Auf dieser Seite: Kita-Gesetz  –  Kinderbetreuung

xxx

Top 29: 
Revisionsklausel gemäß Artikel sieben Landesausführungsgesetz zum SGB II / Sozialstaffelregelung im Kindertagesstättengesetz
Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Drucksache: 16/278
-Plenarprotokoll-
  zum Text


Top 21: 
Umsetzung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG)
Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Drucksache: 16/261
-Plenarprotokoll-
  zum Text
t

Landesregierung weiß nicht, wie viele "Hartz IV-Kinder" Kindertagesstätten besuchen
Opposition forderte zügige Vorlage des Zahlenmaterials

Kiel (SHL/28.09.). Dem Land liegen keine gesicherten Erkenntnisse über die Anzahl der "Hartz IV-Kinder" in den Kindertagesstätten (Kitas) vor. Eine Revision sei noch nicht möglich, weil das Kita-Jahr erst Anfang August zu Ende gegangen sei, betonte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) in einem von den Grünen beantragten Bericht. Die Opposition zeigte sich empört über diese Aussage. Grüne, FDP und SSW beharrten auf eine Offenlegung der Zahlen und verwiesen auf die rechtliche Grundlage.

Die Vorgängerregierung hatte im November 2004 Zuschuss-Regelungen für die Kindergartenbetreuung von Kindern aus Hartz IV-Familien getroffen und war zu einem zeitnahen Bericht zu diesem Thema verpflichtet worden. Angesichts der Proteste im Parlament lenkte Erdsiek-Rave ein und kündigte einen schriftlichen Bericht für die nächste Ausschuss-Sitzung im Bildungsministerium an.

"Die Zahlen sollten bis zum 30. Juni 2005 überprüft werden", verwies Monika Heinold (Grüne) in der Debatte auf die rechtliche Grundlage. Sie sei entsetzt, wenn die Ministerin sage: Das stehe zwar im Gesetz, aber sie habe nun mal keine Zahlen. In so einem Fall erwarte sie, dass die Ministerin der Sache nachgehe. In dieselbe Richtung argumentierte Heiner Garg (FDP): "Das Land ist in der Pflicht, einen Bericht vorzulegen." Womöglich liege der Bericht sogar vor, nur der Regierung passten die Ergebnisse nicht, orakelte er. Lars Harms (SSW) beklagte die mangelnde Solidarität der Regierungsfraktionen mit den Oppositionsparteien. Er warf SPD und CDU "kritiklose Regierungshörigkeit" vor.

Heike Franzen (CDU) verteidigte die Bildungsministerin. "Es gibt zurzeit keine endgültige Abrechnung mit den Trägern", stellte sie klar. Es könne nicht über Eier diskutiert werden, über die die Henne noch brüte. Es wäre schon interessant zu erfahren, ob Familien mit geringen Einkommen Kinder aus der Tagesstätte abgemeldet haben, befand Astrid Höfs (SPD). Doch bekanntlich würden Kindergartenjahre nicht parallel zum Kalenderjahr laufen.

Hintergrund:
  Die Grünen verlangen einen Bericht der Landesregierung zur Auswirkung des Hartz IV-Gesetzes auf die Kinderbetreuung im Lande. Der Landtag hatte im November 2004 die Landesgesetzgebung an die neuen Bundesvorgaben angepasst. Hierzu zählte auch die Neuregelung der Zuschüsse für die Kindergartenbetreuung von Kindern aus Hartz IV-Familien. Die Grünen wollen nun wissen, wie sich diese Neuregelung in den verschiedenen Kreisen des Landes ausgewirkt hat. Zudem wird gefragt, ob es Eltern gibt, die sich wegen der neuen finanziellen Bedingungen keinen Kita-Besuch ihrer Kinder mehr leisten können. Und: Die Grünen wollen Informationen über die Auswirkung auf die kommunalen Haushalte.
  Nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes leben rund 1,5 Millionen Kinder in Deutschland auf Sozialhilfe-Niveau. Das entspricht rund 8,7 Prozent aller Unter-15-jährigen. In einigen Großstädten liegt die Quote dem Verband zufolge deutlich höher, in Kiel beispielsweise bei 29,6 Prozent.
  In Schleswig-Holstein gibt es rund 1.650 Kindertageseinrichtungen.

mehr Informationen: plenum-online, Juni 2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/juni2005/texte/
08_17_kitagesetz_schuluntersuchung.htm)

Druckversion

zurück zum Textanfang / Seitenanfang

tt

 Land will Betreuungsangebot für Kleinkinder ausweiten
Opposition ist skeptisch und fordert mehr Geld vom Land für diese Zwecke

Kiel (SHL/28.09.). Das Land will die Kommunen bei der Vergrößerung des Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren unterstützen. Ziel der Großen Koalition sei es das Bundesgesetz zum Ausbau der Tagesbetreuung (TAG) umzusetzen und Nachfrage und Angebot in Einklang zu bringen, stellte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) in einem von den Grünen beantragten Bericht klar. Einer jüngsten Umfrage zufolge würden die meisten Kreise im Land bereits den gewünschten Betreuungsbedarf für Unter-3-Jährige abdecken können.

Die Opposition reagierte mit Skepsis auf die Ankündigung. Während die Liberalen vor allem mehr Geld für den Aufbau von Kinderkrippen verlangte, forderten die Grünen von der Landesregierung ein Ausführungsgesetz zu den Vorgaben des Bundes ein.

Mehr Geduld von den Parlamentskollegen mahnten Christ- und Sozialdemokraten an. Die Betreuung der Null- bis Dreijährigen stecke noch in den Kinderschuhen. Außerdem erstrecke sich der Zeitrahmen des  Tagesbetreuungsgesetzes bis in das Jahr 2010, hieß es aus dem Regierungslager. 

Der Bundestag hat das Gesetz im Oktober vergangenen Jahres mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet. Es ist seit dem 1. Januar in Kraft. Zurzeit besteht in Deutschland in diesem Bereich ein großer Unterschied zwischen Ost und West. Während im Osten laut einer OECD-Studie Betreuungsplätze für 37 Prozent der Unter-3-Jährigen vorrätig sind, liegt die Quote im Westen lediglich bei 2,7 Prozent. Der Bund will die Kleinkinderbetreuung jährlich mit 1,5 Milliarden Euro fördern.

Weitere Hauptredner: Heike Franzen (CDU), Astrid Höfs (SPD), Heiner Garg (FDP), Monika Heinold (Grüne), Lars Harms (SSW)

Hintergrund:
  Die Grünen fordern von der Landesregierung einen mündlichen Bericht übe die Umsetzung des Bundes-Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) in Schleswig-Holstein. Das TAG fordert ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Unter-3-Jährige. Der Bundestag hat das TAG im Oktober vergangenen Jahres mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet. Es sieht vor, dass bis 2010 ausreichend Plätze in Krippen und bei Tagesmüttern vorhanden sein sollen. Zurzeit besteht in Deutschland in diesem Bereich ein großer Unterschied zwischen Ost und West. Während im Osten laut einer OECD-Studie Betreuungsplätze für 37 Prozent der Unter-3-Jährigen vorrätig sind, liegt die Quote im Westen lediglich bei 2,7 Prozent. Die EU-Regierungschefs haben bis 2010 eine Versorgungsmarke von 33 Prozent als Ziel ausgegeben.
  Der Bund will die Kleinkinderbetreuung jährlich mit 1,5 Milliarden Euro fördern. Dennoch haben sowohl die schwarz-gelbe Bundestags-Opposition als auch die damalige rot-grüne Landesregierung Bedenken gegen das Vorhaben geäußert, weil sie die Finanzierungsfrage für ungeklärt halten.
Druckversion

zurück zum Textanfang / Seitenanfang

ttt

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Fragestunde:
Strandparken St. P.-Ording
Arbeitsplätze SPAR AG

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Herzlichen Glückwunsch

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Gemeinde-/Amtsordnung
Landesbeamtengesetz
Rechte der Opposition
Reallasten Provinz Schleswig
(ohne Aussprache)
Landesschlichtungsgesetz
(ohne Aussprache)
2. Lesung:
Fernmeldegeheimnis
Wahl:
Medienanstalt ULR
(ohne Aussprache)
Anträge:
Medienanstalt Nord
Hallenbetriebe Neumünster
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:
Landesversicherung - SozGB
(ohne Aussprache)
Anträge:
Kita-Gesetz
Kinderbetruung
Notfallplan Altenpflege
Kinder- und Jugendplan
(ohne Aussprache)
Servicestellen für Behinderte
(ohne Aussprache)
Berichte:
Jugendarbeitslosigkeit
Bürgerbeauftragte
Altenpflege
(ohne Aussprache)
Verhütungsmittel
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Wahl:
Stiftungsrat Kulturstiftung
(ohne Aussprache)
Anträge:
Lehrerbildung
Hochschul-Spitzenförderung
Berufliche Schulen
(ohne Aussprache)
Berichte:
Kulturpolitik
Rechtsmedizin

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesungen:
Waldgesetz
Gentechnikgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Natura 2000
Milchmarkt
(ohne Aussprache)
Berichte:
Zuckermarktordnung
Gen-/Biotechnik
Emissionshandel

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europäische Identität
Subsidaritätskontrolle
Bericht:
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

F i n a n z e nt

1. Lesung:
Sportwetten
(ohne Aussprache)
Bericht:
Landesrechnungshof
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Einzelhandelszentren
Antrag:
Helgoland-Fähren