mitverantwortung", so die Ministerin. Junge Menschen könnten so Verständnis für andere Kulturen und interkulturelle Kompetenz entwickeln. Einmütig lobten die Abgeordneten die vielfältigen Projekte in diesem Bereich. Sie mahnten allerdings an, Auslandsaufenthalte müssten unabhängig vom Geldbeutel der Eltern möglich sein; sie dürften „keine Programme nur für Besserverdienende und Gymnasiasten" werden.

Land und Bund fördern eine Vielzahl von Projekten. Aus dem Regierungsbericht geht allerdings hervor, dass die Zahl der Teilnehmer an vielen der Programme in den letzten Jahren zurückgegangen ist – was auch seitens der Opposition bemängelt wurde. Zu den vom Land geförderten Projekten zählen zum Beispiel die jährlichen einwöchigen Ostsee-Jugendkonferenzen und das Ostsee-Jugendmediencamp. 422 deutsche Teilnehmer haben im Vorjahr an insgesamt 22 Projekten dieser Art teilgenommen, rund 100 weniger als zwei Jahre zuvor.

An den vom Bund bezuschussten Schüler-Austauschprogrammen mit Israel, Tschechien und Russland haben sich im letzten Jahr 61 schleswig-holsteinische Jugendliche beteiligt – 2005 waren es noch 148. Auch die Zahl der schleswig-holsteinischen Teilnehmer an den Reisen des deutsch-französischen und des deutsch-polnischen Jugendwerks ist seit 2005 gesunken: von 673 auf 367 im letzten Jahr.

Der Sozialausschuss berät das Thema weiter.

Hauptredner: Monika Heinold (Grüne), Niclas Herbst (CDU), Sandra Redmann (SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Auf Antrag der Grünen berichtet die Landesregierung über den internationalen Jugendaustausch. Die Regierung misst der Begegnung junger Menschen über Grenzen hinweg große Bedeutung zu. Sie sei „ein komplexes Übungsfeld für gesellschaftliche Mitverantwortung und soziales Engagement, für Toleranz und Verständnis gegenüber dem Fremden". Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an vielen der Projekte in den letzten Jahren laut dem Regierungspapier zurückgegangen.

Zu den vom Land geförderten Projekten zählen die jährlichen einwöchigen Ostsee-Jugendkonferenzen und das Ostsee-Jugendmediencamp. 422 deutsche Teilnehmer haben im Vorjahr an insgesamt 22 Projekten dieser Art teilgenommen, rund 100 weniger als zwei Jahre zuvor. Für diese Begegnungsformen hat das Sozialministerium im Jahr 2007 insgesamt 71.000 Euro zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen 87.000 Euro für das vom Landesjugendring Schleswig-Holstein betreute Ostsee-Jugendbüro, das sich zu „einer wichtigen Informationsagentur für Jugendarbeit" entwickelt habe, so das Ministerium.

   Kürzungen bei Austauschprogrammen

Der Bund fördert Programme wie den Schüleraustausch mit Israel, Tschechien und Russland. Allerdings sind die Zuschüsse in den letzten Jahren drastisch zurückgefahren worden. So wurden Fahrtkosten- und Taschengeldzahlungen für Gäste aus Osteuropa gekürzt. An diesen Programmen haben sich im letzten Jahr 61 schleswig-holsteinische Jugendliche beteiligt – 2005 waren es noch 148. Auch die Zahl der schleswig-holsteinischen Teilnehmer an den Reisen des deutsch-französischen und des deutsch-polnischen Jugendwerks ist seit 2005 gesunken: von 673 auf 367 im letzten Jahr.

   Mehr Jugendliche nach Frankreich

Abnehmende Zahlen verzeichnete auch der Schüleraustausch nach Polen. Hier sank die Zahl der Teilnehmer im gleichen Zeitraum von 762 auf 680. Demgegenüber ist der Kontakt zwischen Schleswig-Holstein und Frankreich in letzter Zeit angewachsen – von 1.399 Teilnehmern im Jahr 2005 auf 1.876 in diesem Jahr.

Weitere Formen des grenzüberschreitenden Austausches sind "Workcamps" des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts", der Europäische Freiwilligendienst oder die Programme des Pädagogischen Austauschdienstes.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Ausbildungszentrumsgesetz
Brandschutzgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Denkmalschutzgesetz
Kommunalrechtliche Vorschriften

F i n a n z e nt

2. Lesung:
Landesbesoldungsgesetz
1. Lesungen:
Bundesbesoldung/
Beamtenversorgung
Nordwestdt. Klassenlotterie
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Große Anfrage:
Jugend in Schleswig-Holstein
Anträge:
Honorarreform für Ärzte
Betreuung Demenzkranker
Berichte:
Gesundheitsdienst/
Kinderuntersuchungen
Jugendaustausch
Menschenwürde über
den Tod hinaus

(ohne Aussprache)
Dt.-dän. Kooperation im Gesundheitsbereich
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Hinterlandanbindung Fehmarnbelt-Querung
Bundesstraße B 5
Nahverkersplan
(ohne Aussprache)
Seeschifffahrt/Azubis
(ohne Aussprache)
Bericht:
Tourismuswirtschaft

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Berichte:
Biodiversitäts-Strategie
Küstenschutzmaßnahmen
(ohne Aussprache)
Milchmengen-Saldierung
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Berichte:
KiTa-Gebühren
Unterrichtssituation 2007/08
Landesmuseen
Volksinitiative Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Ostseeparlamentarier-
Konferenz
Minderheitenpolitik