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Mel1
Volksinitiative
Realschulen
– Drucksache 16/2263 ,
16/2267
Die Volksinitiative für
den Erhalt der Realschulen in Schleswig-Holstein ist zulässig. Das hat
der Landtag auf Empfehlung des Innen- und Rechtsauschusses beschlossen.
Die Ausschussmitglieder hatten festgestellt, dass die Initiatoren das
erforderliche Quorum von 20.000 Unterschriften erreicht haben. Damit hat
die Volksinitiative eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einem möglichen
Volksentscheid genommen.
Der Landesverband der Deutschen Realschullehrer (VDR)
hatte im Frühjahr mehr als 25.000 Schriften gesammelt. Ziel der
Volksinitiative ist es, die Realschulen als eigenständige Schulform zu
bewahren. Die Große Koalition hatte sich im neuen Schulgesetz darauf
verständigt, dass sämtliche Realschulen im Lande bis 2010 durch
Regional- oder Gemeinschaftsschulen ersetzt werden. Inzwischen gibt es
55 Gemeinschafts- und 35 Regionalschulen. Der VDR fürchtet, dass die
Zusammenführung von Real- und Hauptschulen zu einem erheblichen
Niveauverlust führt.
Der Grundantrag der Initiative, die Realschule wieder
als weiterführende allgemein bildende Schule ins Schulgesetz
aufzunehmen und die Umwandlung dieser Schulart in Regionalschulen
zurückzunehmen, wurde an die Ausschüsse für Bildung, Innen und Recht
sowie an den Petitionsausschuss überwiesen.
Letzte
Debatte zu Regionalschulen:
plenum-online, Juli
2008
Mel2
Nahverkehrsplan
– Drucksache 16/2230
Auf Antrag der
Liberalen wird die Landesregierung dem Plenum in der November-Tagung
über den landesweiten Nahverkehrsplan für die Jahre 2008 bis 2012
berichten. Gegenstand des Papiers sollen unter anderem die anvisierten
Ziele und Schwerpunkte sein.
Laut Wirtschaftsministerium betrug der Marktanteil des
öffentlichen Personen-Nahverkehrs 2007 sechs Prozent und lag damit zwei
Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt. Im Land gibt es derzeit
sieben Eisenbahnunternehmen, die auf einem Streckennetz von 1.165
Kilometern 167 Stationen anfahren. Darüber hinaus sind 50
Busunternehmen auf 26.000 Buslinien-Kilometern unterwegs. Für den
Busverkehr sind in Schleswig-Holstein die Kreise zuständig.
Mel3
Seeschifffahrt / Nachwuchs
– Drucksache 16/2238

Auf Antrag von CDU und SPD
wird die Landesregierung im Januar kommenden Jahres dem Plenum einen
Bericht über die Nachwuchsförderung in der Seeschifffahrt vorlegen.
Die Regierungsfraktionen wollen unter anderem wissen, inwieweit sich die
Ausbildungsstellen und -möglichkeiten in Deutschland koordinieren
lassen und wie der sich abzeichnende Personalbedarf im Lotsenwesen
abgedeckt werden kann. Überdies wird danach gefragt, wie die Regierung
Berufe in der Seeschifffahrt auch für Frauen und Mädchen attraktiver
machen will.
Mit der Fachhochschule Flensburg, der
Schleswig-Holsteinischen Seemannsschule in Lübeck und der Fachschule
für Seefahrt in Flensburg gibt es drei große Ausbildungsstellen im
Land. Seit dem Wintersemester 2007/2008 bietet die Fachhochschule
Flensburg mit Unterstützung Hamburgs 40 Plätze für den
Bachelor-Studiengang "Seeverkehr/Nautik und Logistik" an. Die
bereits ausgelastete Seemannsschule Lübeck bildet Schiffsmechaniker
aus, während die Flensburger Fachschule für Seefahrt einen
Ausbildungsgang für Schiffsbetriebstechnische Assistenten anbietet.
Mel4
Küstenschutzmaßnahmen
– Drucksachen 16/79 ;
16/2254
Der Landtag hat einen,
bereits vor rund drei Jahren eingebrachten Antrag des SSW zum Thema
Küstenschutz für erledigt erklärt. Darin hatte die dänische
Minderheitspartei die Landesregierung aufgefordert, alternative
Küstenschutzmaßnahmen in "Naturversuchen" zu erproben und
dafür entsprechende Finanzmittel bereitzustellen.
Schleswig-Holstein hat eine Küstenlinie von 1.190
Kilometern, von denen rund 1.100 Kilometer durch Deiche gesichert sind.
Ein Viertel der Landesfläche zählt zu den überflutungsgefährdeten
Küstenniederungen. Hier wohnen 345.000 Menschen. In Schleswig-Holstein
werden allein in diesem Jahr rund 27,9 Millionen Euro für den
Küstenschutz eingesetzt. Die Gelder, die aus dem Landeshaushalt und aus
der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des
Küstenschutzes" (GAK) kommen, dienen vornehmlich
Deichverstärkungen an Nord- und Ostsee.
Antragstellung:
plenum-online, Mai
2005
Mel 5
Milchmengen-Saldierung
– Drucksachen 16/2165 ,
16/2255
Mit den Stimmen von CDU,
SPD, FDP und bei Enthaltung des SSW hat der Landtag die Forderung der
Grünen nach einem Stopp der Milchmengensaldierung abgelehnt. Diese
Maßnahme sei ungeeignet, um die Milchmenge zu reduzieren und damit
einen stabileren Milchpreis auf dem Markt zu garantieren, so die
Begründung.
Im Rahmen der Saldierung können die Liefermengen von
Bauern, die ihre Quote nicht ausschöpfen, mit der zuviel gelieferten
Milch anderer Bauern verrechnet werden. Nur die über diesen Saldo
hinausgehenden Mengen unterliegen dann der so genannten Superabgabe.
Hierbei zahlen die Milchproduzenten für jedes Kilogramm Überlieferung
eine Strafe in Höhe von etwa 30 Cent an den EAGFL (Europäischer
Ausrichtungs- und Garantiefonds Landwirtschaft). Durch den Wegfall der
Saldierung würde diese Superabgabe ab dem ersten Kilogramm
Überlieferung fällig werden – und nach Auffassung der Grünen der
Reiz zur Mehr-Produktion sinken.
Debatte bei Antragstellung oder Berichterstattung:
plenum-online, Juli 2008
Weitere Debatte zum Thema:
plenum-online, Juni
2008
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