Auf dieser Seite: Notfallplan Pflegemängel  –  Bürgerbeauftragte

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Top 20: 
Notfallplanung Pflegemängel
Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Drucksache: 16/260
-Plenarprotokoll-
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Top 41: 
Tätigkeitsbericht der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein bei dem Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages für das Jahr 2004
Drucksache: 16/103
-Plenarprotokoll-
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Pflege: Qualitätssteigerung
weiter im Blick
Ministerin plädiert für zielgerichtete Notfallpläne

Kiel (SHL/28.09.05) Das Krisenmanagement zur Behebung von Mängeln in schleswig-holsteinischen Pflegeeinrichtungen muss optimiert werden, um auch in Zukunft die Qualität kontinuierlich zu verbessern. Dies konstatierte Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) in einem von den Grünen beantragten Bericht. Trauernicht schränkte aber ein, eine "einheitliche Notfallplanung Pflegemängel für alle Bereiche in der Pflege" könne es nicht geben. Möglich sei eine Notfallplanung, die je nach Ausgangslage Verantwortlichkeiten definiert und Handlungsketten in Gang setzt. 

Zugleich verwies die Ministerin auf die Erfolge der Landesregierung seit dem Beginn der aufgedeckten Pflege-Skandale im Jahr 2003. Als Beispiele nannte sie fachaufsichtliche Rundschreiben, Anmahnungen zur personellen Verstärkung oder regelmäßige Fortbildungen. Die Fraktionen nahmen den Bericht zur Kenntnis, forderten aber weitere, zum Teil unterschiedliche Schritte auf dem Weg, ein einheitliches Notfall-Konzept  zu erarbeiten. 

Seit im Jahr 2003 Pflegemängel in einer Reihe von Einrichtungen des DRK im Land bekannt wurden, ist dieses Thema ins Zentrum der öffentlichen Diskussion gerückt. In den Heimen waren den Pflege-Kontrolleuren unter anderem Unterernährung und mangelnde Hygiene bei den Heimbewohnern aufgefallen. In Schleswig-Holstein gab es 2004 nach Medienangaben 590 Pflegeheime und 428 ambulante Pflegedienste. Rund 77.000 Menschen erhielten Leistungen der Pflegeversicherung.

Stimmen aus dem Plenum:

Monika Heinold (Grüne): Konkrete Maßnahmen zur Minimierung der Pflegemängel gibt es bisher nicht. Wir erwarten, dass die Landesregierung nun schnell konkrete Schritte vorlegt.

Torsten Geerdts (CDU): Die CDU-Landtagsfraktion spricht sich für ein bürokratieärmeres und handhabbares Verfahren im Umgang mit der Pflegedokumentation aus.

Jutta Schümann (SPD): Alle Beteiligten müssen sich einvernehmlich und verbindlich auf ein Notfall-Konzept verständigen. Wir brauchen ein Frühwarnsystem, damit der Notfall gar nicht erst eintritt.

Heiner Garg (FDP): Zu einer wirksamen Notfallplanung gehört eine fundierte und übergreifende Ausbildung in der Pflege und die Vernetzung mit entsprechenden Ansprechpartnern.

Lars Harms (SSW): Verbesserung der Pflege kann nicht zum Nulltarif geschehen. Die Finanzierung ist auch ein Problem auf Bundesebene. Wir sind für eine steuerfinanzierte Pflegeversicherung.

Hintergrund:
  Die Grünen fordern von der Landesregierung einen mündlichen Bericht über die Notfallplanung zur Beseitigung von Pflegemängeln. Der Antrag bezieht sich auf einen entsprechenden Passus im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD.
  Seit im Jahr 2003 Pflegemängel in einer Reihe von Einrichtungen des DRK, unter anderem in Kiel, Lübeck, Flensburg, Niebüll, Leck und Plön, bekannt wurden, ist dieses Thema ins Zentrum der öffentlichen Diskussion gerückt. In den Heimen waren den Pflege-Kontrolleuren unter anderem Unterernährung und mangelnde Hygiene bei den Heimbewohnern aufgefallen.
  In Schleswig-Holstein gab es 2004 nach Medienangaben 590 Pflegeheime und 428 ambulante Pflegedienste. Rund 77.000 Menschen erhielten Leistungen der Pflegeversicherung.

mehr Informationen: plenum-online, Juni 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/juni2004/texte/aktuelle_stunde.htm)
mehr Informationen:
plenum-online,
August 2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/august2004/texte/
08_20_pflegeheime_pflegequalitaet.htm)

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Landtag steht geschlossen
hinter der Bürgerbeauftragten


Birgit Wille-Handels legt Jahresbericht vor / 
Bürger klagen weiter über Behörden 


Die Bürgerbeauftragte Birgit Wille-Handels (re.) bei einem Beratungsgespräch

Kiel (SHL/29.09.) Der Landtag steht geschlossen hinter der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein, Birgit Wille-Handels. Das Plenum unterstrich bei der Aussprache zu ihrem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2004 die herausragende Stellung der Bürgerbeauftragten als Mittlerin zwischen Politik und Bürgern. Der Bericht zeige, so die einhellige Meinung im Plenum, dass die Bevölkerung die Veränderungen in den sozialen Sicherungssystemen mit großer Verunsicherung aufgenommen habe und das gesellschaftliche Klima insgesamt rauer geworden sei.

Die Nachfrage der Bürger Schleswig-Holsteins nach Information, Beratung und Interessenvertretung durch die Bürgerbeauftragte erreichte 2004 laut dem Bericht mit 2.966 Neueingängen erneut einen Höchststand. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 6,38 Prozent. Viele Schleswig-Holsteiner klagten vor allem über den Umgang mit ihren Anliegen in Behörden. Die Schwerpunkte lagen in den Bereichen Sozialhilfe, gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung sowie Behinderten- und Schwerbehindertenrecht. Zum Ende des Jahres wurde die Bürgerbeauftragte verstärkt um Rat, Hilfe und Information im Bereich der Neuregelungen durch die Zusammenlegung der Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe (Hartz IV) gebeten. Von den als zulässig eingestuften erledigten Eingaben (2775) wurden 2608 positiv abgeschlossen.

Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD zeigte sich erfreut, dass es in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU gelungen sei, die Stelle der Bürgerbeauftragten in dieser Form zu erhalten. In der Vergangenheit hatten insbesondere Vertreter der Union und der Liberalen die Abschaffung dieser Einrichtung angeregt.

Die Stelle des Bürgerbeauftragten gibt es in Schleswig-Holstein seit 1988. Seit Mai 2001 hat Birgit Wille-Handels den Posten für sechs Jahre inne. Die Bürgerbeauftragte bietet Beratung in sozialen Angelegenheiten an – dazu gehören zum Beispiel die Bereiche Arbeits- und Ausbildungsförderung, Kranken-, Renten-, Pflege und Unfallversicherung, Behindertenrecht, Sozialhilfe und Kindergeld. Ihr Büro ist mit zehn Mitarbeitern besetzt und untersteht dem Landtagspräsidenten.

Der Bericht wurde zur abschließenden Beratung an den Sozialausschuss überwiesen.

Hauptredner: Torsten Geerdts (CDU), Wolfgang Baasch (SPD), Heiner Garg (FDP), Monika Heinold (Grüne), Lars Harms (SSW)

Hintergrund:
  Die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein, Birgit Wille-Handels, hat dem Landtag ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2004 übergeben.
  Die Nachfrage der Bürger Schleswig-Holsteins nach Information, Beratung und Interessenvertretung durch die Bürgerbeauftragte erreichte 2004 laut dem Bericht mit 2.966 Neueingängen erneut einen Höchststand. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 6,38 Prozent. Die Schwerpunkte lagen in den Bereichen Sozialhilfe, gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung sowie Behinderten- und Schwerbehindertenrecht. Zum Ende des Jahres wurde die Bürgerbeauftragte verstärkt um Rat, Hilfe und Information im Bereich der Neuregelungen durch die Zusammenlegung der Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe (Hartz IV) gebeten.

Stichwort: Bürgerbeauftragte
 
Die Stelle des Bürgerbeauftragten gibt es in Schleswig-Holstein seit 1988. Seit Mai 2001 hat Birgit Wille-Handels den Posten für sechs Jahre inne. Die Bürgerbeauftragte bietet Beratung in sozialen Angelegenheiten an – dazu gehören zum Beispiel die Bereiche Arbeits- und Ausbildungsförderung, Kranken-, Renten-, Pflege und Unfallversicherung, Behindertenrecht, Sozialhilfe und Kindergeld. Ihr Büro ist mit zehn Mitarbeitern besetzt und untersteht dem Landtagspräsidenten.

mehr Informationen: Die Bürgerbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein
(www.sh-landtag.de/parlament/bueb/bueb.html)

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