Auf dieser Seite: Muthesius-Hochschule  -  Patentverwertungsagentur

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Top 10: 
Entwurf eines Gesetzes zur Umwandlung der Muthesius-Hochschule, Fachhochschule für Kunst und Gestaltung, in eine Kunsthochschule
Gesetzentwurf der Fraktionen von SPD und B`90/DIE GRÜNEN

Drucksache: 15/3657
-Plenarprotokoll-
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Top 19: 
Patentverwertungsagentur der schleswig-holsteinischen Hochschulen
Antrag der Fraktion der FDP
Drucksache: 15/3640
-Plenarprotokoll-
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Fachhochschule soll Kunsthochschule werden
Kieler Muthesius-Hochschule vor Umwandlung

Kiel (SHL). Die Kieler Muthesius-Hochschule – bisher eine Fachhochschule für Kunst und Gestaltung – soll in eine Kunsthochschule umgewandelt werden. Trotz großer Einigkeit im Landtag in der Sache blieben die Details der Aufwertung allerdings auch am Donnerstag,   23. September, unklar. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Regierungskoalition wurde federführend an den Bildungsausschuss und mitberatend an den Innen- und Rechtsausschuss überwiesen.

Während Sozialdemokraten, Grüne und SSW ein zukunftweisendes, beispielgebendes Konzept ausmachten, das die Muthesius-Hochschule zu einem interessanten Erfolgsmodell werden lassen könne, meldete die CDU noch Bearbeitungsbedarf an. So stimmten beispielsweise die Fristen für die auslaufenden Studiengänge im Gesetzentwurf und in der Zielvereinbarung nicht überein. Die Liberalen interessierte insbesondere, wo das Geld für die Aufwertung der Fachhochschule herkommen solle. Im Gespräch sei, die Mittel  für die neue Kunsthochschule um etwa 500.000 Euro aufzustocken.

Nach Auffassung von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) verfüge die neue Kunsthochschule über eine neue, einzigartige Netzwerkstruktur. Aufgabe des Parlaments sei es nun, die gesetzliche Grundlage für die Umwandlung zu schaffen, um vakante Professuren so schnell wie möglich besetzen zu können.

Hauptredner: Jürgen Weber (SPD), Jost de Jager (CDU), Ekkehard Klug (FDP), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

Hintergrund:
  Mit dem Gesetzentwurf zur Umwandlung der Muthesius-Hochschule von einer Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in eine Kunsthochschule folgt Rot-Grün einer Empfehlung des Wissenschaftsrates aus dem Monat Juli. Sollten sich die Regierungsfraktionen mit ihrem Ansinnen im Parlament durchsetzen, kann die Muthesius-Hochschule künftig bei Investitionen auf die 50-prozentige Unterstützung durch den Bund zählen. Der Wissenschaftsrat begründet die Empfehlung mit der besonderen Stellung der Hochschule im Wissenschafts- und Hochschulsystem des Landes und deren Konzepte für Studium und Lehre.
  In Schleswig-Holstein soll die Muthesius-Hochschule mit ihren Studiengängen Kommunikations-, Industrie- sowie Interior Design und Freie Kunst eine Lücke in der kunsthochschulgerechten Ausbildung des Landes schließen. Als Fachhochschule für Kunst und Gestaltung bietet sie bisher vier Diplomstudiengänge (Architektur, Freie Kunst, Kommunikationsdesign, Industriedesign) sowie in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität Kiel den Lehramtsstudiengang Kunst an. Die geplante Organisation der Hochschule in vernetzten Bereichen mit offenen Werkstätten und einer integrierten Studierbarkeit von Modulen aus diesen verschiedenen Bereichen soll den Studenten neue Perspektiven interdisziplinären Arbeitens eröffnen.

mehr Informationen: Muthesius-Hochschule Kiel
(www.muthesius.de)

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Patentverwertung für Forschung gehört die Zukunft
PVA SH soll weiter bezuschusst werden

Kiel (SHL). Der Landtag hat sich geschlossen dafür ausgesprochen, die Landesförderung für die Patentförderungsagentur Schleswig-Holstein (PVA SH) über den bereits bewilligten Zeitraum (bis 2004) hinaus zu erhalten. Ein entsprechender Antrag der FDP wurde am Freitag, 24. September, zunächst zur detaillierten Ausarbeitung an die Ausschüsse für Bildung und Wirtschaft überwiesen. Damit soll eine ausreichende Finanzierung für den weiteren Aufbau der PVA SH sichergestellt werden. Alle Redner bewerteten die bisherige Arbeit der Agentur positiv.

Die 2002 gegründete Patentverwertungsagentur Schleswig-Holstein GmbH (PVA SH) unterstützt die Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen und hilft ihre Erfindungen zu patentieren und einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen. Laut Landesregierung wurden bislang 182 Erfindungen von der PVA SH bearbeitet. Von den insgesamt 74 angemeldeten Patenten wurden elf erteilt. In die Agentur flossen in diesem Jahr 125.000 Euro aus dem Innovationsfond des Landes. 

"Die gute Idee, die zur Gründung der PVA SH geführt hat, und das Engagement und die ersten sichtbaren Erfolge der an ihrer Arbeit Beteiligten verdienen eine weitere Unterstützung durch das Land", machte Antragsteller Ekkehard Klug (FDP) die Intention des Antrages deutlich. Hintergrund ist, dass Bundesmittel für die Patentförderungsagentur an Landesmittel gekoppelt sind. Diese werden also nur gezahlt werden, wenn auch das Land zuschießt. Eine solche Agentur brauche aber einige Jahre, um Erträge abzuwerfen. Es sei daher verfehlt, die Landesförderung zum Jahresende 2004 auslaufen zu lassen.

Auch die Redner der anderen Landtagsparteien hoben die Bedeutung der PVA als wichtigen Baustein der Innovationspolitik des Landes hervor. Auch darüber, dass der Aufbau einer solchen Agentur einen langen Atem brauche, herrschte Einigkeit. 

Weitere Redner: Jürgen Weber (SPD), Uwe Greve (CDU), Detlef Matthiessen (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)

Hintergrund:
  Die Liberalen wollen, dass die Patentverwertungsagentur (PVA) der schleswig-holsteinischen Hochschulen auch über das Jahr 2004 hinaus bezuschusst wird. Damit werde die wirtschaftliche Nutzung von Forschungsleistungen verstärkt. Für die Hochschulen bedeutete die Patentanmeldung mittelfristig die Erschließung einer neuen Einnahmequelle.
Stichwort:
Die Patentverwertungsagentur Schleswig-Holstein GmbH (PVA SH) unterstützt die Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen und hilft ihre Erfindungen zu patentieren und einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen.
Gegründet wurde die PVA SH am 1. Februar 2002. Gesellschafter der PVA SH sind neben der ttz SH die Uni Kiel, die Universitätskliniken Kiel und Lübeck, die medizinische Universität Lübeck, die Universität Flensburg, die Fachhochschulen Flensburg, Kiel, Lübeck, Wedel und Westküste, die Muthesius-Hochschule, das Forschungszentrum GEOMAR, das medizinische Laserzentrum Lübeck GmbH und die Musikhochschule Lübeck.
Aufgabe der PVA SH ist die Förderung des Technologie-Transfers in Schleswig-Holstein, insbesondere durch Unterstützung von Patent- und Verwertungsaktivitäten in Zusammenarbeit mit den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der ttz SH. Die PVA wird u.a. Schulungs- und Informationsveranstaltungen zur Stärkung des Patentbewusstseins an Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchführen, Wissenschaftler und andere Erfinder hinsichtlich der Patentierung ihrer Forschungsergebnisse beraten, Schutzrechtsanmeldungen ausarbeiten, Existenzgründer auf der Grundlage von hochschuleigenen
Patenten unterstützen, Erfindungen patentieren lassen und einer Verwertung zuführen sowie ein regionales Verwertungsnetz und eine länderübergreifende Kooperation aufbauen.

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