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Auf
dieser Seite: Kita-Gesetz
– Kinderbetreuung
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Top 29:
Revisionsklausel gemäß
Artikel sieben Landesausführungsgesetz zum SGB II /
Sozialstaffelregelung im Kindertagesstättengesetz
Antrag der Fraktion Bündnis
90 / Die Grünen |
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Top 21:
Umsetzung des
Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG)
Antrag der Fraktion Bündnis
90 / Die Grünen |
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Landesregierung
weiß nicht, wie viele "Hartz IV-Kinder" Kindertagesstätten
besuchen
Opposition forderte
zügige Vorlage des Zahlenmaterials
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Kiel (SHL/28.09.). Dem
Land liegen keine gesicherten Erkenntnisse über die Anzahl der
"Hartz IV-Kinder" in den Kindertagesstätten (Kitas)
vor. Eine Revision sei noch nicht möglich, weil das Kita-Jahr
erst Anfang August zu Ende gegangen sei, betonte
Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) in einem von den
Grünen beantragten Bericht. Die Opposition zeigte sich empört
über diese Aussage. Grüne, FDP und SSW beharrten auf eine
Offenlegung der Zahlen und verwiesen auf die rechtliche
Grundlage.
Die Vorgängerregierung hatte im November 2004
Zuschuss-Regelungen für die Kindergartenbetreuung von Kindern
aus Hartz IV-Familien getroffen und war zu einem zeitnahen
Bericht zu diesem Thema verpflichtet worden. Angesichts der
Proteste im Parlament lenkte Erdsiek-Rave ein und kündigte
einen schriftlichen Bericht für die nächste Ausschuss-Sitzung
im Bildungsministerium an.
"Die Zahlen sollten bis zum 30. Juni 2005
überprüft werden", verwies Monika Heinold (Grüne) in der
Debatte auf die rechtliche Grundlage. Sie sei entsetzt, wenn die
Ministerin sage: Das stehe zwar im Gesetz, aber sie habe nun mal
keine Zahlen. In so einem Fall erwarte sie, dass die Ministerin
der Sache nachgehe. In dieselbe Richtung argumentierte Heiner
Garg (FDP): "Das Land ist in der Pflicht, einen Bericht
vorzulegen." Womöglich liege der Bericht sogar vor, nur
der Regierung passten die Ergebnisse nicht, orakelte er. Lars
Harms (SSW) beklagte die mangelnde Solidarität der
Regierungsfraktionen mit den Oppositionsparteien. Er warf SPD
und CDU "kritiklose Regierungshörigkeit" vor.
Heike Franzen (CDU) verteidigte die
Bildungsministerin. "Es gibt zurzeit keine endgültige
Abrechnung mit den Trägern", stellte sie klar. Es könne
nicht über Eier diskutiert werden, über die die Henne noch
brüte. Es wäre schon interessant zu erfahren, ob Familien mit
geringen Einkommen Kinder aus der Tagesstätte abgemeldet haben,
befand Astrid Höfs (SPD). Doch bekanntlich würden
Kindergartenjahre nicht parallel zum Kalenderjahr laufen.
Hintergrund:
Die Grünen verlangen einen
Bericht der Landesregierung zur Auswirkung des Hartz
IV-Gesetzes auf die Kinderbetreuung im Lande. Der Landtag
hatte im November 2004 die Landesgesetzgebung an die neuen
Bundesvorgaben angepasst. Hierzu zählte auch die
Neuregelung der Zuschüsse für die Kindergartenbetreuung
von Kindern aus Hartz IV-Familien. Die Grünen wollen nun
wissen, wie sich diese Neuregelung in den verschiedenen
Kreisen des Landes ausgewirkt hat. Zudem wird gefragt, ob
es Eltern gibt, die sich wegen der neuen finanziellen
Bedingungen keinen Kita-Besuch ihrer Kinder mehr leisten
können. Und: Die Grünen wollen Informationen über die
Auswirkung auf die kommunalen Haushalte.
Nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
leben rund 1,5 Millionen Kinder in Deutschland auf
Sozialhilfe-Niveau. Das entspricht rund 8,7 Prozent aller
Unter-15-jährigen. In einigen Großstädten liegt die
Quote dem Verband zufolge deutlich höher, in Kiel
beispielsweise bei 29,6 Prozent.
In Schleswig-Holstein gibt es rund 1.650
Kindertageseinrichtungen.
mehr
Informationen: plenum-online,
Juni
2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/juni2005/texte/
08_17_kitagesetz_schuluntersuchung.htm)
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Land
will Betreuungsangebot für Kleinkinder ausweiten
Opposition ist
skeptisch und fordert mehr Geld vom Land für diese Zwecke
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Kiel (SHL/28.09.). Das
Land will die Kommunen bei der Vergrößerung des
Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren unterstützen.
Ziel der Großen Koalition sei es das Bundesgesetz zum Ausbau
der Tagesbetreuung (TAG) umzusetzen und Nachfrage und Angebot in
Einklang zu bringen, stellte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave
(SPD) in einem von den Grünen beantragten Bericht klar. Einer
jüngsten Umfrage zufolge würden die meisten Kreise im Land
bereits den gewünschten Betreuungsbedarf für Unter-3-Jährige
abdecken können.
Die Opposition reagierte mit Skepsis auf die
Ankündigung. Während die Liberalen vor allem mehr Geld für
den Aufbau von Kinderkrippen verlangte, forderten die Grünen
von der Landesregierung ein Ausführungsgesetz zu den Vorgaben
des Bundes ein.
Mehr Geduld von den Parlamentskollegen mahnten
Christ- und Sozialdemokraten an. Die Betreuung der Null- bis
Dreijährigen stecke noch in den Kinderschuhen. Außerdem
erstrecke sich der Zeitrahmen des Tagesbetreuungsgesetzes
bis in das Jahr 2010, hieß es aus dem Regierungslager.
Der Bundestag hat das Gesetz im Oktober
vergangenen Jahres mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet. Es
ist seit dem 1. Januar in Kraft. Zurzeit besteht in Deutschland
in diesem Bereich ein großer Unterschied zwischen Ost und West.
Während im Osten laut einer OECD-Studie Betreuungsplätze für
37 Prozent der Unter-3-Jährigen vorrätig sind, liegt die Quote
im Westen lediglich bei 2,7 Prozent. Der Bund will die
Kleinkinderbetreuung jährlich mit 1,5 Milliarden Euro fördern.
Weitere
Hauptredner: Heike
Franzen (CDU), Astrid Höfs (SPD), Heiner Garg (FDP), Monika
Heinold (Grüne), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
Die Grünen fordern von der
Landesregierung einen mündlichen Bericht übe die
Umsetzung des Bundes-Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG)
in Schleswig-Holstein. Das TAG fordert ein
bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Unter-3-Jährige.
Der Bundestag hat das TAG im Oktober vergangenen Jahres
mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet. Es sieht vor, dass
bis 2010 ausreichend Plätze in Krippen und bei
Tagesmüttern vorhanden sein sollen. Zurzeit besteht in
Deutschland in diesem Bereich ein großer Unterschied
zwischen Ost und West. Während im Osten laut einer
OECD-Studie Betreuungsplätze für 37 Prozent der
Unter-3-Jährigen vorrätig sind, liegt die Quote im
Westen lediglich bei 2,7 Prozent. Die EU-Regierungschefs
haben bis 2010 eine Versorgungsmarke von 33 Prozent als
Ziel ausgegeben.
Der Bund will die Kleinkinderbetreuung jährlich
mit 1,5 Milliarden Euro fördern. Dennoch haben sowohl die
schwarz-gelbe Bundestags-Opposition als auch die damalige
rot-grüne Landesregierung Bedenken gegen das Vorhaben
geäußert, weil sie die Finanzierungsfrage für
ungeklärt halten.
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