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"Denkpause" der EU in Schleswig-Holstein aktiv nutzen

Antrag der Abgeordneten des SSW
Drucksache: 16/899neu
-Plenarprotokoll-

Bürgeranhörung zur EU-Zukunft
in Sichtweite

Kiel (SHL/15.09.) Der Landtag wird möglicherweise im nächsten Jahr eine Bürger-Anhörung zur Zukunft der Europäischen Union abhalten. Die Abgeordneten signalisierten mit großer Mehrheit Sympathie für einen SSW-Vorstoß, der an einen ähnlichen Prozess in Dänemark angelehnt ist. Lediglich die Grünen waren skeptisch. Die Partei der dänischen Minderheit hatte vorgeschlagen, den Europaausschuss mit der Organisation eines solchen Dialogs zwischen Politik, Verbänden und Bürgern zu beauftragen, an dessen Ende eine Anhörung im Landtag im April oder Mai 2007 stehen soll. Es gebe aber noch Klärungsbedarf über den Fragenkatalog und den organisatorischen Ablauf, betonten CDU, SPD und FDP. Deswegen wird der Antrag zunächst im Europaausschuss weiter beraten.

Hintergrund der Initiative ist die Ablehnung des EU-Verfassungsentwurfs bei Referenden in Frankreich und den Niederlanden im Vorjahr. Danach hatten der Ministerrat eine einjährige "Denkpause" ausgerufen um über die Zukunft der Union zu diskutieren. Dies ist bisher nach Meinung des SSW in Deutschland nicht in ausreichendem Maße geschehen. Viele Bürger stünden der Union nach wie vor ablehnend gegenüber, weil wichtige Fragen "fern von den Bürgern" entschieden würden.

Die Intention des SSW sei in jedem Fall richtig, hieß es bei Christ-, Sozial- und Freidemokraten. Es sei aber darauf zu achten, dass die Verwaltungskosten niedrig gehalten werden. Nach Ansicht der Grünen hingegen ist die Initiative überflüssig, weil sie nur einen "Inner Circle" an Experten anspreche und inhaltlich nichts neues bringe.

Hauptredner: Anke Spoorendonk (SSW), Niklas Herbst (CDU), Astrid Höfs (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Europaminister Uwe Döring (SPD)

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Hintergrund:
  Der SSW fordert den Landtag auf, eine breite Debatte in Schleswig-Holstein über Ziele, Probleme und Zukunft der Europäischen Union anzustoßen. Der Europaausschuss soll diese Debatte planen und finanzielle Unterstützung seitens der EU für die beteiligten Gruppen und Initiativen organisieren. Nach Vorstellung des SSW soll dieser Prozess am 1. Januar 2007 beginnen und mit einer Bürgeranhörung im Landtag im April oder Mai abgeschlossen werden.
  Hintergrund der Initiative ist die Ablehnung des EU-Verfassungsentwurfs bei Referenden in Frankreich und den Niederlanden im Vorjahr. Danach hatten die Staats- und Regierungschefs der EU eine einjährige "Denkpause" ausgerufen um über die Zukunft der Union zu diskutieren. Dies ist bisher nach Meinung des SSW in Deutschland nicht in ausreichendem Maße geschehen.
  Unterdessen hat sich der EU-Gipfel von Brüssel im Juni auf einen "zweigleisigen Ansatz" zur Lösung der Krise verständigt. Einerseits soll es eine intensive Diskussion über die Zukunft der Verfassung geben, unter anderem auch im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2008. Eine Entscheidung soll bis Ende 2008 fallen. Daneben will die EU eine Liste von rund 30 konkreten Projekten abarbeiten um deutlich zu machen, dass es auch ohne Verfassung "keinen Stillstand" gebe, wie ein Sprecher der damaligen österreichischen Ratspräsidentschaft im Juni erklärte. Als Beispiele nannte er Pläne zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und die Ausweitung des Schengen-Abkommens auf die neuen Mitgliedstaaten.

mehr Informationen: plenum-online, März 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/maerz2006/
texte/16_40_minderheiten_europabericht.htm)

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A k t u e l l e s

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I n n e n  / R e c h t

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Verfassungsbeschwerde
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Ambulante Pflege 
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W i r t s c h a f t  /
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 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

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 E u r o p a  / O s t s e e –
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