Top 10:
Entwurf eines Gesetzes
zur Umwandlung der Muthesius-Hochschule, Fachhochschule für Kunst
und Gestaltung, in eine Kunsthochschule
Gesetzentwurf der
Fraktionen von SPD und B`90/DIE GRÜNEN |
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Top 19:
Patentverwertungsagentur
der schleswig-holsteinischen Hochschulen
Antrag der Fraktion
der FDP |
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Fachhochschule
soll Kunsthochschule werden
Kieler Muthesius-Hochschule
vor Umwandlung
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Kiel (SHL). Die Kieler Muthesius-Hochschule
– bisher eine Fachhochschule für Kunst und Gestaltung –
soll in eine Kunsthochschule umgewandelt werden. Trotz großer
Einigkeit im Landtag in der Sache blieben die Details der
Aufwertung allerdings auch am Donnerstag, 23.
September, unklar. Ein entsprechender Gesetzentwurf der
Regierungskoalition wurde federführend an den Bildungsausschuss
und mitberatend an den Innen- und Rechtsausschuss überwiesen.
Während Sozialdemokraten, Grüne und SSW ein
zukunftweisendes, beispielgebendes Konzept ausmachten, das die
Muthesius-Hochschule zu einem interessanten Erfolgsmodell werden
lassen könne, meldete die CDU noch Bearbeitungsbedarf an. So
stimmten beispielsweise die Fristen für die auslaufenden
Studiengänge im Gesetzentwurf und in der Zielvereinbarung nicht
überein. Die Liberalen interessierte insbesondere, wo das Geld
für die Aufwertung der Fachhochschule herkommen solle. Im
Gespräch sei, die Mittel für die neue Kunsthochschule um
etwa 500.000 Euro aufzustocken.
Nach Auffassung von Bildungsministerin Ute
Erdsiek-Rave (SPD) verfüge die neue Kunsthochschule über eine
neue, einzigartige Netzwerkstruktur. Aufgabe des Parlaments sei
es nun, die gesetzliche Grundlage für die Umwandlung zu
schaffen, um vakante Professuren so schnell wie möglich
besetzen zu können.
Hauptredner:
Jürgen Weber (SPD),
Jost de Jager (CDU), Ekkehard Klug (FDP), Angelika Birk (Grüne),
Anke Spoorendonk (SSW)
Hintergrund:
Mit dem Gesetzentwurf zur
Umwandlung der Muthesius-Hochschule von einer
Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in eine
Kunsthochschule folgt Rot-Grün einer Empfehlung des
Wissenschaftsrates aus dem Monat Juli. Sollten sich die
Regierungsfraktionen mit ihrem Ansinnen im Parlament
durchsetzen, kann die Muthesius-Hochschule künftig bei
Investitionen auf die 50-prozentige Unterstützung durch
den Bund zählen. Der Wissenschaftsrat begründet die
Empfehlung mit der besonderen Stellung der Hochschule im
Wissenschafts- und Hochschulsystem des Landes und deren
Konzepte für Studium und Lehre.
In Schleswig-Holstein soll die Muthesius-Hochschule
mit ihren Studiengängen Kommunikations-, Industrie- sowie
Interior Design und Freie Kunst eine Lücke in der
kunsthochschulgerechten Ausbildung des Landes schließen.
Als Fachhochschule für Kunst und Gestaltung bietet sie
bisher vier Diplomstudiengänge (Architektur, Freie Kunst,
Kommunikationsdesign, Industriedesign) sowie in
Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität Kiel
den Lehramtsstudiengang Kunst an. Die geplante
Organisation der Hochschule in vernetzten Bereichen mit
offenen Werkstätten und einer integrierten Studierbarkeit
von Modulen aus diesen verschiedenen Bereichen soll den
Studenten neue Perspektiven interdisziplinären Arbeitens
eröffnen.
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Informationen: Muthesius-Hochschule
Kiel
(www.muthesius.de)
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Patentverwertung
für Forschung gehört die Zukunft
PVA SH soll weiter
bezuschusst werden
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Kiel (SHL). Der Landtag hat sich geschlossen
dafür ausgesprochen, die Landesförderung für die Patentförderungsagentur
Schleswig-Holstein (PVA SH) über den bereits bewilligten
Zeitraum (bis 2004) hinaus zu erhalten. Ein entsprechender Antrag der FDP wurde am
Freitag, 24. September, zunächst zur detaillierten Ausarbeitung
an die Ausschüsse für Bildung und Wirtschaft
überwiesen. Damit soll eine ausreichende Finanzierung
für den weiteren Aufbau der PVA SH sichergestellt werden. Alle
Redner bewerteten die bisherige Arbeit der Agentur positiv.
Die 2002 gegründete Patentverwertungsagentur Schleswig-Holstein GmbH (PVA SH)
unterstützt die Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen
und hilft ihre Erfindungen zu patentieren und einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen.
Laut Landesregierung wurden bislang 182 Erfindungen von der PVA
SH bearbeitet. Von den insgesamt 74 angemeldeten Patenten wurden
elf erteilt. In die Agentur flossen in diesem Jahr 125.000 Euro
aus dem Innovationsfond des Landes.
"Die gute Idee, die zur Gründung der PVA
SH geführt hat, und das Engagement und die
ersten sichtbaren Erfolge der an ihrer Arbeit Beteiligten
verdienen eine weitere Unterstützung durch das Land",
machte Antragsteller Ekkehard Klug (FDP) die Intention des
Antrages deutlich. Hintergrund ist, dass Bundesmittel für die
Patentförderungsagentur an Landesmittel gekoppelt sind. Diese
werden also nur gezahlt werden, wenn auch das Land zuschießt.
Eine solche Agentur brauche aber einige Jahre, um Erträge
abzuwerfen. Es sei daher verfehlt, die Landesförderung zum
Jahresende 2004 auslaufen zu lassen.
Auch die Redner der anderen Landtagsparteien
hoben die Bedeutung der PVA als wichtigen Baustein der
Innovationspolitik des Landes hervor. Auch darüber, dass der
Aufbau einer solchen Agentur einen langen Atem brauche,
herrschte Einigkeit.
Weitere
Redner: Jürgen Weber (SPD), Uwe Greve (CDU), Detlef
Matthiessen (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Bildungsministerin
Ute Erdsiek-Rave (SPD)
Hintergrund:
Die Liberalen wollen, dass die
Patentverwertungsagentur (PVA) der
schleswig-holsteinischen Hochschulen auch über das Jahr
2004 hinaus bezuschusst wird. Damit werde die wirtschaftliche
Nutzung von Forschungsleistungen verstärkt. Für die
Hochschulen bedeutete die Patentanmeldung mittelfristig
die Erschließung einer neuen Einnahmequelle.
Stichwort:
Die Patentverwertungsagentur Schleswig-Holstein GmbH (PVA SH)
unterstützt die Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen
und hilft ihre Erfindungen zu patentieren und einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen.
Gegründet wurde die PVA SH am 1. Februar 2002. Gesellschafter der PVA SH sind neben der ttz SH die
Uni Kiel, die Universitätskliniken Kiel und Lübeck, die medizinische Universität Lübeck, die Universität Flensburg, die Fachhochschulen Flensburg, Kiel, Lübeck, Wedel und Westküste, die Muthesius-Hochschule, das Forschungszentrum GEOMAR, das medizinische Laserzentrum Lübeck GmbH und die Musikhochschule Lübeck.
Aufgabe der PVA SH ist die Förderung des Technologie-Transfers in Schleswig-Holstein, insbesondere durch Unterstützung von Patent- und Verwertungsaktivitäten in Zusammenarbeit mit den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der ttz SH. Die PVA wird u.a. Schulungs- und Informationsveranstaltungen zur Stärkung des Patentbewusstseins an Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchführen, Wissenschaftler und andere Erfinder hinsichtlich der Patentierung ihrer Forschungsergebnisse beraten, Schutzrechtsanmeldungen ausarbeiten, Existenzgründer auf der Grundlage von hochschuleigenen
Patenten unterstützen, Erfindungen patentieren lassen und einer Verwertung zuführen sowie ein regionales Verwertungsnetz und eine länderübergreifende Kooperation aufbauen.
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