Bisher
werden Arbeitssuchende, die sich drei Jahre lang zum
Kranken- oder Altenpfleger umschulen lassen, von der
Arbeitsagentur finanziell unterstützt. Die Kosten für
das letzte Ausbildungsjahr werden komplett übernommen und
aus Mitteln des Konjunkturpakets II finanziert.
Die
schwarz-gelbe Bundesregierung plant nun, die Förderung
für das dritte Umschulungsjahr zu streichen. Gefördert
werden sollen nur noch Ausbildungen, die vor dem
31.Dezember 2010 beginnen. Ab 2011 sollen dann nur noch
zweijährige Umschulungen gefördert werden. Lässt sich
eine Ausbildung nicht auf zwei Jahre verkürzen, muss der
Ausbildungsträger die Kosten für das dritte
Ausbildungsjahr selbst übernehmen.
Zahl
der Auszubildenden zur Krankenschwester
und -pfleger seit Jahren rückläufig
Da in den
Pflegeberufen eine Ausbildung von drei Jahren vorgesehen
ist, verlangen Sozialdemokraten, Grüne und SSW im
Landtag, das dritte Ausbildungsjahr weiterhin voll durch
Bundesmittel zu decken. Nur dadurch könne „das
Potential berufserfahrener Arbeitssuchender zur
Bekämpfung des Fachkräftemangels genutzt werden",
heißt es in dem Oppositionsantrag.
Nach einem
Bericht des Landessozialministeriums von Mai dieses Jahres
ist in Schleswig-Holstein die Zahl der Auszubildenden zur
Krankenschwester und zum Krankenpfleger seit Jahren
rückläufig – von 2.641 im Jahr 1993 auf 2.158 im
vergangenen Jahr. In der Altenpflege werden aufgrund des
demographischen Wandels ab 2012 pro Jahr 460 Altenpfleger
auf dem schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt benötigt.
Pro Jahr absolvieren etwa 450 Azubis erfolgreich ihre
Lehre.