In Kürze: Meldungen1 (Themen ohne Aussprache) 

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Stiftungsgesetz, 2. Lesung (Top 4; Drs. 15/2831, 15/2897); Hospizeinrichtungen (Top 16;  Drs. 15/2867); Zentral-Abitur (Top 39;  Drs. 15/2703, 15/2858); Landesmuseen Gottorf (Top 40;  Drs. 15/2859); Landesberufsschulen (Top 47;  Drs. 15/2851; 15/2910)


  Stiftungsgesetz:  Die Landesregierung darf ihr Verzeichnis privater Stiftungen in Schleswig-Holstein ins Internet stellen und so für deren Arbeit werben. Die dazu nötige Änderung des Stiftungsgesetzes nahm der Landtag einvernehmlich vor. Mit der Novelle wurde das Stiftungsrecht des Landes zugleich an das geänderte Bundesrecht angepasst. Das neue Bundesgesetz zur Modernisierung des Stiftungsrechts gilt seit September 2002 und soll die Gründung von Stiftungen erheblich erleichtern. So besteht nach dem Gesetz erstmals ein Rechtsanspruch auf die Anerkennung einer Stiftung. In Deutschland arbeiten derzeit 12.000 private Stiftungen, davon etwa 450 in Schleswig-Holstein. Hinzu kommen öffentliche und kirchliche Stiftungen. Auf einem Stiftungstag im Mai in Lübeck wurde ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben. Im Jahr 2010 soll es in Schleswig-Holstein mehr als 1.000 Stiftungen geben.

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  Zentralabitur: Beim Abitur bleibt in Schleswig-Holstein alles beim Alten. Im September lehnte der Landtag mit Stimmen von SPD, FDP, Grünen und SSW eine zentrale Abiturprüfung ab. Deren Einführung hatte die CDU gefordert. Nach ihrem Modell sollten alle Gymnasiasten und Gesamtschüler erstmals im Frühjahr 2007 landesweit in allen schriftlichen Abifächern dieselben Aufgaben lösen. Die CDU versprach sich davon eine stärkere Vergleichbarkeit, mehr Transparenz und eine größere Prüfungs- gerechtigkeit. Für die Gegner des Zentral-Abis macht es pädagogisch Sinn, wenn die mehr als 100 Gymnasien und Gesamtschulen die Abi-Aufgaben schülernah entwickeln. Die Aufgaben werden zudem bereits heute von der Schulaufsicht geprüft. Unterdessen gibt es bundesweit einen Trend zum Zentral-Abi. Sieben der 16 Bundesländer haben es, vier weitere denken über eine Einführung der zentralen Reifeprüfung nach.

  Hospizeinrichtungen:  Die Landesregierung soll im November einen Bericht über ambulante wie stationäre Hospizangebote in Schleswig-Holstein und ihre Förderung vorlegen. Der Berichtsantrag, den SPD und Grüne formuliert hatten, wurde im Landtag einmütig angenommen. Vor knapp drei Jahren gab es landesweit zwei stationäre und 33 ambulante Hospizeinrichtungen und -initiativen. Die Regierung soll nun darlegen, wie sich die Angebote entwickelt haben und wie es um ihre Ausstattung, Finanzierung und Perspektiven steht. Ambulante Einrichtungen versuchen, kranken Menschen das Sterben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Stationäre Hospize sind Häuser für Sterbende, für die ein Aufenthalt zuhause nicht mehr möglich ist. Das Konzept erlaubt keine aktive Sterbehilfe und sieht eine Betreuung der Angehörigen vor. Bundesweit steigt die Zahl der Hospizangebote. Die Kosten tragen Betroffene, Träger der Hospize sowie Kranken- und Pflegekassen. 

  Landesmuseen Gottorf: Beim Abitur bleibt in Schleswig-Holstein alles beim Alten. Im September lehnte der Landtag mit Stimmen von SPD, FDP, Grünen und SSW eine zentrale Abiturprüfung ab. Deren Einführung hatte die CDU gefordert. Nach ihrem Modell sollten alle Gymnasiasten und Gesamtschüler erstmals im Frühjahr 2007 landesweit in allen schriftlichen Abifächern dieselben Aufgaben lösen. Die CDU versprach sich davon eine stärkere Vergleichbarkeit, mehr Transparenz und eine größere Prüfungs- gerechtigkeit. Für die Gegner des Zentral-Abis macht es pädagogisch Sinn, wenn die mehr als 100 Gymnasien und Gesamtschulen die Abi-Aufgaben schülernah entwickeln. Die Aufgaben werden zudem bereits heute von der Schulaufsicht geprüft. Unterdessen gibt es bundesweit einen Trend zum Zentral-Abi. Sieben der 16 Bundesländer haben es, vier weitere denken über eine Einführung der zentralen Reifeprüfung nach.

  Landesberufsschulen: Der Landtag hat die Regierungspläne im Bereich der beruflichen Bildung unterstützt. Mit Stimmen von SPD, Grünen und SSW beschloss das Parlament einen rot-grünen Antrag, in dem auch die vermehrte Einrichtung von Bezirksfachklassen und Landesberufsschulen gutgeheißen wird. Dafür werden in der Vorlage drei Voraussetzungen genannt. Erstens: ein wirtschaftlicher Mitteleinsatz. Zweitens: eine Qualitätssicherung des Unterrichts. Und drittens: die Zumutbarkeit der Schulwege. Hintergrund: Die Zahl der Berufsschüler ist binnen zehn Jahren landesweit um 9.100 auf rund 60.000 gesunken und damit so stark, dass die Regierung die Ausbildung in einigen Berufsfeldern konzentrieren will. So sollen Berufsschulklassen mit weniger als 15 Schülern aufgelöst und zu Bezirksfachklassen zusammengefasst werden. Die Opposition fürchtet Nachteile für Auszubildende und Betriebe. Der Antrag der CDU, zunächst eine Schulentwicklungsplanung vorzulegen, scheiterte bereits im August an der rot-grünen Mehrheit im Landtag. Sie überwies damals nur ihren eigenen (und jetzt beschlossenen) Antrag an den Bildungsausschuss.

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