Auf dieser Seite: Ausbildungssituation - Existenzgründungen 

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Top 28: 
Aktuelle Ausbildungssituation in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Drucksache: 15/2908
-Plenarprotokoll-
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Top 33: 
Förderung von Existenzgründungen
Landtagsbeschluss vom 3. April 2003 - Drucksachen 15/2565 und 15/2590 
Drucksache: 15/2716
-Plenarprotokoll-
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Lehrstellenmarkt bereitet Kopfzerbrechen
Lage in Schleswig-Holstein bleibt angespannt

Kiel (SHL). Wirtschaftsflaute, Pisa-Studie und Lehrstellenmangel: Der Ausbildungsstandort Schleswig-Holstein steht weiter auf dem Prüfstand. Vor diesem Hintergrund hat Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) in einem mündlichen Bericht am Freitag, 26. September, die neuesten Zahlen zum Lehrstellenmarkt vorgelegt. Danach suchen zurzeit noch 4.000 Jugendliche im Land einen Ausbildungsplatz. Dem gegenüber verzeichnen die Arbeitsämter 1.300 offene Stellen. Damit liege Schleswig-Holstein aber deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, so Rohwer. In Deutschland ist das Lehrstellenangebot um 3,4 Prozent zurückgegangen, im Land liegt die Quote bei 0,6 Prozent.

Insbesondere das vom Land im Frühjahr dieses Jahres aufgelegte "Sofortprogramm für mehr Ausbildung und Qualifizierung" habe sich bewährt und bereits das Ziel für 2003 übertroffen, hob der Minister hervor. Von den angestrebten 2.100 zusätzlichen Plätzen seien schon jetzt knapp 2.800 eingeworben worden. "Allein im ausbildungsvorbereitenden Jahr und bei den Berufsfachschulen konnten 866 Plätze geschaffen werden", so Rohwer.

Übereinstimmend bewerteten die Abgeordneten die Ausbildungssituation aber  insgesamt als unbefriedigend. Rohwer, CDU, FDP und SSW erteilten in diesem Zusammenhang einer auf Bundesebene kontrovers diskutierten Abgabe für ausbildungsunwillige Betriebe eine klare Absage. Die Union befürchtete, dass sich damit noch mehr Unternehmen aus der betrieblichen Ausbildung zurückziehen würden. Die Liberalen forderten ein Landesprogramm zur Verbesserung der Ausbildungsreife von Schulabgängern; der SSW schlug steuerliche Anreize für Ausbildungsbetriebe vor. Während die Grünen ein Ausbildungsverfahren forderten, das alle Unternehmen an den Ausbildungskosten beteiligt, bezeichnete die SPD diese als "ultima ratio". 

Unumstritten war im Plenum die Bedeutung des Handwerks für die Ausbildung in Schleswig-Holstein. Nach wie vor stellt es die meisten Lehrstellen im Land. 2003 sind es trotz eines leichten Rückgangs um drei Prozent rund 5.400 Lehrstellen.

Hauptredner: Helmut Jacobs (SPD), Torsten Geerdts (CDU), Ekkehard Klug (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Lars Harms (SSW)

Hintergrund:
  Bis Ende August dieses Jahres haben die Industrie- und Handelskammern im Lande nach Angaben der Landesregierung 8.044 neue Ausbildungsverträge registriert. Dies sind 52 Stellen oder 0,6 Prozent weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Im Bundesdurchschnitt ist hier ein Minus von 3,4 Prozent zu verzeichnen.
  Im Bereich des Handwerks hat das Wirtschaftsministerium 5.383 neue Ausbildungsverträge im Lande gezählt, 230 oder 4,1 Prozent weniger als 2002. Auf Bundesebene betrug der Rückgang 8,9 Prozent.
  Ende August waren noch rund 4.100 schleswig-holsteinische Jugendliche auf der Suche nach einem Lehrbetrieb. Demgegenüber verzeichneten die Arbeitsämter 1.300 offene Stellen.

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Existenzgründungen

  verlegt auf spätere Tagung

Hauptredner:

Hintergrund:
  Laut Wirtschaftsministerium sind im Jahre 2002 insgesamt 27.771 Gewerbe in Schleswig-Holstein angemeldet worden, was in etwa dem Niveau der Vorjahre entspricht. In ihrem Bericht weist die Landesregierung darauf hin, dass die schleswig-holsteinische Selbständigenquote mit 12,1 Prozent der Erwerbstätigen über dem Bundesdurchschnitt von 10,6 Prozent liegt und dass das Land damit im Vergleich aller deutschen Länder den zweiten Platz belegt.
  Fördermöglichkeiten für Existenzgründer bieten unter anderem die Investitionsbank Schleswig-Holstein, die Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein und die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH. Das Land hat ein spezielles Existenzgründerinnenprogramm aufgelegt. Weitere Ansprechpartner für Existenzgründer sind beispielsweise die Technologiestiftung, der Verein "Investoren für Unternehmen in Schleswig-Holstein e. V.", die Patentinformations- stelle und die Wirtschaftsförderung Schleswig-Holstein GmbH.

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