Auf dieser Seite: Lehrerfortbildung - Unterrichtsversorgung

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Top 11: 
Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte im Schuljahr 2002/2003
Antrag der Fraktion der CDU
Antrag der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Drucksache: 15/2834 (neu); 15/2921
-Plenarprotokoll-
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Top 46: 
Unterrichtsversorgung und Lehrerbedarf
Antrag der Fraktion der FDP - Drucksache 15/2677
Bericht und Beschlussempfehlung des Bildungsausschusses
(Ausschussüberweisung 93. Sitzung am 28. August 2003)
Drucksache: 15/2909
-Plenarprotokoll-
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Lehrerfortbildungen strukturieren
Landtag streitet um Anforderungen an Regierungsbericht

Kiel (SHL). Angesichts der Ergebnisse der PISA-Studie geraten auch die Lehrer zunehmend in die Kritik. Derzeit werden Wege zur Verbesserung ihrer Leistungen gesucht. Eine Möglichkeit können Lehrerfortbildungen darstellen. Voraussetzung für deren erfolgreichen Einsatz ist jedoch, dass sie evaluierbar sind und als effektiv beurteilt werden. Zu diesen Problemen soll die Landesregierung nach dem Willen der CDU und der Regierungskoalition in der Oktober-Tagung des Landtages einen schriftlichen Bericht vorlegen. Koalition und Opposition warfen sich am Donnerstag, 25. September, allerdings gegenseitig inhaltliche Mängel in ihren Anträgen vor. Rot-Grün und SSW kritisierten den CDU-Antrag als bloße Datenabfrage nach Thema, Kosten und Dauer der jeweiligen Fortbildungsveranstaltung. Die FDP wiederum kritisierte den rot-grünen Antrag als inhaltlich unzureichend. Einig waren sich die Landtagsparteien darin, dass  Fortbildungsveranstaltungen nicht zu Unterrichtsausfall führen dürfen.

Stimmen aus der Debatte:

Sylvia Eisenberg (CDU) an Rot-Grün: Sie sind an einer genauen Analyse der tatsächlichen Angebote hinsichtlich Inhalt, Veranstalter und Kosten der Veranstaltung für das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) nicht interessiert.

Henning Höppner (SPD): Die Opposition fordert immer den Abbau von Bürokratie. Im Bildungsbereich machen Sie aber genau das Gegenteil. Der CDU-Antrag erfordert einen großen administrativen Hintergrund.

Ekkehard Klug (FDP): Im rot-grünen Antrag steht inhaltlich nichts drin. Wir brauchen eine statistische Erhebung darüber, wie sich das Angebot an fachbezogener Fortbildung in Schleswig-Holstein darstellt. Wir müssen uns auch fragen, wie sich das Land finanziell an den Fortbildungen beteiligen sollte.

Angelika Birk (Grüne): Der CDU-Antrag zielt auf eine bloße statistische Abfrage. Aus dem Bericht muss aber hervorgehen, was strategisch geleistet wird und wo wünschenswerte Inhalte sind.

Anke Spoorendonk (SSW): Es reicht nicht, nur Daten abzufragen, wie es der CDU-Antrag vorsieht. Die geplanten statistischen Erbungen müssen unter den Gesichtspunkten Wirksamkeitssteuerung und Qualitätssteuerung bewertet werden.

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD): Die Veranstaltungen, die wir über das IQSH selbst zu verantworten haben, sollen möglichst außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden, um Unterrichtsausfall zu vermeiden.

Hintergrund:
 
Das Thema Lehrerfortbildung ist in jüngster Zeit in den Blickpunkt gerückt. Insbesondere nach den ernüchternden Ergebnissen der PISA-Studie stellen sowohl Politiker als auch Pädagogen einen erhöhten Bedarf der rund 25.000 schleswig-holsteinischen Lehrkräfte an Weiterbildungs-Veranstaltungen fest. Damit diese Kurse und Seminare nicht zum Ausfall des regulären Unterrichts führen, fordern das Bildungsministerium wie auch Eltern- und Wirtschaftsverbände, die Fortbildung am Nachmittag beziehungsweise in den Ferien vorzunehmen. Bereits jetzt finden nach Regierungsangaben mehr als zwei Drittel der Fortbildungsangebote nachmittags statt.  Die staatliche Lehrerfortbildung wird in Schleswig-Holstein vom "Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen, Schleswig - Holstein" (IQSH) vorgenommen, das im Februar dieses Jahres aus dem seit 1971 bestehenden Landesinstitut Schleswig-Holstein für Praxis und Theorie der Schule (IPTS) hervorgegangen ist. Das IQSH ist eine nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts im Bereich des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Hier sind die zweite und dritte Phase der Lehrerbildung (Berufseinführung, Fort- und Weiterbildung sowie Unterrichtsfachberatung) unter einem Dach vereinigt.

mehr Informationen:
"Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen, Schleswig - Holstein" 
(www.iqsh.de)

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Streit um Fragenkatalog
Bildungsausschuss formulierte FDP-Antrag um

Kiel (SHL). Das Kapitel Unterrichtsausfall und Lehrermangel soll in Schleswig-Holstein möglichst bald zu den Akten gelegt werden. SPD und Grüne haben am Freitag, 26. September, einen im Bildungsausschuss umgearbeiteten FDP-Antrag mit ihrer Stimmenmehrheit  überwiesen. Mit dem in dem Antrag enthaltenen Fragenkatalog an den Landesrechnungshof (LRH) sollen wichtige Daten für die Zukunft von Schule und den Unterrichtsbedarf ermittelt werden. Die FDP kritisierte den neuen, verlängerten Fragenkatalog und warf der Landesregierung vor, damit das gegliederte Schulsystem zum Abschuss freizugeben. Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) wies den Vorwurf ideologischer Bildungspolitik zurück und verteidigte den Fragenkatalog. Er sei bildungspolitisch neutral.

Auch CDU und SSW äußerten Kritik an der Regierung. Nach Auffassung der Union verfehlt der Fragenkatalog sein Thema, da er nicht nach dem zusätzlichen Lehrerbedarf frage. Die Partei der dänischen Minderheit sah generell das Bildungsministerium und nicht den LRH als erste Adresse für die aufgeworfenen Fragen. 

Bereits 1999 hatte die Landesregierung auf den Unterrichtsausfall und die steigenden Schülerzahlen reagiert und das System der so genannten "Vorgriffsstunden" ins Leben gerufen. Seitdem unterrichten Lehrer pro Woche eine halbe Stunde zusätzlich. Diese Regelung soll ab dem kommenden Jahr schrittweise auslaufen. Ab 2009 schließlich, wenn es auf Grund des Geburtenrückgangs voraussichtlich weniger Schüler gibt, soll die zusätzlich geleistete Arbeit abgebummelt werden. Dies, so befürchtet die FDP-Fraktion in ihrem Originalantrag, könne zu einem Engpass bei der Unterrichtsversorgung führen, zumal die so genannte "Verlässliche Grundschule" landesweit festgeschriebene Unterrichts- und Betreuungszeiten vorsehe.

Das Bildungsministerium kündigte an, bis 2005 zusätzlich rund 23 Millionen Euro zur Reduzierung des Unterrichtsausfalls zur Verfügung zu stellen. Mit diesem "Vertretungsfonds" können die Schulen befristete Einstellungen vornehmen. Zusätzlich, so die Landesregierung würden im laufenden Schuljahr 150 neue Lehrerstellen geschaffen (unter anderem 72 an Grund- und Hauptschulen, 30 für Realschulen, 19 an Gymnasien). Weitere 50 Lehrerstellen würden durch organisatorische Verbesserungen an den Schulen aus dem Bestand erwirtschaftet.

Hauptredner: Ekkehard Klug (FDP), Henning Höppner (SPD), Sylvia Eisenberg (CDU), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

Hintergrund:
  1999 hat die Landesregierung das System der so genannten "Vorgriffsstunden" ins Leben gerufen, um die steigenden Schülerzahlen in den Griff zu bekommen. Das bedeutet: Lehrer haben eine halbe Wochenstunde zusätzlich unterrichtet. Diese Regelung soll ab dem kommenden Jahr schrittweise auslaufen. Ab 2009 schließlich, wenn es auf Grund des Geburtenrückgangs voraussichtlich weniger Schüler gibt, soll die zusätzlich geleistete Arbeit abgebummelt werden. Dies, so befürchtet die FDP-Fraktion, könne zu einem Engpass bei der Unterrichtsversorgung führen, zumal die so genannte "Verlässliche Grundschule" landesweit festgeschriebene Unterrichts- und Betreuungszeiten vorsehe.
  Das Bildungsministerium kündigte an, bis 2005 zusätzlich rund 23 Millionen Euro zur Reduzierung des Unterrichtsausfalls zur Verfügung zu stellen. Mit diesem "Vertretungsfonds" können die Schulen befristete Einstellungen vornehmen. Zusätzlich, so die Landesregierung würden im laufenden Schuljahr 150 neue Lehrerstellen geschaffen (unter anderem 72 an Grund- und Hauptschulen, 30 für Realschulen, 19 an Gymnasien). Weitere 50 Lehrerstellen würden durch organisatorische Verbesserungen an den Schulen aus dem Bestand erwirtschaftet. Im August wurde seitens der Liberalen ein Bericht des Landesrechnungshofes zur Entwicklung der Schüler- und Lehrerzahl bis zum Jahr 2010 gefordert.
  Derzeit fallen laut Regierungsangaben rund fünf Prozent der angesetzten Unterrichtsstunden in Schleswig-Holstein aus. 

mehr Informationen: plenum-online, August 2003
(www.sh-landtag.de/plenumonline/august2003/
texte/10_31_unterrichtsversorgung_situation.htm

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