Das Land
konzentriert sich bei seiner Tourismus-Förderung nach
Aussagen des Wirtschaftsministeriums auf die drei „ökonomisch
attraktivsten Zielgruppen": Familien mit kleinen
Kindern, ältere Gäste ( so genannte "Best-Ager")
und anspruchsvolle Genießer. Das Ministerium spricht sich
dafür aus, „dass die touristische Infrastruktur künftig
noch stärker auf die Zielgruppen ausgerichtet werden
muss". Zum Bereich der Infrastruktur zählen
Promenaden, Radwege, Erlebnis- und Gesundheitsbäder oder
Seebrücken.
Derzeit
laufen verschiedene Förder-Programme für die
Tourismuswirtschaft. So steht Geld aus dem
Zukunftsprogramm Wirtschaft und aus dem
Schleswig-Holstein-Fonds zur Verfügung. Das Gesamtvolumen
beläuft sich in den laufenden Förderperioden auf 173
Millionen Euro. Hiervon stammen 147 Millionen von der EU
und knapp 24 Millionen aus Landesmitteln.
Schleswig-Holstein auf Rang 3
In
Schleswig-Holstein arbeiten nach Angaben der
Landesregierung 130.000 Menschen im Fremdenverkehr. Im
letzten Jahr kamen rund 4,9 Millionen Gäste ins Land, die
20,8 Millionen Übernachtungen buchten. Dies bedeutet nach
Angaben des Statistikamts Nord eine Steigerung von 2,9
beziehungsweise 2,4 Prozent gegenüber 2006. Besonders große
Zuwächse bei den Übernachtungen verbuchten die
Holsteinische Schweiz (5,4 Prozent) und die Nordseeküste
(3,9 Prozent). Im abgelaufenen Sommer 2008 konnte
Schleswig-Holstein seinen Marktanteil im Bundesländervergleich
von 15,9 auf 16,4 Prozent steigern und liegt damit auf
Rang drei. An der Spitze rangiert Bayern (21,7 Prozent)
vor Mecklenburg-Vorpommern (19,5 Prozent). Das besagen die
Zahlen des Europäischen Tourismus-Instituts in Trier.