Auf dieser Seite: Einzelhandelszentren  –  Zuckermarkt

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Top 7: 
Entwurf eines Gesetzes zur Einführung von Innovationsbereichen zur Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren (BID - Gesetz)
Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Drucksache: 16/246
-Plenarprotokoll-
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Top 40: 
Reform der europäischen Zuckermarktordnung
(Landtagsbeschluss vom 1. September 2005 – Drs. 16/210)
Federführend ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Von der Tagesordnung abgesetzt
Drucksache: - -
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Nach amerikanischen Vorbild:
Kampf der Konkurrenz auf 
der grünen Wiese

Grüne wollen Innenstädte mit BID-Gesetz stärken

Kiel (SHL/29.09.). Der Landtag will die städtischen Einkaufsmeilen stärken: Angesichts der starken Konkurrenz von Einkaufszentren in Vororten soll das amerikanischen Konzept des "Business Improvement District" (BID) dem Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe auf die Sprünge helfen. Das heißt: Kaufleute, die an einem gemeinsamen Standort tätig sind – etwa einer Straße oder einem Stadtteil –, sollen gesetzlich dazu verpflichtet werden, regelmäßig in einen BID-Fonds einzuzahlen. Als Gegenleistung organisiert die private BID-Gesellschaft die Außendarstellung des Standorts, beispielsweise mit Kinderfesten oder Straßenumgestaltungen. Ein von den Grünen vorgelegter Entwurf zum BID-Gesetz wurde mit breiten Wohlwollen an den Wirtschaftsausschuss überwiesen. 

Das BID-Konzept habe sich weltweit zu einem Erfolgsmodell für die Stärkung der Innenstädte erwiesen, begründeten die Grünen ihren Vorstoß. Die Regierungsfraktionen begrüßten die Initiative, warnten jedoch vor Schnellschüssen. So müsse das BID-Gesetz in einen verlässlichen Rahmen eingebunden werden. Das Beispiel Hamburg zeige, dass ansonsten mit Klagen wegen der Abgaben an den BID-Fonds zu rechnen sei. Auch die Liberalen begrüßten den Vorstoß der Grünen: Mit einem BID-Gesetz bekämen die Einzelhändler und Dienstleister etwas an die Hand, um ihren Standort zu stärken.

Einzig der SSW zeigte wenig Sympathie für den Gesetzentwurf: Das BID-Konzept sei ein abschreckendes Beispiel für Überregulierung und Bürokratie. Statt ein Gesetz auf den Weg zu bringen, sollte das Land verstärkt auf die Initiative der Unternehmer zu setzen.

Stimmen aus dem Plenum:

Klaus Müller (Grüne): Im Zuge eines schleswig-holsteinischen BID-Gesetzes könnten Geschäftsleute gemeinsam die Infrastruktur verbessern. Der klassische Einzelhandel könnte sich selbst ein attraktives Umfeld gestalten.

Johannes Callsen (CDU): „Bitte ein BID!" hieß es es letzte Woche in einer Pressemitteilung der Grünen. CDU und SPD haben schon bestellt. Die Regierungsfraktionen wollen aber kein schnell gezapftes Bier.

Bernd Schröder (SPD): Dem Innenstadt-Marketing fehlt häufig die Kontinuität, um umfangreiche Maßnahmen durchzuführen. Deshalb muss das Land einen rechtlich einwandfreien und verlässlichen Rahmen für die Einrichtung von BID´s vorgeben.

Heiner Garg (FDP): Die Idee eines schleswig-holsteinischen BID-Gesetzes ist zu verfolgen. Die Einzelhändler sollten ein Instrument in die Hand bekommen, um gegen Trittbrettfahrer vorzugehen.

Lars Harms (SSW): Der Weg zur Stärkung der Innenstädte ist schwierig. Ob das BID-Gesetz die richtige Lösung ist, erscheint fraglich. Dieser Entwurf regelt zu viel von oben. Weniger wäre mehr.

Innenminister Ralf Stegner (SPD): Einfache Übertragung des BID-Konzeptes aus Amerika ist schwierig. Auch das Hamburger Gesetz lässt sich nicht auf Schleswig-Holstein übertragen, weil Schleswig-Holstein eine andere Kommunalstruktur hat.

Hintergrund:
  Die Grünen wollen das gemeinsame Engagement von Geschäftsleuten eines Standorts fördern. In diese Richtung zielt das von ihnen vorgelegte BID-Gesetz. Die Abkürzung steht für "Business Improvement District" beziehungsweise "Bündnis für Innovation und Dienstleistung". Kaufleute, die an einem gemeinsamen Standort tätig sind – etwa einer Straße oder einem Stadtteil –, sollen gesetzlich dazu verpflichtet werden, regelmäßig in einen BID-Fonds einzuzahlen. Als Gegenleistung organisiert die private BID-Gesellschaft die Außendarstellung des Standorts, zum Beispiel mit Kinderfesten oder Straßenumgestaltungen. Die aus den USA und Kanada stammende Idee soll der Abwanderung von Kunden in Einkaufszentren in Vororten auf der grünen Wiese entgegenwirken.
  Es ist vorgesehen, dass 15 Prozent der Eigentümer mit 15 Prozent der Verkaufsfläche eine solche Initiative starten können. Haben nach einer vierwöchigen Anhörungsphase nicht mehr als ein Drittel der betroffenen Geschäftsleute widersprochen, wird die Aktion gestartet. Die Beitragshöhe soll sich nach der Grundsteuer richten und von den Kommunen eingezogen werden.
  Nach Angaben des Statistikamtes Nord hält der Umsatzrückgang im Einzelhandel auch in diesem Jahr an. In Schleswig-Holstein wurde im ersten Halbjahr 2005 ein um 1,5 Prozent niedrigerer Umsatz verzeichnet als im Vergleichszeitraum 2004.
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Zuckermarkt

Von der Tagesordnung abgesetzt

Hauptredner:

Hintergrund:
  Auf Antrag von Schwarz-Rot berichtet die Landesregierung über die Auswirkungen der europäischen Zuckermarkt-Reform. Der Bericht wird mündlich gegeben, eine Drucksache liegt deswegen nicht vor.
  Die EU-Kommission hat im Juni 2005 ihre Vorschläge für eine Liberalisierung der Zuckermarktordnung vorgelegt. Danach sollen die garantierten Preise für Zuckerrüben und Zucker in mehreren Schritten drastisch reduziert werden. Zugleich sollen die Produktionsquoten im Rahmen eines von der Zuckerindustrie zu finanzierenden Strukturfonds auf zunächst freiwilliger Basis deutlich unter den europäischen Zuckerverbrauch gesenkt werden. Bislang erhalten Europas Zuckererzeuger 632 Euro je Tonne Weißzucker.
  Laut Bauernverband wären in Deutschland 50.000 Betriebe im Zuge einer Liberalisierung des Zuckermarktes in ihrer Existenz bedroht.
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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

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Arbeitsplätze SPAR AG

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Landesschlichtungsgesetz
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Medienanstalt Nord
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Hochschul-Spitzenförderung
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E n e r g i e  / F o r s t e n

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Gentechnikgesetz
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Natura 2000
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Zuckermarktordnung
Gen-/Biotechnik
Emissionshandel

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europäische Identität
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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

F i n a n z e nt

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Sportwetten
(ohne Aussprache)
Bericht:
Landesrechnungshof
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

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